Waisenblogs-Beitrag Nursery, 03.04.2019

Mittwoch, 3. April 2019
Ambo und Mapia fordern sich immer noch gern gegenseitig heraus, aber meistens scheint Ambo so ein Kräftemessen zu gewinnen. Mapia genehmigte sich heute etwas Wasser aus dem Schlauch, als Ambo sich von der Seite heran schlich und so aussah, als hätte er es auf den Wasserschlauch abgesehen. Mapia merkte es und begann, mit den Ohren zu wedeln und zu kollern. Während die beiden um den Schlauch rangelten, nutzte Jotto aus, dass sie abgelenkt waren, und schnappte ihn sich selbst! Als Ambo und Mapia schließlich merkten, dass ihnen ihr Schlauch abhanden gekommen war, trollten sie sich in verschiedene Richtungen davon.

Waisenblogs-Beitrag Nursery, 02.04.2019

Dienstag, 2. April 2019
Enkesha scheint ihre eigene kleine Herde bilden zu wollen. Heute Morgen führte sie Luggard, Nabulu, Neuling Kiombo, Mukkoka und Larro tief in die Büsche hinein, und sie blieben unter sich bis zur 9-Uhr-Fütterung. Als die Keeper die Waisen zu ihrer Milch zusammenriefen, fanden sie sie zufrieden hinter Enkesha her grasend. Luggard kam dann, als die älteren Waisen gerade ihre Mittagsmilch getrunken hatten, zum Schlammbad hinunter gerannt. Normalerweise bleibt er zum Mittagsschlammbad bei den Keepern im Wald, aber heute hatte er sich davon geschlichen und genehmigte sich ein kurzes Bad mit den älteren, bevor er wieder zurück ging.

Waisenblogs-Beitrag Nursery, 01.04.2019

Montag, 1. April 2019
Manchmal folgt Luggard der Herde, aber manchmal will er auch einfach abseits der anderen grasen, selbst wenn sie gemütlich durch den Park gehen. Nach der Fütterung um 9 Uhr morgens gingen die Waisen in einer Reihe zurück zum Grasen, und Luggard hing ganz am Ende hinterher. Sein alter Freund Jotto wollte ihn aber nicht allein lassen und ging alle paar Minuten zu ihm zurück. Einmal versuchte er sogar, ihn von hinten anzuschieben, als ob er ihn dazu bringen wollte, schneller zu laufen! Am Ende grasten aber die beiden kleinen Bullen gemütlich zu zweit.

Waisenblogs-Beitrag Nursery, 01.04.2019

Montag, 1. April 2019
Tagwa kennt Sattaos Stimme sehr gut; wann immer er schreit oder ruft, antwortet sie, egal wie weit weg er gerade ist! Heute waren die Waisen alle bunt durcheinander gemischt im Wald, und Tagwa, Sagala, Kuishi und Jotto standen einige Meter weg von der großen Gruppe. Mapia schubste Sattao, als sie sich um einen grünen Zweig stritten, und Sattao bellte laut auf. Tagwa hörte es und war sofort zur Stelle. Der arme Mapia, der noch immer neben Sattao stand, bekam seinen Zweig abgenommen, und Tagwa überreichte ihn Sattao wieder, als die beiden davon gingen.

Emoli, Sagala und Tagwa ziehen nach Voi um

Am 4. Juni 2019 – passenderweise an Daphne Sheldricks Geburtstag – wurden die nächsten drei Waisen aus dem Waisenhaus des Sheldrick Wildlife Trust in Nairobi in die altehrwürdige Auswilderungsstation in Voi, im Tsavo East Nationalpark gebracht.

In Voi begann seinerzeit die Geschichte des Sheldrick Wildlife Trust, wo Daphne mit ihrem Mann David und ihrer Tochter Angela 25 Jahre lang lebte. Und für zwei der verwaisten Elefantenkinder, Emoli und Sagala, war es auch eine Reise zurück in ihre Heimat, denn sie wurden 2017 dort als abgemagerte Dürreopfer vor dem sicheren Tod gerettet. Jetzt sind sie wieder gesund und munter, und sie sind inzwischen alt genug, um den nächsten Schritt in ihrem Leben zu gehen. Sie werden noch viele Jahre in der Auswilderungsstation leben, bevor sie soweit sind, wieder ihr eigenes, unabhängiges Leben in der Wildnis zu führen. Das dritte Waisenkind, das mit ihnen umzog, ist Tagwa, die Mini-Leitkuh der Waisenherde in Nairobi. Zum Glück gibt es dort inzwischen auch ambitionierte Mädchen wie Tamiyoi und Enkesha, die als nächste die Rolle als kleine Matriarchinnen übernehmen werden, sodass für die Herde gesorgt ist.
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