Die Waisen im Juni

Monatsbericht für die Nursery-Gruppe: Juni 2019

 

Im Juni haben wir uns von 5 weiteren Nairobi-Waisen verabschiedet: Jotto, Ambo, Tagwa, Sagala und Emoli haben das allseits bekannte Lkw-Gewöhnungstraining durchlaufen und während Jotto und Ambo anschließend in die Auswilderungsstation nach Ithumba umgezogen sind, wird das neue Zuhause von Tagwa, Sagala und Emoli in Zukunft Voi sein. Nach der Regenzeit ist der ideale Zeitpunkt für diesen Teil des Auswilderungsprozesses, weil dann der Nationalpark Tsavo-Ost, wo sich unsere Auswilderungsstationen befinden, nicht ganz so unbarmherzig heiß und karg ist. Genauso wie alle anderen Elefantenwaisen, werden auch sie noch einige Jahre in menschlicher Obhut bleiben müssen, schon allein, weil sie noch Milch brauchen, aber der Anfang ist gemacht. „Die Waisen im Juni“ weiterlesen

Die Waisen im April

Monatsbericht für die Nursery-Gruppe: April 2019

 

Es war unsäglich heiß in der Nursery und wir rechneten jeden Tag mit dem Regen. Die Vegetation wurde täglich trockener und die Waisen müssen jetzt weiter laufen, um genug Futter zu finden. Unsere Kleinsten, Larro und Neuankömmling Kiombo folgten Malima und Sagala auf Schritt und Tritt, und die Beiden entwickelten regelrechte Muttergefühle und waren sehr fürsorglich. Weil sie schon um einiges älter sind, konnten sie an die höher liegenden Äste und Zweige reichen und zogen sie für die Kleineren herunter. Malima ist zwar jetzt freundlicher zu den jüngsten Waisen, aber sie ist immer noch sehr frech und hört auch nicht immer auf die Keeper – genau wie ihr Freund Kuishi. Die beiden feisten Jungkühe werden wohl gegen Ende des Monats nach Tsavo umziehen. Es ist an der Zeit, daß sie von den älteren Elefanten unter deren Fittiche genommen werden und ein paar Manieren lernen. Kuishi versucht bei der Mittagsfütterung immer, die um die Schubkarre verschüttete Milch aufzusaugen und mag es überhaupt nicht, wenn jemand anderes es ihr nachmacht. Zur Fütterung fängt sie auch gerne mal eine Rauferei an, genauso wie wie Kiasa, die kein Stück ruhiger geworden ist. Als Kuishi eines Tages keine verschüttete Milch vorfand, schmiß sie aus Frust alle leeren Flaschen herum! „Die Waisen im April“ weiterlesen

Waisenblogs-Beitrag Voi, 30.03.2019

Samstag, 30. März 2019
Ngilai spielte am Morgen mit Murit, während ihre Freunde sich auf den roten Erdhügeln vergnügten. Nach all den Spielen merkten Ishaq-B und Kihari gar nicht, dass sie zurückgelassen worden waren, und sie rannten im Eiltempo den anderen hinterher, die schon auf der Nordseite des Mazinga-Bergs angekommen waren. Als die Waisen am Mittag zum Wasserloch rannten, erschreckten sie eine wilde Herde, die schon dort war. Die wilden Elefanten hatten ein kleines Kalb dabei und traten eilig den Rückzug an. Nur eine einzige Kuh blieb noch da und stand bald im Mittelpunkt des Interesses bei den Waisen, die ihr alle Hallo sagen wollten. Am Abend blieb Mbirikani vor den Stallungen und fraß dort ein paar Luzernenheupellets. Dabei bekam sie kurz Gesellschaft von einer wilden Herde, die an der Tränke Wasser soff.

Waisenblogs-Beitrag Voi, 20.03.2019

Mittwoch, 20. März 2019
Mbegus Gruppe traf beim Mittagsschlammbad auf eine wilde Elefantenherde, die sich im Matsch wälzte. Mbegu, Godoma, Ndotto, Murit, Lasayen und Ngilai hielten etwas Abstand von ihren wilden Artgenossen, aber Tahri spielte mit einem der kleinen Kälber. Als Kenias Herde heran gestürmt kam, erschraken die wilden Elefanten und machten sich aus dem Staub. Lasayen und Godoma hatten jede Menge Spaß beim Herumrollen auf dem Boden, sodass Mbegu dazukam und auch mitmachte. Embu kam aus dem Wasser und versuchte, Godoma am Aufstehen zu hindern, indem sie sie mit Rüssel und Stoßzähnen in Schach hielt. Als Godoma sich schließlich befreit hatte, schlich sie sich mit Mbegu und Lasayen davon, aber Embu blieb ihr auf den Fersen! Araba forderte Murit zum Ringkampf heraus, und Murit schnappte sich einen kleinen Ast, den er im Mund hielt, während er gegen Araba antrat. Das war ihr nicht ganz geheuer, und damit sie nicht ins Auge gestochen werden konnte, rannte sie lieber davon. Kurz darauf wendete sie den Trick, den sie gerade bei Murit gesehen hatte, selbst an und hielt einen Ast im Mund, als Ndotto sie in eine Rangelei verwickelte.

Waisenblogs-Beitrag Voi, 15.03.2019

Freitag, 15. März 2019
Eine wilde Elefantenherde näherte sich am Mittag dem Wasserloch, hielt aber höflich Abstand, damit die Waisen in Ruhe fertig baden konnten. Embu, Naipoki und Nelion kamen aus dem Wasser, um sie zu begrüßen. Embu ging direkt zu einer großen Kuh und begleitete sie ins Wasser, während Naipoki und Nelion mit einem ihrer wilden Artgenossen zu rangeln begannen. Auch Panda nutzte die Gelengenheit zu einem kleinen Ringkampf mit einem wilden Elefanten, der etwa drei Jahre älter war als sie. Mbegu und Murit vertrieben sich unterdessen die Zeit beim Spielen in der Mitte des Wasserlochs.