Waisenblogs-Beitrag Nursery, 14.12.2017

Donnerstag, 14. Dezember 2017
Kiasa war heute wieder schlecht gelaunt und trickste die Keeper aus, wie sie es früher getan hatte. Nach der Fütterung um 15 Uhr schienen alle entspannt in den Büschen zu grasen, und weder die Keeper noch die Mini-Leitkühe bemerkten, dass Kiasa sich davongeschlichen hatte. Sie war zu den Stallungen zurückgelaufen und bediente sich an Maxwells Gehegetor an seinem Luzernenheu. Es brauchte zwei Keeper, um sie davon zu überzeugen, wieder zu den anderen in den Wald zu kommen. Als sie zur Herde zurückkam, kollerte sie laut, was Mbegus und Tagwas Aufmerksamkeit erregte. Sie kamen herbei, um nach dem Rechten zu sehen, und auch die kleinen Jungs Musiara und Sattao kamen dazu. Musiara tätschelte Kiasa mit seinem Rüssel, aber sie hatte schlechte Laune und schubste ihn weg.

Waisenblogs-Beitrag Nursery, 13.12.2017

Mittwoch, 13. Dezember 2017
Esampu zeigte heute bei der öffentlichen Besuchsstunde wieder ihre freche Seite. Sie hatte sich in den Kopf gesetzt, eine zusätzliche Flasche Milch zu ergattern und ließ nichts unversucht. Sie kniete sich sogar neben der Schubkarre hin, um ein paar Tropfen aufzuschlürfen. Dann trat sie nach Mundusi aus, der gerade seine zweite Flasche trank, was diesen allerdings sehr ärgerte. Mit ihm ist nicht zu spaßen, und so schubste er Esampu schnell zu Boden und behielt sie im Schwitzkasten, obwohl sie um Hilfe schrie. Schließlich kam Mbegu dazu und rettete sie. Verärgert schubste Esampu dann Mteto ins Schlammloch, als sie an ihm vorbeiging, bevor die Keeper sie beruhigten. Ngilai kam komplett eingeschlammt aus dem Matsch und rannte am Absperrband entlang, wobei er die Besucher vollspritzte. Sana Sana blieb bis zum letzten Moment im Schlammloch und schlich sich dann, unbemerkt von den Keepern, auf einem anderen Weg durch die Zuschauer hindurch. Dabei gab sie sich alle Mühe, jeden mit Matsch zu versorgen, der sie berührte!

Waisenblogs-Beitrag Nursery, 12.12.2017

Dienstag, 12. Dezember 2017
Heute gab es große Aufregung, denn das winzige Mädchen ging zum ersten Mal mit den anderen hinaus in den Busch. Die älteren Mädchen wie Mbegu, Tagwa und Godoma hießen es begeistert willkommen und kollerten und trompeteten sogar! Tagwa scheint sehr gern die Kleinen zu bemuttern, obwohl Mbegu natürlich die älteste ist und auch Godoma ein sehr liebevolles Mädchen ist. Nachdem sie ein wenig Zeit mit dem kleinen Neuling verbracht hatten, gingen einige zurück zum Grasen, und Tagwa blieb bei dem Baby. Es schien sich bei ihr sehr wohlzufühlen und nuckelte auch ein bisschen an ihrem Ohr. Ndotto wird unabhängiger; er geht weiter hinaus in den Busch und grast gern für sich allein. Er ist immer der letzte bei der Milchfütterung!

Waisenblogs-Beitrag Nursery, 10.12.2017

Sonntag, 10. Dezember 2017
Murit verpasste heute Ambo eine Lektion, als die beiden Luzernenheupellets beim Maxwells Tor fraßen. Mbegu kam Ambo zu Hilfe, nachdem sie ihr Lieblingsbaby schreien gehört hatte, und Murit machte sich wieder über die Pellets her, als wäre nichts geschehen. Sogar Mbegu wunderte sich, warum Ambo so ein Geschrei gemacht hatte! Er kam dann mit ihr, als sie mit dem Rest der Herde hinaus in den Wald ging.

Die Waisen im Dezember

Monatsbericht für die Nursery-Gruppe: Dezember 2017

 

Anfang des Monats lebten sage und schreibe 36 Elefantenwaisen in der Nursery, so daß es an der Zeit war, einige der älteren Waisen nach Ithumba umzusiedeln. Mit ihren drei Jahren waren jetzt Rapa, Pare, Maramoja, Sapalan und Namalok an der Reihe, diesen nächsten Schritt in Richtung Auswilderung zu machen. Da es in dieser Saison genug Regen in Ithumba gegeben hatte, war jetzt die perfekte Zeit dafür, denn es gab jede Menge Grünfutter und Wasser. Kauro war inzwischen wieder komplett genesen und sollte ebenfalls wieder zurück gebracht werden. Er war also der sechste Elefant, der an den Lkw gewöhnt werden mußte, aber diese Eingewöhnungsphase verlief dieses Mal komplett reibungslos. An manchen Tagen wollten die Waisen nach ihrer Milchmahlzeit sogar im Anhänger bleiben, so gemütlich fanden sie ihn offenbar!

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