Donnerstag, 1. März 2018
Das Warten auf die Regenzeit hat wieder ein Ende – letzte Nacht schüttete es wie aus Eimern! Ambo, Jotto, Mapia und Sana Sana bekamen kaum ein Auge zu, denn Regen ist ihnen unheimlich. Sie jammerten in ihren Gehegen und Ställen und kletterten an den Wänden herum. Nashorn Maxwell dagegen freute sich riesig; er rollte sich im Schlamm herum und jagte in seinem Gehege und am Tor herum. Am Morgen scheuchte er ein paar Warzenschweine durch sein Gehege, bis er müde wurde und sich zum Schlafen hinlegte. Für Rhinos ist dies das beste Wetter, aber den Elefanten gefiel es nicht besonders. Sie sahen missmutig aus, blieben alle zusammen und grasten im Gebüsch, wobei sie so gut es ging versuchten, trocken zu bleiben.
Lebe wohl, Daphne!

Es ist ungefähr 30 Jahre her, da trafen wir sie zum ersten Mal, diese ganz besondere Person: Daphne Sheldrick, die „Mutter der Elefanten“. Sie war sanft und freundlich, während sie ihre vierbeinigen Kinder streichelte. Sie war aber auch stark und streng, wenn eine freche Elefantenwaise innerhalb der Elefanten-Gemeinschaft die Regeln nicht befolgte. Elefantenbabys vor dem sicheren Tod zu bewahren, wenn sie ihre Mütter aufgrund von Wilderei verloren hatten und sie nach Jahren erfolgreich wieder auszuwildern – das ist das Lebenswerk von Daphne Sheldrick.
Bereits 1989 hat unser Verein Rettet die Elefanten Afrikas e.V. an dieses unglaubliche Projekt geglaubt. Und das tuen wir auch heute noch! Unterstützt werden wir dabei von so vielen Pateneltern und Elefantenfreunden in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Als wir Daphne das letzte Mal trafen, war sie bereits schwach, aber sie machte sich immer noch Gedanken um all die Probleme, die es in dieser grausamen Welt gibt.
Liebe Daphne, wir hoffen, dass Du nun an einem friedlicheren Ort ohne Schmerzen bist, SOMEWHERE IN THE GREAT SOMEWHERE, und dass Du jetzt endlich Deinen geliebten Mann David wiedertreffen wirst. Ihr beide werdet jetzt die Schutzengel der Elefanten sein. Wir werden weiterhin unser Bestes geben, um Euer wundervolles Projekt auch in Zukunft zu unterstützen.
Daphne, wir danken Dir von Herzen, dass Du uns die Liebe zu den Elefanten gelehrt hast und dass Du uns die Energie für den unaufhörlichen Kampf gegen Wilderei und Elfenbeinhandel gegeben hast.
Rettet die Elefanten Afrikas e.V.
Waisenblogs-Bilder Nursery, 28.02.2018
Mittwoch, 28. Februar 2018
Lasayen draußen im Busch
Ngilai wird langsam unabhängiger
Ambo war heute nicht nett zu Emoli
Emoli, und dahinter Tagwa
Waisenblogs-Beitrag Nursery, 28.02.2018
Mittwoch, 28. Februar 2018
Ambo war heute bei der Fütterung um 15 Uhr nicht besonders nett zu Emoli. Emoli ging an ihm vorbei, als er gerade seine Milch trank, und womöglich dachte er, dass Emoli es auf seine Flasche abgesehen haben könnte. Jedenfalls stieß er den armen Emoli zu Boden, der um Hilfe schrie. Mini-Matriarchin Mbegu kam angerannt, aber Ambo machte sich keine Sorgen, da er wusste, dass er ihr Lieblingsbaby ist. Er stellte die Ohren auf, als wollte er nicht zurückweichen, und so schritten die Keeper ein und schoben ihn weg, damit er Emoli in Ruhe ließ.
Waisenblogs-Beitrag Nursery, 28.02.2018
Mittwoch, 28. Februar 2018
Ndotto beginnt langsam, sich wie ein heranwachsender Bulle zu verhalten. Heute war er mit ein paar der Älteren, angeführt von Ndiwa, draußen, und sie gingen zum Grasen weit in den Wald hinein. Als die Keeper sie riefen, kamen alle außer Ndotto zurück. Er blieb lieber dort, futterte weiter und kam erst später in aller Ruhe nach. Er grast jetzt viel für sich allein und hat es nie eilig zurückzukommen. Er ist aber immer noch ein sehr freundlicher Elefant und liebt seine Keeper. Lasayen, Ngilai und Mundusi sind ähnlich – auch sie lassen sich immer Zeit, wenn die Keeper sie rufen.

