Mittwoch, 15. Juli 2020
Maisha erlaubt ihrem Liebling Roho normalerweise alles – er darf mit seinem Rüssel Futter aus ihrem Mund nehmen, um zu sehen, was sie frisst, unter ihrem Kopf stehen, wenn sie ihre Milch trinkt, und alles, was daneben geht aufschlürfen und auch auf ihr herumklettern, wenn sie sich auf den Boden legt. Das einzige, was sie nicht leiden kann, ist, wenn er an ihren Ohren nuckeln will! Viele Leitkühe und ältere Mädchen lassen die kleinen Babys an ihren Ohren nuckeln, aber Maisha scheint etwas dagegen zu haben. Heute verpasste Roho sie bei der Milchfütterung, und danach ging er zu ihr und nach einer Weile wollte er sich eines ihrer Ohren schnappen. Maisha drehte sich aber immer wieder weg und versuchte sogar, einen kleinen Ringkampf mit ihm anzufangen, um ihn davon abzuhalten. Roho bellte beleidigt auf, sodass Kiasa und Nabulu angerannt kamen, um nach ihm zu sehen. Als sie sahen, dass Maisha schon da war und er wohl nur unleidlich war, gingen sie aber wieder grasen.
Waisenblogs-Beitrag Nursery, 12.07.2020
Sonntag, 12. Juli 2020
Am Nachmittag geriet Nabulu immer wieder mit Kiombo aneinander, und sie schubste ihn heftig weg. Das blieb Maisha nicht verborgen, und sie kam eilig angerannt und schickte Nabulu erst einmal weg. Nabulu graste beleidigt allein und kam erst zurück, als Maisha sich wieder beruhigt hatte.
Waisenblogs-Beitrag Nursery, 11.07.2020
Samstag, 11. Juli 2020
Heute Morgen schien einmal die Sonne, und Naleku war so begeistert, dass sie aus ihrem Stall geschossen kam und direkt zu Mukkokas Tür rannte! Dort wartete sie geduldig auf ihn, und als er herauskam, schien sie ihn zu drängeln, damit sie möglichst schnell in den Wald kamen. Mukkoka wollte aber offenbar noch Nashorn Maxwell begrüßen und ging zu seinem Gehegetor. Maxwell schien sich zu freuen, und nach einer kurzen Plauderei machten sich Mukkoka und Naleku schließlich auf in den Wald. Maisha und Nabulu fingen unterdessen schon einmal am Wegesrand an zu grasen, während sie auf den Rest der Waisen warteten. Als sie alle draußen im Busch angekommen waren, war es Kiasa, die nach vorne rannte und weiter hinaus wollte. Roho, Maktao und Larro kamen bereitwillig mit, und bald hatten sie Mukkoka und Naleku eingeholt.
Waisenblogs-Beitrag Nursery, 10.07.2020
Freitag, 10. Juli 2020
In Nairobi ist jetzt die kühlste Zeit des Jahres, und weil es häufig bewölkt und ungemütlich ist, wollen die Waisen nicht viel im Matsch baden. Nach den Milchfütterungen gehen sie meistens direkt wieder in den Wald, wo es etwas wärmer ist als in der offenen Savanne. Nach der Mittagsmilch führten sie heute Maisha, Nabulu und Kiasa mit aufmunterndem Kollern zurück zum Grasen. Die meisten futterten ruhig vor sich hin, nur Mukkoka und Maktao hatten Hummeln im Hintern und starteten ein Kräftemessen. Sie waren so in ihre Rangelei vertieft, dass sie gar nicht mitbekamen, dass die Herde inzwischen den Mädchen tief in den Wald hinein gefolgt war. Als sie merkten, dass niemand mehr da war, rannten sie ihren Freunden schnell hinterher.
Waisenblogs-Beitrag Nursery, 09.07.2020
Donnerstag, 9. Juli 2020
Nach der 9-Uhr-Fütterung kümmerte sich Larro wieder um Olorien und Ziwadi und ging mit ihnen zurück in den Wald. Nabulu schien etwas eifersüchtig auf Larro zu sein und rannte schnell hinterher, um auch etwas von den kleinen Babys zu haben. Beim Grasen passte sie dann gut auf, dass Olorien ihr nicht abhanden kam; jedesmal, wenn diese in Richtung von Larro abwandern wollte, umrüsselte Nabulu sie und zog sie wieder heran. Larro schien nichts dagegen zu haben, dass Nabulu Olorien für sich haben wollte und blieb bei Ziwadi, die zufrieden ihr leckeres Grün mampfte.

