Montag, 27. Januar 2020
Die Waisen waren am Morgen gut ausgeschlafen und voller Energie, als sie Luzernenheupellets futtern gingen. Da tauchten die vier Nachteulen Zongoloni, Ziwa, Faraja und Ngasha auf, die so langsam zu Ex-Waisen werden, und wollten alle Pellets für sich haben – sie ließen die jüngeren Waisen kaum an die Leckerbissen heran! Murera schaute sich das ganze eine Weile von der Seite an, bevor sie sich der Sache annahm. Sie ging zu den vieren hin, und als die Jungs sie kommen sahen, rannten sie weg, weil sie nicht bestraft werden wollten.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 26.01.2020
Sonntag, 26. Januar 2020
Draußen bei Grasen bekam Alamaya heute einen Schrecken, als er eine Hyäne sah. Vermutlich erinnerte er sich daran, wie er vor seiner Rettung von Hyänen angegriffen worden war, die ihn schwer verletzten und ihm den Schwanz abbissen. Er rannte nicht weg, aber schrie laut um Hilfe. Sonje und Murera kamen schnell herbei und schafften es, ihn wieder zu beruhigen und ihm zu versichern, dass keine Gefahr bestand. Die Waisen gingen dann woanders hin, um zu grasen, denn Alamaya war die Gegend, in der er Hyänen vermutete, nicht geheuer.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 25.01.2020
Samstag, 25. Januar 2020
Als es aufgehört hatte zu regnen, begann Alamaya, sich einige Zweige von den Bäumen abzubrechen. Shukuru entspannte sich unter einem Baum. Da es ziemlich feucht und der Boden rutschig war, hatten Sonje und Murera einige Mühe beim Laufen. Dafür konnten sie in einem schönen Schlammloch baden, das sich bei dem nächtlichen Regen gebildet hatte. Sonje erschrak, als in ihrer Nähe ein großer Baum umfiel, und sie rannte eilig zurück zu den Keepern. Faraja fand das sehr interessant und schaute sich den umgefallenen Baum genauer an – vielleicht würde sich ja etwas leckeres zu fressen daran finden!
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 23.01.2020
Donnerstag, 23. Januar 2020
Als die Waisen am Morgen herauskamen, waren Zongoloni, Ziwa, Faraja und Ngasha nicht zu sehen. Sie haben es sich zur Angewohnheit gemacht, sich erst später am Morgen draußen im Wald ihren Freunden anzuschließen. Murera ließ sich beim Luzernenheufrühstück einige Zeit und fraß noch ein wenig Grün. Mwashoti hing wie eine Klette an ihr, und Sonje beschloss, auf die beiden zu warten, damit die Herde zusammenbleiben konnte. Draußen im Wald kamen dann Zongoloni und die anderen Nachteulen dazu. Als Mwashoti Zongoloni sah, befürchtete er wohl, dass sie etwas von dem Grün, auf das er gerade ein Auge geworfen hatte, abhaben wollte, und machte sich bereit, es zu verteidigen! Als sie bei ihm angekommen war, schubste er sie weg. Ngasha hielt inne und schaute den beiden interessiert zu; er schien erstaut zu sein, wie ernst Mwashoti das ganze nahm! Faraja graste unterdessen zufrieden; er hatte ein paar saftige Zweige gefunden, deren Rinde er sich schmecken ließ.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 20.01.2020
Montag, 20. Januar 2020
Am Morgen riefen die Keeper Ziwa, damit er sich den Waisen anschloss, aber er schaute nur kurz aus dem Gebüsch und graste dann weiter darin. Murera sah, wie er sich wieder davon machte und beeilte sich, zu ihrem Liebling Mwashoti zu gehen, um sicherzustellen, dass er nicht hinterher lief. Mittags kamen die Waisen an einem Wasserloch vorbei, wo die wilden Herden gerne baden, und trafen dort auf Ngasha. Er hatte ein Schlammbad genommen und hatte einige Schwierigkeiten, wieder heraus zu kommen. Murera kam ihm zu Hilfe und zog ihn am Rüssel, sodass er die Vorderfüße auf festem Boden stellen konnte und so wieder heraus kam.

