Monatsbericht für die Nursery-Gruppe in Nairobi: August 2023
Unsere großen Jungs aus der Nursery – Choka, Taabu, Mukutan und der Möchtegern-Große-Bulle Kitich – hatten einen tollen Start in den Monat. Als Reaktion auf ihr beharrliches Kollern öffneten die Keeper die Stalltüren von Choka und Taabu etwas früher als sonst, gefolgt von Mukutan und Kitich. Die Jungs jagten sich gegenseitig im Kreis um das Lagergelände, sausten um Ecken und die Ställe herum. Wann immer sie sich begegneten, gab es einen kurzen Kopfkampf, und der Verlierer rannte davon und versteckte sich! „Die Waisen im August“ weiterlesen
Seit Generationen nutzen die Elefanten im Norden Kenias einen bekannten Korridor nach Laikipia. Vor dem Hintergrund der extremen Dürre hat sich dieses Gebiet in den letzten Monaten zu einem Brennpunkt für Konflikte zwischen Mensch und Tier entwickelt. Es wurde berichtet, dass leider sehr viele Elefanten erschossen wurden, darunter eine ganze Reihe von säugenden Kühen.
Und so war es leider wenig überraschend, als ein weiterer kleiner Waisen-Elefant auftauchte. Am 19. Januar 2022 erhielt der Sheldrick Wildlife Trust (SWT) einen Anruf von Tom Sylvester vom Loisaba-Schutzgebiet. Wildhüter hatten ein verwaistes Elefantenbaby gefunden, das in das Schutzgebiet gewandert war. Ihm ging es sehr schlecht: Es war schwach, abgemagert und verängstigt, und es war offenbar schon seit einiger Zeit auf sich allein gestellt.
Elefanten sind beeindruckende Tiere, aber in einer schweren Dürre sind sie diejenigen, die am meisten zu leiden haben. Es muss wohl daran liegen, dass in der Natur am Ende immer Gleichgewicht herrschen muss: Elefanten haben praktisch keine Fressfeinde und hätten daher keinerlei Probleme zu überleben, doch sie sind von Natur aus empfindlich. Sie haben ein sehr ineffizientes Verdauungssystem und brauchen daher jede Menge Futter, um genug Nährstoffe zu sich zu nehmen. Und so werden ihnen schwierige Bedingungen schnell zum Verhängnis, in denen sie Probleme haben, genug zu fressen zu finden, so zum Beispiel in langen Dürreperioden. Meist sind es dann die ganz jungen oder ganz alten Tiere, die zuerst sterben – aber auch für alle anderen können solche Zeiten lebensgefährlich werden.
So war es auch mit Chokas Mutter. Am 8. November 2021 berichteten Touristen von einem Elefantenkalb, das neben seiner toten Mutter stand. Das Ganze spielte sich in den Ndara-Ebenen ab, jener Gegend in Tsavo, in der die lange Trockenzeit am schlimmsten zu spüren war. Es galt, keine Zeit zu verlieren, und so wurde vom Sheldrick Wildlife Trust (SWT) umgehend eine Rettungsaktion gestartet. Während ein Helikopter zu der Stelle flog, eilte ein Team von Keepern der Auswilderungsstation in Voi zu dem Kalb. „Die Rettung von Choka“ weiterlesen
Am Nachmittag des 5. Dezember 2021 schlug der Samburu Trust im Norden Kenias Alarm und kontaktierte den Kenya Wildlife Service (KWS) sowie den Sheldrick Wildlife Trust (SWT) wegen eines verletzten verwaisten Elefanten. Er schien eine schreckliche Tortur durchgemacht zu haben: Seine Mutter war aufgrund eines Mensch-Wildtier-Konflikts getötet worden, und er selbst wurde erst fünf Tage später mit einer Verletzung am Hinterteil gefunden, die höchstwahrscheinlich durch einen Speer verursacht worden war.
Wegen der abgelegenen Lage wurde die Rettung mit einem gecharterten Hubschrauber durchgeführt. Der Pilot flog direkt zu der Stelle, an der die Scouts des Samburu Trust mit dem Kalb warteten. Kaum war der Helikopter gelandet, packten alle mit an, um die kostbare Fracht sicher an Bord zu hieven. Der kleine Bulle war schon ziemlich groß für sein Alter, und so atmeten alle erleichtert auf, dass er in den Hubschrauber passte! „Die Rettung von Tingai“ weiterlesen
Monatsbericht für die Nursery-Gruppe in Nairobi: Juli 2023
Mit Choka und Taabu begann der Monat alles andere als ruhig. Die jungen Bullen waren schon vor dem Morgengrauen wach, und statt die anderen weiter schlafen zu lassen, begannen sie laut zu kollern. Das weckte natürlich alle auf, und es dauerte nicht lange und alle kollerten laut und schepperten an ihren Gattern. Als die Keeper die Stalltüren aufmachten, schossen Tingai, Rafiki, Mukutan und Wembi wie von Blitz getroffen heraus und begannen mit dem Haschen. „Die Waisen im Juli“ weiterlesen