Waisenblogs-Beitrag Nursery, 20.07.2018

Freitag, 20. Juli 2018
Im Juli ist es normalerweise kühl in Nairobi, aber heute schaute die Sonne am morgendlichen Himmel hinter den Wolken hervor, und die Waisen genossen die wärmenden Sonnenstrahlen. Sie räkelten sich auf dem Boden, wedelten mit den Ohren und streckten die Rüssel aus, während sie in der Sonne lagen. Musiara spielte wie immer bei den Keepern und rollte sich zwischen ihnen herum, während sie versuchten, ungestört ihren Morgentee zu trinken. Maktao wollte auch dabei sein und tippte mit seinem kleinen Rüssel immer wieder dem Keeper, neben dem er stand, auf die Schulter; ab und zu ging er zu Musiara hinüber und unterbrach ihn beim Spielen. Enkesha schloss sich Maktao an, und auch Luggard kam herbei, um mit seinem Freund und Stallnachbarn Musiara zu spielen, der inzwischen aufgestanden war und sich einstaubte.

Waisenblogs-Beitrag Nursery, 19.07.2018

Donnerstag, 19. Juli 2018
Ndiwa ist immer noch recht unabhängig und grast am liebsten tief im Wald, allein oder zusammen mit Sattao, der sich gut mit ihr angefreundet hat. Sie hält es lange im Wald aus, im Gegensatz zu den anderen. Heute ging sie weiter in den Wald hinein, obwohl es an der Stelle, an der die Waisen nach der Besuchsstunde grasten, jede Menge dichte grüne Büsche gab. Nachdem die Keeper mit ihrem Mittagessen fertig waren, merkten sie erst gar nicht, dass Ndiwa nicht mehr da war, und es fiel erst bei der nächsten Milchfütterung auf. Während sie nach ihr suchten, nutzte Ambo die Gelegenheit und versuchte, sich zu den Stallungen zurück zu schleichen und bei Maxwells Gehege nach Luzernenheupellets zu suchen. Das fiel aber schnell auf, und die Keeper an den Stallungen brachten ihn zurück in den Wald zu seinen Freunden.

Waisenblogs-Beitrag Nursery, 18.07.2018

Mittwoch, 18. Juli 2018
Die Waisen glauben immer wieder, dass des Nachbarn Kirschen besser schmecken als die eigenen! Wenn sie abends nach Hause kommen, sieht man sie häufig das Grün von nebenan stehlen. Heute war Sana Sana mit der ersten Gruppe nach Hause gekommen, hatte ihre Milch getrunken und dann begonnen, Grün zu futtern. Anstatt aber ihre eigenen Zweige zu fressen, zog sie lieber das Grün aus Sagalas Raum nebenan durch die Holzpfosten hindurch. Als Sagala ankam und das sah, zog sie ihrerseits das Grün zurück zu sich ins Gehege. Sana Sana protestierte, und es begann ein Tauziehen, bei denen sich die beiden Mädchen am Ende durch die Absperrung hindurch selbst am Rüssel zogen. So ging es eine Weile, bis Sana Sana auffiel, das sich hinter ihrem Rücken Jotto von der anderen Seite an ihrem Grün bediente! Sie eilte hinüber und versuchte zu retten, was zu retten war, aber Jotto hatte schon eine ganze Menge von ihrem Futter stibitzt. Die kleinen Frechdachse stehlen sich alle gegenseitig das Grün, aber am Ende bekommen sie doch alle das gleiche.