Montag, 29. April 2019
Es war ein regnerischer Tag, und da alles nass und rutschig war, hatten es Murera, Sonje und Mwashoti mit ihren beschädigten Beinen schwer, mit den anderen mitzuhalten. Als es aufgehört hatte zu regnen, wollte niemand mehr im Schlammloch baden, da sich alle schon am Vormittag im Wald in den vielen kleinen Pfützen herumgewälzt hatten. Alamaya und Zongoloni rollten sich auf dem Boden herum und färbten sich dunkel ein. Bei der Mittagsfütterung kamen die beiden mit Lima Lima an und schnappten sich ihre Milchflaschen selbst. Als sie leer waren, ließen sie sie allerdings einfach wieder fallen, sodass die Keeper sie aufräumen mussten!
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 28.04.2019
Sonntag, 28. April 2019
Kurz vor der Mittagsfütterung trafen die Waisen auf einige wilde Artgenossen, die auf dem Weg zum Wasserloch waren. Als sie aus dem Gebüsch kamen, alarmierte Lima Lima gleich die Keeper, damit diese sich in einiger Entfernung in Sicherheit bringen konnten. Einer der Keeper wusste nicht so recht, wohin er vor der wilden Herde weglaufen sollte, und Murera kam dazu und bemühte sich, die wilden Elefanten auf Distanz zu halten. Danach kam auch Lima Lima noch einmal zurück, um sich zu vergewissern, dass er in Sicherheit war. Er ging den Waisen dann zur Mittagsfütterung hinterher.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 26.04.2019
Freitag, 26. April 2019
Die Keeper hatten es heute schwer, die Waisen im Auge zu behalten, denn sie gerieten zwischen die wilden Elefanten. Murera, Shukuru und Mwashoti fanden nicht mehr zurück von ihren wilden Artgenossen, während Sonje sich aus dem Staub machte. Lima Lima merkte gar nichts von der ganzen Aufregung. Als die Waisen dann von der wilden Herde weg lief, versuchten die Keeper zu folgen, und einer von ihnen, Amos, wurde von einem Ast im Gesicht getroffen. Er rief die anderen um Hilfe, und als sie ihm wieder auf die Beine halfen, kam auch Lima Lima zurück, um nach ihm zu sehen! Amos wurde dann von seinen Kollegen zum nächsten Arzt gebracht, damit er am Auge behandelt werden konnte, wo er getroffen worden war.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 25.04.2019
Donnerstag, 25. April 2019
Am Morgen regnete es wie aus Kübeln, und die kleinen Jungs Alamaya und Mwashoti versuchten, sich bei den älteren Waisen unterzustellen. Mwashoti versteckte sich unter Mureras großem Bauch und ihren Ohren, doch Alamaya kam nicht so recht bei Sonje unter und wurde genau so nass wie die anderen. Den älteren Jungs schien es allerdings nichts auszumachen – im Gegenteil, sie rollten sich begeistert in der matschigen Erde herum! Als der Regen aufhörte, brachten Sonje und Quanza den Rest der Herde zu den Kenze-Hügeln. Als sie an den Quellen vorbei kamen, waren Shukuru die Krokodile nicht geheuer, die nicht mitbekommen hatten, dass die Elefanten vorbei liefen. Als Shukuru und ein Krokodil sich gegenseitig sahen, blieben beide wie angewurzelt stehen! Shukuru zog sich zu Lima Lima zurück, die immer sehr gut darin ist, die anderen vor Gefahren zu beschützen.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 23.04.2019
Dienstag, 23. April 2019
Alle sind erleichert, dass der Regen endlich angefangen und der Dürre ein Ende bereitet hat. Die Waisen müssen jetzt nicht mehr so weit laufen, um leckeres Futter zu finden. Dafür war es am Morgen sehr matschig und rutschig an den Stallungen, nachdem es den größten Teil der Nacht geregnet hatte, und Murera und Mwashoti hatten ihre liebe Mühe herumzulaufen ohne auszurutschen. Die Keeper mussten Murera und Sonje heraus locken, und sie kamen vorsichtig heraus; Mwashoti zu überzeugen, aus seinem Gehege zu kommen, war noch schwieriger, aber am Ende hatten sie es geschafft. Zongoloni und Ziwa übernahmen das Kommando, während Faraja und Ngasha sich in ein Kräftemessen vertieften. Faraja gab schließlich auf und ging mit Quanza und Lima Lima in den Hügeln grasen.

