Kiasa, Kiombo und Maktao ziehen nach Umani Springs um

(übersetzt aus dem englischen Original; alle Bilder © Sheldrick Wildlife Trust)

Seit einigen Wochen wurden beim Sheldrick Wildlife Trust in Nairobi die nächsten Umzüge in die Auswilderungsstationen vorbereitet. Eine Woche vor dem anvisierten ersten Umzug kam allerdings der plötzliche Tod des geliebten Luggard in Umani Springs dazwischen. Der von allen wegen seines beeindruckenden Lebenswillens auch „Löwenherz“ genannte kleine Elefant, der als Baby von etlichen Gewehrschüssen von Wilderern getroffen worden war, wurde schließlich doch noch Opfer seiner schweren Verletzungen, nachdem sein Körper sich jahrelang dagegen gewehrt hatte und es so aussah, als könnte er dauerhaft damit leben.

Obwohl Luggard nicht mehr da war, blieb die Erinnerung an ihn im Kibwezi-Wald bestehen. Die anderen Waisen dort waren, genauso wie die Keeper, unermesslich traurig. Vor allem Murera konnte man es ansehen; jeden Morgen sahen die Keeper sie zu Luggards Gehege gehen und davor stehenbleiben, und auch die anderen kamen regelmäßig dort vorbei, gingen einmal hinein und wieder heraus. Es brach den Keepern das Herz, dieses Ritual mitanzusehen, und es war klar, dass irgendetwas getan werden musste, um wieder Leben und Zuversicht nach Umani Springs zu bringen! Da es in der kurzen Regenzeit diesmal in Voi nur wenig geregnet hatte, erschien ein Umzug dorthin wenig sinnvoll. Die Auswilderungsstation im Kibwezi-Wald war vor allem für die schwerer verletzten Waisen gedacht, aber auch gesunde Elefanten leben dort – und so kam Angela Sheldrick auf die Idee, dass eine neue Gruppe fröhlicher Waisen Balsam für die trüben Gemüter dort sein könnte.


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Die Waisen im März

Monatsbericht für die Nursery-Gruppe in Nairobi: März 2021

Den Großteil des Monats März warteten wir sehnlich auf die kleine Regenzeit. Es war unglaublich heiß in Nairobi, und manchmal legten die Waisen sogar eine Extra-Baderunde ein, nur um sich abzukühlen. Dabei ist uns auch aufgefallen, dass unser Neuzugang Rama, ein großes Faible für die Suhle hat! „Die Waisen im März“ weiterlesen

Waisenblogs-Beitrag Nursery, 31.01.2021

Sonntag, 31. Januar 2021
Am Nachmittag gönnten sich die Waisen ein schönes Staubbad, animiert von Maisha und Maktao oben auf dem Erdhügel. Maktao versuchte immer wieder, auf Maishas Rücken zu klettern, und dann auch auf Kiombo und Mukkoka. Schließlich verwickelte Kiombo ihn in einen Ringkampf, während die anderen sich begeistert auf der Erde herumrollten.

Waisenblogs-Beitrag Nursery, 31.01.2021

Sonntag, 31. Januar 2021
Seit ein paar Tagen ist Kiasa wieder umgänglicher und hat aufgehört, die anderen Waisen bei der Milchfütterung zu nerven. Sie widmet sich auch fleißig ihren Aufgaben als Mini-Leitkuh und passt prima auf die kleineren Waisen Kinyei, Kindani, Bondeni, Olorien und Ziwadi auf. Heute Morgen wartete sie geduldig auf sie alle, auch wenn Ziwadi erst noch ihre übliche morgendliche Tour an allen Wassertonnen vorbei beenden musste!

Waisenblogs-Beitrag Nursery, 30.01.2021

Samstag, 30. Januar 2021
Als die Waisen am Morgen aus ihren Ställen und Gehegen kamen, sahen sie, dass von dem frischen Gras, das Nashorn Maxwell gestern bekommen hatte, noch eine ganze Menge übrig war, das er nicht geschafft hatte. Larro ging als erste hin und kostete davon. Sie bekam bald Gesellschaft von Mukkoka, Naleku, Roho und Bondeni. Plötzlich kam Maxwell aus seinem Unterstand und ging hinüber, um auch noch etwas davon zu fressen. Bald hatten sich die üblichen Streithähne Roho und Naleku wieder in der Wolle; Roho hatte Naleku Gras aus dem Mund stibitzt, was dieser gar nicht gefiel. Sie ärgerte sich so sehr, dass sie Roho gegen das Gehegetor drückte und dieser anfing zu tröten und zu kollern. Diesmal war es keines der älteren Mädchen, die dazwischen gingen, sondern Maxwell selbst stellte Ruhe und Ordnung wieder her! Er stieß mit seinem Horn gegen das Metall des Tors und sorgte so dafür, dass die erschrockene Naleku Roho wieder losließ. Roho machte sich schnell davon und hielt danach gebührend Abstand von Naleku. Als es dann hinaus in den Wald ging, erspähte Bondeni die Warzenschweine, die sich in Maxwells Gehege schleichen und ihm das Futter streitig machen wollten. Er beschloss, Maxwells Frühstück zu verteidigen und scheuchte die Warzenschweine die ganze Gehegewand entlang bis zurück in den Wald.