Die Waisen im April

Monatsbericht für die Nursery-Gruppe in Nairobi: April 2020

Die Nursery in Nairobi ist zwar immer noch für die Öffentlichkeit geschlossen, aber die Arbeit geht natürlich weiter, so wie an allen Standorten unseres Auswilderungsprogrammes. Jetzt, da der Tagesablauf nicht mehr von der öffentlichen Besucherstunde um 11 Uhr diktiert wird, haben die Waisen auch einmal andere Freßplätze im Park erkundet. Gegen 11 Uhr rennen sie trotzdem zur Suhle und wälzen sich in den aufgeschütteten Erdhaufen. Der April war weitestgehend grau, bewölkt und durchsetzt mit heftigen Regenschauern, so daß die Waisen nicht besonders viel gebadet haben. Stattdessen haben sie sich lieber in der roten Erde gewälzt. „Die Waisen im April“ weiterlesen

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 31.01.2020

Freitag, 31. Januar 2020
Quanza und Shukuru gingen heute voran, während Murera sich im Gebüsch versteckt hatte, wo sie fleißig futterte. Die anderen versuchten, sie dazu zu bewegen mitzukommen, aber sie wirkte recht unwillig. Die Keeper riefen sie etliche Male, bevor sie schließlich mit viel Grün im Mund herauskam und langsam der Herde folgte. Unterwegs konnten die Keeper das Trompeten der wilden Elefanten hören, und sie vermuteten, dass Murera deshalb so zögerlich gewesen war. Sie sorgte dann dafür, dass die Waisen eine andere Richtung einschlugen, weg von den wilden Elefanten, mit denen sie heute wohl nichts zu tun haben wollte.

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 28.01.2020

Dienstag, 28. Januar 2020
Nach der Milchfütterung am Morgen gingen die Waisen zu den Luzernenheupellets weiter. Lima Lima hatte wohl nicht mitbekommen, dass die Keeper schon Pellets verteilt hatten, denn sie ging zum Lager und versuchte, dort welche zu stehlen. Ein Keeper musste ihr hinterher rennen und sie hinaus zu den anderen schicken, die schon fleißig futterten. Als sie dort ankam, war schon nicht mehr viel übrig; Lima Lima ging zu Alamaya, der noch ein Häufchen bei sich liegen hatte, aber er schickte sie weg und wollte sein leckeres Frühstück nicht mit ihr teilen. Quanza und Murera führten dann die Herde zu den Umani-Hügeln, wo sie sich die saftigen Zweige der Bäume schmecken ließen.

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 21.01.2020

Dienstag, 21. Januar 2020
Am Morgen setzte sich Quanza von der Herde ab und graste für sich allein. Als sie zurück kam, schloss sie sich nicht den anderen an, sondern ging langsamer und wollte ihr eigenes Ding machen. Jasiri sah, wie sie nur langsam hinterher kam und wollte ihr Gesellschaft leisten. Als er sich näherte, rannte sie aber weg und gab ihm zu verstehen, dass sie keine Lust auf Gesellschaft hatte. Also ging er wieder zu den anderen und ließ sie in Ruhe grasen. Nach der Mittagsfütterung war sie dann wieder zurück und ging mit Mwashoti zu den Staubhaufen hinüber. Die Keeper dachten, sie wollten ein Staubbad nehmen, aber stattdessen gingen sie weiter zur Salzlecke. Dort stocherte Quanza mit den Stoßzähnen im Boden herum, um sich mit Mineralien zu versorgen. Shukuru nutzte die Gelegenheit, ganz allein am Wasserloch zu sein, und genoss in aller Ruhe ein schönes Bad, bevor die anderen kamen, um sich auch zu wälzen.

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 18.01.2020

Samstag, 18. Januar 2020
Die vier Teilzeit Ex-Waisen Zongoloni, Ziwa, Faraja und Ngasha kamen am Morgen nicht zur Fütterung zur Auswilderungsstation. Lima Lima wollte offenbar nicht ohne Zongoloni losgehen, aber als sie nicht auftauchten, machten sich die Waisen doch irgendwann auf den Weg. Auf dem Weg zu den Kenze-Hügeln hörte Quanza etwas hinter der Herde und drehte sich um, um nachzusehen. Sie fand Ziwa und Faraja vor, die sich ihnen angeschlossen hatten; Ziwa wollte Faraja zu einem Ringkampf überreden, aber Faraja hatte offenbar keine Lust.