Unser kleiner Traum: Ndotto damals und heute

Wir waren uns nie so richtig sicher, dass dieser kleine Bursche es schaffen würde. Als er gerettet wurde, war er gerade einmal 48 Stunden alt, seine Nabelschnur hing noch an ihm und die Rückseite seiner Ohren war noch rosa. Er gab eine bemitleidenswerte Figur ab, wie er aus der Hütte kam, in der ihn die Samburu aus einem Gebiet namens Suruan im abgelegenen Ndoto-Gebirge so aufopfernd versorgten. Ndotto hatte sich unter die Nutztiere dieser Viehzüchter verirrt, und die Menschen sahen, wie hungrig das kleine Baby war. Sie meinten es gut mit ihm und mischten ihm etwas des dort üblichen Maisbreis, genannt „Uji“, zusammen. Leider enthält dieser Brei Fett und Kuhmilch, und wir beim DSWT wissen aus Erfahrung, dass Kuhmilch für solche kleinen Elefanten tödlich ist, weil er immer schlimmen Durchfall verursacht. Entsprechend unsicher war Ndottos Anfang bei uns, und daher ist er unser kleines „Wunder“. Dies alles konnten die Samburu natürlich nicht wissen; dieser Teil des Landes ist sehr isoliert, und nur dank der Mühen, die die lokalen Bewohner auf sich nahmen, als sie viele Kilometer liefen, um von Ndotto zu berichten, bekam er eine erneute Chance zu überleben.

 


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Die Rettung von Ndotto

Direkt auf der Spitze der Ndotto-Berge, in Kenyas nördlichstem Grenzbezirk, wurde ein winziges neugeborenes Elefantenbaby gefunden, das sehr verwirrt, allein und ängstlich zwischen einer Herde Ziegen und Schafe herumirrte. Das kleine Kalb fand sich offenbar sehr schnell nach der Geburt zwischen den Nutztieren der nomadischen Samburu der Gegend wieder. Es ist möglich, dass die Anwesenheit der Menschen die Mutter verschreckt hatte, nachdem ihr Kalb versehentlich zwischen die Tiere der Samburu geraten war. Die traditionellen Samburu-Hirten leben dort sehr isoliert, in einer schlecht erreichbaren Gegend Kenias, die gleichzeitig wunderschöne und majestätische Landschaften hat. Obwohl viele Samburu und ihre Nutztiere in friedlicher Koexistenz mit den wilden Tieren leben, kann der Mensch-Wildtier-Konflikt versehentlich die Ursache solcher Tragödien sein.

 


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