Waisenblogs-Beitrag Nursery, 05.04.2020

Sonntag, 5. April 2020
Als die Waisen sich kurz vor Mittag im Wald versammelten, um zur Milchfütterung zu gehen, gönnte sich Tamiyoi noch eine Kratzeinheit an einem kleinen Baumstumpf. Nachdem sie fertig war, setzte sie sich darauf, was sehr lustig aussah. So saß sie dort und wartete ganz entspannt ab, bis es losgehen würde.

Waisenblogs-Beitrag Nursery, 04.04.2020

Samstag, 4. April 2020
Roho ist in letzter Zeit sehr gierig nach seiner Milch geworden, fast wie Mukkoka. Genau wie dieser, rennt er im Eiltempo zur Fütterung und trötet dabei herum, als ob er die Keeper schon einmal vorwarnen will, dass er kommt! Wenn ihn dabei jemand überholt, bellt er noch lauter – was er vermutlich von Mukkoka gelernt hat. Eigentlich ist er fast immer mit den älteren Mädchen wie Maisha unterwegs, aber wenn es Zeit für die Milchfütterung wird, flitzt er sofort davon. Dann wartet er auf Tagwa, damit er etwas von ihrer verschütteten Milch ab bekommt – oder er stibitzt ihr sogar etwas direkt aus dem Mund. Tagwa trinkt ihre Milch immer ohne Hilfe der Keeper, und Roho wartet darauf, dass sie fertig ist und die Flasche fallen lässt, sodass er noch etwas daran herum nuckeln kann. Wenn sie dan wieder aufbricht, folgt er ihr zurück in den Wald.

Waisenblogs-Beitrag Nursery, 03.04.2020

Freitag, 3. April 2020
Luggard ist zurzeit der älteste Bulle im Waisenhaus, aber im Gegensatz zu anderen Jungs seines Alters ist er sehr freundlich zu den kleinen Neulingen. Die anderen älteren Jungs wie Sattao, Kiombo, Maktao und Dololo gehen manchmal nicht gerade zartfühlend mit den kleinen Babys um, aber Luggard sucht sich zum Kräftemessen lieber die etwas ruhigeren Jungs wie Musiara aus. Nach der Nachmittagsfütterung um 15 Uhr begannen Sattao und Mukkoka einen Ringkampf und schoben sich gegenseitig in der Gegend herum. Luggard, Kiasa und Maisha bewarfen sich unterdessen mit Staub, und der kleine Roho wollte auch mitmachen. Luggard ging beiseite und ließ ihn durch, sodass er bei ihnen stehen konnte, ohne mit den raufenden Jungs aneinander zu geraten. Roho fing dann an, sich vor Maisha, Kiasa und Luggard herumzurollen und genehmigte sich ein kleines Staubbad, während die drei ihm zuschauten und aufpassten. Luggard ist auch sehr beliebt bei den Mädchen, weil er so ein sanftmütiger Bulle ist. Die älteren Kühe wie Maisha, Tagwa und Tamiyoi machen sich keine Sorgen, wenn sie ihn zusammen mit Roho oder Naleku sehen, denn sie wissen, dass er die Kleinen nicht herumschubsen wird und sie ihnen nicht zu Hilfe kommen müssen.

Waisenblogs-Beitrag Nursery, 02.04.2020

Donnerstag, 2. April 2020
Die kleine Ziwadi hat immer noch nicht so recht gelernt, mit ihrem Rüssel umzugehen, vor allem, wenn es darum geht, Wasser zu saufen. Sie saugt das Wasser nicht mit dem Rüssel ein und lässt es dann in den Mund laufen wie andere Elefanten, sondern steckt einfach den Kopf ins Wasser und nimmt ein paar Schlucke. Beim Schlammbad ist sie auch nicht gerade zielsicher, sich mit Matsch zu bewerfen, und spritzt überall herum – nur nicht auf ihren eigenen Rücken! Am Ende legt sie sich einfach hin und wälzt sich herum, um sich mit Schlamm zu bedecken. Es ist sehr spaßig, ihr dabei zuzuschauen, wie sie mit diesem komischen Körperteil umzugehen lernt. Auch Larro hat noch so ihre Schwierigkeiten, ihren Rüssel zum Saufen zu benutzen, und auch sie trinkt das Wasser meist direkt mit dem Mund. Im Gegenteil zu Ziwadi kann sie aber schon ganz gut das schlammige Wasser auf ihrem Rücken und hinter den Ohren verteilen. Die Keeper glauben manchmal, dass sie einfach nur keine Lust hat, Wasser mit dem Rüssel zu saufen. Zum Fressen verwenden die beiden Mädchen ihre Rüssel aber schon sehr gut; draußen im Wald greifen sie damit fleißig nach dem Grün an den Büschen und Zweigen an Bäumen.

Waisenblogs-Beitrag Nursery, 01.04.2020

Mittwoch, 1. April 2020
Nach der Mittagsfütterung schien sich Tagwa mit ein paar Freunden selbstständig machen zu wollen. Sie schlich herum und sammelte Sattao, Kiasa, Kiombo, Nabulu, Enkesha, Larro, Mukkoka und Naleku ein. Während die Keeper noch mit ihrem Mittagessen beschäftigt waren, verschwand sie plötzlich mit ihnen im Gebüsch. Die Keeper bekamen es gerade noch rechtzeitig mit und riefen ihr und den anderen hinterher. Tagwa zog den Kopf ein und sah aus, als wäre es ihr peinlich, auf frischer Tat ertappt worden zu sein! Es blieb ihr nichts anderes mehr übrig als mit ihren Getreuen zurück zu den Keepern und der Herde zu kommen. Als die Keeper fertig gegessen hatten, sammelten sie dann alle zusammen und gingen mit ihnen zurück in den Wald.