Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 23.07.2019

Dienstag, 23. Juli 2019
Faraja und Ziwa ließen sich am Morgen wieder an den Stallungen blicken, nachdem sie eine Weile in der Wildnis gewesen waren. Lima Lima marschierte in Richtung der Chyulu-Berge los, und obwohl die Keeper nicht gerade begeistert waren, blieb ihnen nichts anderes übrig, als zu folgen, denn die Waisen gingen ihr hinterher. Sonje kollerte allerdings immer wieder, damit Lima Lima auf Murera und Mwashoti warten würde, aber sie ließ den dreien, die schlechter laufen können, heute keine Ruhe. Nachdem die Waisen mittags ihre Flaschen getrunken hatten, schlich sich Lima Lima dann davon, während die anderen sich nach dem anstrengenden Marsch am Morgen unter den großen Bäumen in der Nähe der Keeper ausruhten. Niemand bemerkte, was Lima Lima vorhatte: Plötzlich erschien sie wieder, und zwar an der Spitze einer großen wilden Herde, mit der sie geradewegs auf die Keeper und ihre Waisenfreunde zu kam! Faraja und Jasiri gingen ihr entgegen und versuchten, die wilden Elefanten davon abzuhalten, zu Murera und Sonje zu kommen, aber Jasiri wurde von den wilden Bullen herumgeschubst – er war doch deutlich kleiner als sie! Die Keeper zogen sich etwas zurück und gingen den Berg hinauf, wo sie den Waisen und ihren Artgenossen zuschauen konnten. Danach beruhigten sich die wilden Elefanten ein wenig und alles ging wieder friedlich zu.

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 18.07.2019

Donnerstag, 18. Juli 2019
Manche der Waisen werden langsam unabhängiger. Ngasha und Ziwa kamen gestern nach zwei Nächten draußen in der Wildnis zurück, aber hauptsächlich, um ihre Milch abzuholen. Ngasha wollte gleich wieder in den Wald aufbrechen, überlegte es sich aber noch einmal anders und blieb dann doch bei Mwashoti und Alamaya. Auch Jasiri konnte sich nicht so recht entscheiden, und er setzte sich mit Shukuru ein Stück ab, um am Vormittag mit ihr zu grasen; nach einer Weile kam Shukuru allerdings allein zurück! Jasiri ist allerdings ein eher nervöser Junge und ist nicht gern nachts allein draußen im Wald. Wenn überhaupt, dann bleibt er im Gebüsch in der Nähe der Stallungen. Murera und Sonje bleiben Mwashoti und Alamaya treu, und auch wegen ihrer Verletzungen halten sie sich weiterhin bei ihrer menschlichen Familie.

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 16.07.2019

Dienstag, 16. Juli 2019
Zongoloni und Jasiri waren heute unzertrennlich, was die Keeper etwas überraschte. Sie liefen den ganzen Tag zusammen herum und setzten sich von den anderen ab, um ihrer eigenen Wege zu gehen. Als die Keeper sie riefen, dauerte es eine Weile, bis sie schließlich zusammen mit Mwashoti aus dem Wald kamen.

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 13.07.2019

Samstag, 13. Juli 2019
Faraja und Ziwa liefen früh am Morgen gleich wieder in den Wald, ohne Luzernenheupellets zu fressen – sie blieben nur, um ihre Flaschen auszutrinken! Ziwa hatte am Tag zuvor leckeres Grün gefunden und wollte es offenbar Faraja zeigen. Ngasha überlegte, ob er ihnen hinterher laufen sollte, genehmigte sich dann aber doch erst noch ein paar Pellets. Murera warnte Jasiri laut kollernd, Mwashoti nicht zu ärgern, der seine eigenen Pellets futterte. Sie hat immer ein wachsames Auge auf ihren Liebling Mwashoti. Als es hinaus in den Busch ging, übernahmen Zongoloni, Quanza und Lima Lima das Kommando und brachten die Herde zu den Kenze-Hügeln, wo es jede Menge Vegetation zu fressen gibt.

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 12.07.2019

Freitag, 12. Juli 2019
Sonje bekam es heute bei den Chyulu-Bergen wieder mit den wilden Elefanten zu tun, und beim wegrennen schien sie sich wieder das Bein verrenkt zu haben. Murera verschwand eilig mit Mwashoti, und Sonje, die in eine andere Richtung vor den Bullen weggerannt war, tauchte humpelnd und sehr langsam laufend wieder auf. Am Wasserloch schien ihr das Bein immer noch weh zu tun, und die Keeper holten das schmerzlindernde Spray. Später lief sie wieder besser, und am Abend sah sie zufrieden aus, als sie nach Hause kam, an der Tränke noch etwas Wasser soff und dann in ihr Gehege ging.