Dienstag, 14. Januar 2020
In den Kenze-Hügeln traf Mwashoti auf einige Klippschliefer und begann, laut zu trompeten, um sie zu verscheuchen. Die possierlichen Tiere verschwanden in den Felsspalten, aber Mwashoti war nicht so leicht zu beruhigen und tobte weiter herum, auf den Steinen und in den Büschen herumtrampelnd. Nach einer Weile ließen sich die anderen Waisen sogar anstecken und machten mit! Faraja kam bei dem ganzen Gerenne ein ganzes Stück von den anderen weg und merkte gar nicht, dass die anderen schon auf dem Heimweg waren. Er streifte noch eine Weile allein umher und kam dann zur Auswilderungsstation hinterher. Seine Ausreißer-Kollegen waren schon wieder zurück in den Wald gegangen, und als er merkte, dass sie nicht mehr an den Stallungen waren, kehrte er um und suchte sie draußen in der Wildnis.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 12.01.2020
Sonntag, 12. Januar 2020
Lima Lima konnte am Morgen nicht genug vom Luzernenheu bekommen, was Mwashoti offenbar ärgerte; er versuchte, sie weg zu drängeln. Sie wehrte sich aber und schubste zurück, und bald waren die beiden in einen verbissenen Kampf um das Plätzchen mit Pellets verwickelt! Sonje bekam die Rangelei mit und wollte ihrem Liebling Mwashoti zu Hilfe eilen, und auch Ziwa wurde aufmerksam und kam dazu, um Sonje davon abzuhalten, allzu ruppig mit Lima Lima umzugehen. Shukuru hatte sich schon zurückgezogen, als Lima Lima und Mwashoti aneinandergeraten waren – sie hat lieber ihre Ruhe und hält sich von Raufereien fern.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 09.01.2020
Donnerstag, 9. Januar 2020
Die Waisenherde besuchte heute wieder die Umani-Hügel. Ziwa und Faraja waren die Anführer; Murera schien nicht besonders begeistert zu sein, aber Mwashoti folgte den älteren Jungs, und sie wollte nicht, dass er ohne seine Adoptivmama unterwegs war. Also kam sie notgedrungenermaßen hinterher. Die Bullen machen ihr eigenes Ding, und auch Lima Lima konnte sie nicht davon abbringen. Während die anderen auf die Hügel kletterten, blieben Murera mit Mwashoti und Sonje weiter unten und ließen sich dort das Grün schmecken. Ziwa und Faraja waren dagegen kaum zu bremsen – es hielt sie nicht lange am gleichen Ort, und sie führten die Waisenherde heute auf den wildesten Touren durch den Wald!
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 01.01.2020
Mittwoch, 1. Januar 2020
Bei der Mittagsfütterung standen die Flaschen für die Waisen bereit, als Lima Lima, Alamaya und Shukuru als erste angerannt kamen. Shukuru bekam ihre Milch von einem Keeper, Lima Lima hob ihre Flasche selbst auf, und nach ein paar Sekunden war sie schon leer! Am Nachmittag tobten die Jungs herum und rauften miteinander. Shukuru und Mwashoti suchten sich lieber ein ruhiges Plätzchen, wo sie schön zusammen grasen konnten.
Die Waisen im März
Monatsbericht für die Nursery-Gruppe in Nairobi: März 2020
Es ist bemerkenswert, das Elefanten doch wie wir so richtige Gewohnheitstiere sind. Diesen Monat haben uns die derzeit 17 Elefantenwaisen in Nairobi oft daran erinnert. Seit Ausbruch der COVID-19 Pandemie mußten wir erstmals (und bis auf Weiteres) in der Geschichte des Sheldrick-Trusts die morgendliche öffentliche Besuchsstunde absagen. „Die Waisen im März“ weiterlesen

