Die Waisen im April

Monatsbericht für die Nursery-Gruppe: April 2019

 

Es war unsäglich heiß in der Nursery und wir rechneten jeden Tag mit dem Regen. Die Vegetation wurde täglich trockener und die Waisen müssen jetzt weiter laufen, um genug Futter zu finden. Unsere Kleinsten, Larro und Neuankömmling Kiombo folgten Malima und Sagala auf Schritt und Tritt, und die Beiden entwickelten regelrechte Muttergefühle und waren sehr fürsorglich. Weil sie schon um einiges älter sind, konnten sie an die höher liegenden Äste und Zweige reichen und zogen sie für die Kleineren herunter. Malima ist zwar jetzt freundlicher zu den jüngsten Waisen, aber sie ist immer noch sehr frech und hört auch nicht immer auf die Keeper – genau wie ihr Freund Kuishi. Die beiden feisten Jungkühe werden wohl gegen Ende des Monats nach Tsavo umziehen. Es ist an der Zeit, daß sie von den älteren Elefanten unter deren Fittiche genommen werden und ein paar Manieren lernen. Kuishi versucht bei der Mittagsfütterung immer, die um die Schubkarre verschüttete Milch aufzusaugen und mag es überhaupt nicht, wenn jemand anderes es ihr nachmacht. Zur Fütterung fängt sie auch gerne mal eine Rauferei an, genauso wie wie Kiasa, die kein Stück ruhiger geworden ist. Als Kuishi eines Tages keine verschüttete Milch vorfand, schmiß sie aus Frust alle leeren Flaschen herum! „Die Waisen im April“ weiterlesen

Waisenblogs-Beitrag Ithumba, 28.03.2019

Donnerstag, 28. März 2019
Die Ex-Waisen warteten am Morgen wieder vor den Gehegen auf die Waisen. Malkia, die kleine Babys sehr mag und bestimmt einmal eine tolle Mutter werden wird, ging geradewegs auf Lulu zu, um ihr Hallo zu sagen. Sana Sana und Ndiwa hatten aber bald keine Lust mehr auf das Gedrängel beim Luzernenheu und gaben das Zeichen zum Aufbruch. Mundusi war am Morgen offenbar in Spiellaune und rannte trompetend im Gebüsch herum; es wollte aber niemand so recht mitmachen, und so beruhigte er sich nach einer Weile wieder und begann zu grasen. Enkikwe tat sich mit Galla zusammen und Garzi mit Barsilinga. Gegen Mittag übernahm Ukame das Kommando – offenbar konnte sie es kaum erwarten, zum Schlammbad zu kommen, weil die Sonne unerbittlich schien. Am Nachmittag schlossen sich kurz die Ex-Waisen den Waisen an, als diese zwischen Imenti und Ithumba-Berg grasten. Die kleine Lulu hielt ein Schläfchen auf dem Boden, während ihre Herde sich im Schatten der Bäume ausruhte. Am Abend gingen die Waisen noch einmal am Schlammloch vorbei und kühlten sich begeistert ab.

Waisenblogs-Beitrag Ithumba, 27.03.2019

Mittwoch, 27. März 2019
Nur Buchuma, Melia, Kalama, Tumaren, Kandecha und Chemi Chemi schlossen sich den Waisen am Morgen an. Als Karisa das Zeichen zum Aufbruch zu den Weidegründen gab, verabschiedete sich Buchuma, doch die anderen Ex-Waisen begleiteten ihre jüngeren Freunde. Dupotto und Enkikwe ruhten sich am Vormittag etwas unter einem Baum aus, und Turkwel staubbadete eine Weile, bevor sie weiter graste. Am Nachmittag fand Enkikwe ein paar leckere Pflanzen, an die er wegen seines verletzten Beins nur herankam, indem er sich hinkniete.blieb es heiß, und die Waisen suchten wieder den Schatten der Bäume auf, und auf dem Weg nach Hause gingen sie noch einmal zur Abkühlung an einem Schlammloch am Wegesrand vorbei, bevor sie Sana Sana zurück zu den Stallungen folgten.

Waisenblogs-Beitrag Ithumba, 24.03.2019

Sonntag, 24. März 2019
Siangiki graste heute wieder zusammen mit ihrem langjährigen Freund Olsekki. Sapalan nahm ein Staubbad, das auch Ndiwa, Sana Sana und Malkia anlockte, die mitmachten. Es war sehr heiß, und so sprangen die Waisen nach ihrer Milchfütterung gleich ins Schlammloch. Kauro blieb beinahe stecken, als er an einer ungünstigen Stelle hinein gehen wollte. Als er spürte, dass er im Matsch versank, versuchte er umzukehren, aber das war nicht so leicht. Nach einer Weile hatte er sich schließlich wieder befreit und hielt Abstand zum Schlammloch.

Waisenblogs-Beitrag Ithumba, 20.03.2019

Mittwoch, 20. März 2019
Es war ein ruhiger Morgen, und die Waisen konnten sich ganz dem Luzernenheu widmen. Nur sechs wilde Bullen soffen Wasser, und Bomani und Chemi Chemi, die in letzter Zeit häufig vor den Gehegen übernachten, schlossen sich ihren kleineren Freunden an. Es ist jetzt sehr trocken geworden, sodass es verwunderlich ist, dass die wilden Tiere überhaupt noch etwas finden! Die Waisen taten ihr bestes, zu Fressen zu finden, und Mundusi und Karisa genossen die Rinde von einem Baum, der von wilden Elefanten umgestoßen worden war. Karisa führte dann zur Mittagsfütterung die erste Gruppe an und Pare die zweite. Die Waisen kühlten sich im Schlammloch ab, bevor Sana Sana den Weg zurück zum Grasen vorgab.