Samstag, 21. Dezember 2019
Shukuru ließ sich am Morgen nahe der Stallungen ein paar Akazienzweige schmecken und beschloss dann, die Waisen zu den Umani-Hügeln zu bringen. Sonje folgte ihr, was bedeutete, dass sie einverstanden war. Shukuru zeigt in letzter Zeit öfter einmal Interesse, die Führungsrolle zu übernehmen! Nichtsdestoweniger ist sie immer noch ein zurückhaltendes und freundliches Mädchen. Mwashoti ist nach Shukuru der zweitbravste Waisenelefant, obwohl er manchmal auch frech werden kann. Allerdings scheint er dabei meist von den Rabauken wie Alamaya oder Ziwa angestiftet zu werden, die ihn manchmal versuchen herumzuschubsen. Nur wenn es um die Luzernenheupellets geht, kennt Mwashoti keinen Spaß – diese will er mit niemandem teilen, nicht einmal mit seiner Adoptivmama Murera! Ziwa stapfte heute in eine andere Richtung los als die anderen, aber Faraja ging ihm hinterher und überzeugte ihn, mit den anderen mit zu gehen. So folgten sie alle Shukuru zu den Hügeln, anstatt nach ihren wilden Freunden zu suchen.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 16.12.2019
Montag, 16. Dezember 2019
Zongoloni, Ngasha und Faraja tauchten kurz vor Mittag auf, aber Ziwa war im Wald geblieben. Murera zog sich mit Shukuru zum anderen Ende des Schlammlochs zurück, um den herumtobenden Jungs aus dem Weg zu gehen; als sich aber Alamaya zu den beiden gesellte, durfte er auch bleiben. Bei der Mittagsfütterung konnten die Waisen es gar nicht erwarten, ihre Milch zu bekommen; Shukuru war als erste da. Die großen Jungs begannen, sich um die letzte Flasche zu streiten, die noch auf dem Boden stand und eigentlich auf Ziwa wartete. Die Keeper ließen sie aber nicht heran, und nachdem Ziwa nicht auftauchte, bekam schließlich Shukuru die Extra-Portion Milch.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 10.12.2019
Dienstag, 10. Dezember 2019
Auf dem Weg zu den Wasserquellen bemerkte Murera heute frisch geschlüpfte Pythons auf dem Boden. Sie beschnupperte sie mit dem Rüssel und warnte dann die anderen und die Keeper, die einen großen Bogen um die kleinen Schlangen machten. Auch Zongoloni und die Jungs Ziwa, Ngasha und Faraja, kamen herbei, um nachzusehen, was dort los war. Bei der ganzen Aufregung verkrochen sich die kleinen Pythons lieber wieder in ihrem Erdloch. Auf dem Heimweg nahmen die Waisen dann einen anderen Weg, um nicht wieder auf die Schlangen zu treffen.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 08.12.2019
Sonntag, 8. Dezember 2019
Am Morgen begann es zu regnen, als die Keeper gerade die Tore für die Waisen öffneten. Sonje und Murera hatten keine Lust, in den Regen hinaus zu gehen und kamen erst heraus, als sie sahen, wie Alamaya und Mwashoti aus ihren Gehegen kamen. Shukuru machte einen Schritt hinaus in den Regen und sah so aus, als ob sie es schnell hinter sich bringen wollte! Luzernenheupellets gab es heute keine, denn die Waisen mögen sie nicht, wenn sie nass sind, und lassen sie dann liegen.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 07.12.2019
Samstag, 7. Dezember 2019
Die Waisen sahen am Abend auf dem Heimweg erschöpft aus. Diejenigen, denen das Laufen wegen ihrer alten Verletzungen etwas schwerer fällt – Sonje, Murera und Mwashoti – hatten es nicht leicht, mit Lima Limas Tempo mitzuhalten. Quanza bemerkte das und eilte nach vorn, um Lima Lima etwas zu bremsen, damit auch Murera und Sonje eine Chance hatten, hinterher zu kommen.

