Mittwoch, 13. Mai 2020
Die kleineren Waisen kommen jetzt zu Maisha, wenn sie Schutz suchen, denn sie entwickelt sich so langsam zur neuen Mini-Leitkuh – mit Unterstützung von Kiasa und Nabulu. Wenn draußen im Wald etwas die Babys erschreckt, rennen sie schnell zu Maisha, und dann schauen sie und häufig auch Kiasa sich um, um herauszufinden, was los ist. Enkesha bekommt meist nicht viel von dem Durcheinander mit, denn sie ist meistens mit sich selbst beschäftigt.
Waisenblogs-Beitrag Nursery, 12.05.2020
Dienstag, 12. Mai 2020
Die Waisenherde verändert sich nun, da Tagwa und Tamiyoi nicht mehr da sind, und Maisha scheint die neue Mini-Leitkuh zu werden, obwohl auch Enkesha für diese Rolle geeignet wäre. Auch einige der jüngeren Waisen übernehmen jetzt Aufgaben der älteren, und manche ziehen in neue Gehege um. Dololo ist auch bereit, bald in die Auswilderungsstation umzuziehen, und so hat er schon einmal ein größeres Gehege bekommen; Maktao ist derweil in seinen alten Stall gezogen. Dololo hatte keine Probleme, sich daran zu gewöhnen, aber Maktao war damit gar nicht einverstanden. Er war die ganze Nacht unruhig und versuchte immer wieder, zu Mukkoka zu gelangen. So hielten die Keeper es für das beste, ihn erst einmal wieder in seinen alten Stall zu lassen. Enkesha ist weiter ein unabhängiger kleiner Elefant, und sie hat Mukkoka, Naboishu und Naleku um sich geschart, um ihre eigene kleine Gruppe zu gründen. Sie macht am liebsten ihr eigenes Ding und hat dabei gern Gesellschaft von ein paar anderen.
Waisenblogs-Beitrag Nursery, 11.05.2020
Montag, 11. Mai 2020
Heute war der große Tag für Tagwa und Tamiyoi, an dem sie in die Auswilderungsstation in Voi im Tsavo East Nationalpark umzogen. Um 2:30 Uhr in der Nacht wurde der Umzugs-LKW vorbereitet, und als alles soweit war, kamen Tagwa und Tamiyoi aus ihren Gehegen. Tagwa ging voran, Tamiyoi dicht dahinter, aber als sie zu dem Transporter kamen, zögerte Tagwa etwas. Tamiyoi kam vorsichtig hinterher, ließ sich aber von ihren Keepern und den Milchflaschen überzeugen und ging ohne Probleme in ihr Abteil. Nachdem Tamiyoi eingestiegen war, konnten sich die Keeper um Tagwa kümmern, die sich etwas mehr sträubte. Nach ein paar Minuten Überzeugungsarbeit war aber auch sie eingestiegen, und alles war bereit für die Abfahrt. Als die Waisen dann am Morgen in den Wald gingen, suchten Roho, Larro, Naboishu und Mukkoka immer wieder nach Tagwa und Tamiyoi. Das ist ganz normal; sie müssen sich erst daran gewöhnen, dass die älteren Mädchen nun nicht mehr Teil der Herde in Nairobi sind. Zur Mittagsfütterung um 11 Uhr war aber alles schon wieder gut, und Kiasa, Maisha und Dololo führten die Waisen nach der Milchfütterung wieder zurück in den Wald.
Waisenblogs-Beitrag Nursery, 10.05.2020
Sonntag, 10. Mai 2020
Die Waisen waren voller Tatendrang, als sie am Morgen in den Wald hinaus rannten. Sattao und Musiara begannen gleich mit einem Kräftemessen. Mukkoka und Larro wollten aber damit nichts zu tun haben und gingen den beiden Raufbolden schnell aus dem Weg. Sie und die meisten anderen machten sich gleich daran, viel frisches Grün zu fressen. Sattao und Musiara rangelten noch eine ganze Weile, bevor sie schließlich genug hatten und sich den anderen beim Grasen anschlossen.
Waisenblogs-Beitrag Nursery, 08.05.2020
Freitag, 8. Mai 2020
Das Umzugstraining macht gute Fortschritte. Musiara ist nicht mehr so misstrauisch, in den LKW zu gehen; heute kam er um die Ecke, ging zu dem Keeper, der zwei Milchflaschen für ihn bereithielt, und als er begann, seine Milch zu trinken, ging der Keeper langsam mit ihm in das Abteil hinein. Dort drin trank Musiara dann die Flaschen aus, neben Sattao, der auch schon drin war und trank. Nachdem sie beide fertig waren, standen sie noch eine Weile auf der Ladefläche herum und nuckelten an ihren Rüsseln, bevor sie den anderen Platz machten. Tagwa und Tamiyoi waren als nächste dran, und da Tamiyoi ganz entspannt ist, wenn es darum geht, die Milch im Umzugs-LKW zu trinken, scheint auch Tagwa keine Probleme mehr zu machen. Sie folgten beide brav ihren Keepern hinein, tranken dort die Flasche leer und folgten dann den anderen.

