Die Waisen im August

Monatsbericht für die Nursery-Gruppe: August 2018

 

Juli und August waren so bitter kalt in Nairobi, daß selbst die Elefantenwaisen keine Lust hatten, nass zu werden und wir das Suhlen im Schlamm erst einmal ausgesetzten. Stattdessen haben wir einige Haufen mit loser, roter Erde aufgeschüttet, in denen sich die Waisen in den Wintermonaten liebend gern herumrollen. Die Jüngsten versuchten ihr Bestes, ihren älteren Herdenmitgliedern auf den Rücken zu klettern, was ihnen aufgrund ihrer kurzen Beine und kugelrunden Bäuche nicht immer gelang! Gegen Ende des Monats wurde das Wetter wieder wärmer und die Suhle re-aktiviert, besonders auf Drängen von Enkesha und Emoli, die damit begannen, sich in den Sumpf davonzuschleichen, weil sie es nicht erwarten konnten, wieder zu baden. Emoli entwickelt jetzt seinen ganz eigenen Kopf und ist jetzt viel verspielter, aber auch dickköpfiger. „Die Waisen im August“ weiterlesen

Waisenblogs-Beitrag Nursery, 10.08.2018

Freitag, 10. August 2018
Die Waisen lieben die Luzernenheupellets über alles und versetzen manchmal Berge, um an sie heranzukommen. Sie bekommen sie nicht jeden Tag, und so halten sie ständig Ausschau, ob sie welche finden. Tamiyoi und Ndiwa zum Beispiel gehen immer noch einmal an Maxwells Gehege vorbei, für den Fall, dass er ein paar nach draußen verstreut hat, bevor sie abends in ihre eigenen Gehege gehen. Ambo ist auch ganz verrückt nach den Pellets, und heute morgen machte er bei Maxwell Station, um nachzusehen, ob welche zu finden wären. Wenn einer seiner Freunde, wie Malima, ihn begleitet und er seine Beute nicht teilen will, verzieht er sich in seine geheime Ecke, die nur er kennt. Er schleicht sich leise davon und bleibt in dem schmalen Zwischenraum zwischen Emolis Gehege und dem Lagerraum stehen. Dann verhält er sich mucksmäuschenstill, sodass ihn niemand findet. Die anderen gehen alle in den Wald, und er kann dann in Ruhe seine geliebten Pellets fressen.

Waisenblogs-Beitrag Nursery, 07.08.2018

Dienstag, 7. August 2018
Es ist interessant, die Waisen miteinander kommunizieren zu sehen, auch wenn die Keeper nicht so genau wissen, was sie sich zu sagen haben. Heute Morgen gegen 8 Uhr kam ein Keeper in den Wald, der ein Funkgerät dabei hatte und sprach per Funk mit den Keepern an den Stallungen. Tagwa, Luggard, Enkesha und ein paar andere waren in der Nähe, und auch Ndiwa und Malkia hörten die Geräusche, die das Funkgerät machte. Die beiden kollerten, und Tagwa, die dem Keeper am nähesten war, antwortete mit einem lauten und andauernden Kollern. Auch Enkesha und Luggard schienen sich an der Diskussion zu beteiligen und hoben ihre Rüssel, als ob sie in der Luft schnuppern wollten. Vermutlich diskutierten sie darüber, dass es bald Milch geben würde – sie wissen, dass es nicht mehr lange bis zur Fütterung dauert, wenn die Keeper per Funk miteinander reden!