Samstag, 1. September 2018
Bei der morgendlichen Fütterung trank Mteto ihre Milch sehr schnell aus und ging dann zu Namalok, um den Rüssel wieder in seinen Eimer zu stecken. Namalok machte sich nichts daraus, da er wusste, dass die Keeper gleich mit ihr schimpfen würden, wenn sie sie sehen – und so war es auch. Draußen an der Tränke löschten fünf wilde Bullen ihren Durst und entspannten sich dann ein paar Schritte weiter. Oltaiyoni, Galla, Esampu und Mteto gingen zu ihnen und leisteten ihnen Gesellschaft. Die Keeper pfiffen nach ihnen, und Oltaiyoni hörte sie und kam zur Herde zurück. Als sie alle wiedergekommen waren, fordete Tusuja Galla heraus und schubste ihn herum; Galla versuchte, sich zu verteidigen, aber Tusuja war stärker. Kauro vertrieb sich die Zeit mit Kratzen an einem Baum, und Laragai folgte mit ihren Komplizen den wilden Bullen – sie ignorierten die Rufe der Keeper, bei den Waisen zu bleiben. Beim Mittagsschlammbad traute sich niemand ins Wasser, weil es zu kühl war. Am Nachmittag grasten die Waisen am oberen Kalovoto, und Galla staubte sich ein wenig ein. Abends schauten Galana mit der kleinen Gawa, Sidai, Chyulu, Lenana, Sunyei mit der kleinen Siku, Lualeni und Zurura an den Stallungen vorbei und löschten noch einmal ihren Durst.
Waisenblogs-Beitrag Ithumba, 30.08.2018
Donnerstag, 30. August 2018
Karisa und Namalok war klar, dass es ein heißer Tag werden würde, und so gingen sie am Morgen gleich zur Tränke, um genug Wasser für den Vormittag zu saufen. Kurz darauf tauchte Olares Gruppe auf, allerdings ohne Olare, Kitirua und Naisula; Tumaren war die Anführerin. Sie schlossen sich den Waisen an, als es in den Busch geht. Unterwegs trafen die Waisen mit ihren Keepern auf eine junge wilde Elefantenkuh, die manchmal recht aggressiv ist, wenn sie beim Schlammbad auftaucht. Sie hatte offenbar einen Stoßzahn verloren, es war aber nicht klar, wie das passiert war. Solche Dinge passieren – auch Narok kam eines Morgens plötzlich mit einem Stoßzahn weniger zu den Stallungen. Oltaiyoni hob einen Zweig vom Boden auf und ließ Olsekki und Siangiki mit daran knabbern. Als es sehr warm wurde, legten die Waisen eine Pause unter einem Baum ein und machten sich wieder ans Grasen, als es etwas wieder abgekühlt war.
Waisenblogs-Beitrag Ithumba, 28.08.2018
Dienstag, 28. August 2018
Nachdem sie das Gehege am Morgen verlassen hatten, gingen Karisa und Namalok gleich zur Tränke und soffen mit einem wilden Bullen zusammen Wasser. Esampu genehmigte sich eine Kratzeinheit, und Tusuja begann ein freundschaftliches Kräftemessen mit Galla. Dieser ging, nachdem er mit Tusuja fertig war, zu Namalok und sagte ihm Guten Morgen. Laragai stellte sich zwischen die beiden, aber nachdem sie weitergegangen war, machten sie weiter und umschlangen ihre Rüssel. Rapa beeilte sich, mit dem Fressen zu beginnen – das Wetter ist nun sehr trocken – und entwurzelte auf den Knien einige Büsche, die ihm lecker genug erschienen. Beim Mittagsschlammbad kamen zwei junge wilde Bullen zu Besuch, die die Waisen erst nicht an die Tränke lassen wollten. Die Keeper mussten sie erst zurück drängen, und nachdem die Kleinen ihren Durst gestillt hatten, kamen sie zurück und drohten erneut, sie zu schubsen. Die Waisen gingen lieber wieder grasen und ließen die beiden Steithähne zurück. Am Abend staubte sich Sapalan noch einmal ausführlich ein. Am oberen Kalovoto stießen die Keeper auf den Kadaver eines jungen Elefantenbullen, dessen Stoßzähne bereits entfernt worden waren. In letzter Zeit gab es wieder einige Vorfälle von Wilderei, die weiterhin eine Bedrohung in Kenia ist. Es gab einige Verhaftungen, und ein drittes Anti-Wilderei-Team patrouilliert in der Gegend, jetzt, wo wegen der Trockenheit wieder große Elefantenherden kommen und die wenigen Wasserstellen aufsuchen.
Waisenblogs-Bilder Ithumba, 27.08.2018
Montag, 27. August 2018
Ololoo an den Stallungen
Karisa rangelt mit Namalok
Wilde Elefanten am Wasserloch
Waisenblogs-Beitrag Ithumba, 27.08.2018
Montag, 27. August 2018
Am Morgen war der Himmel blau, und Mutaras Gruppe besuchte wieder einmal die Stallungen. Auch Ololoo war dabei, der vor ein paar Tagen wegen seiner Pfeilwunden behandelt worden war. Nach einer Weile machten sie sich in nördlicher Richtung wieder auf den Weg. Es wird jetzt langsam sehr trocken, und die Waisen müssen weiter laufen, um genug Futter zu finden. Karisa startete ein kurzes Kräftemessen mit Namalok, sah dann aber ein, dass sie nicht zu viel Zeit verlieren und besser weiter grasen sollten. Mittags war es sehr heiß, und so gingen alle Waisen im Wasserloch baden. Sie bekamen Gesellschaft von acht wilden Bullen, von denen sie sich aber bald nach dem Schlammbad wieder verabschiedeten.

