Waisenblogs-Beitrag Nursery, 23.12.2017

Samstag, 23. Dezember 2017
Sana Sana und Lasayen machten sich gerade über einen Zweig her, den Ndotto vom Baum geholt und dann liegengelassen hatte, als Ngilia ihn zum Ringkampf aufforderte. Sana Sana hatte allerdings nicht mit Esampu gerechnet, die ankam und sie von hinten schubste. Sie stolperte in Murit hinein, der auch ein Stück des Astes ab haben wollte. Das Hin und Her erregte Godomas Aufmerksamkeit, die die freche Esampu gleich in einen ordentlichen Ringkampf verwickelte. Die Keeper kamen hinzu und trennten die beiden Mädchen voneinander. Esampus schlechte Laune war auch bei der privaten Besuchsstunde noch nicht verklungen; sie versuchte, sich etwas zusätzliche Milch von Ambo zu beschaffen, der sich lautstark darüber beklagte. Das brachte Leitkuh Mbegu auf den Plan, die gerade ankam, um ihre eigene Milch zu trinken. Sie scheuchte Esampu erst einmal von der Gruppe weg, damit sie bei den anderen, die schon ihre Flaschen geleert hatten, graste.

Waisenblogs-Beitrag Nursery, 17.12.2017

Sonntag, 17. Dezember 2017
Um genau 6:30 Uhr am Morgen stieg Shukuru aus dem Umzugs-LKW und war wieder im Waisenhaus in Nairobi angekommen. Sie war lange in Ithumba gewesen, aber hatte die ganze Zeit mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen gehabt. Wenn es irgendetwas gibt, was sie davon befreien kann, dann sind die Chancen, dies zu finden, in Nairobi sicher besser als in dem abgelegenen Teil des Tsavo East Nationalparks. Sie wurde von einigen der Waisen, darunter Malkia, Murit und Lasayen, begrüßt, und Tamiyoi interessierte sich besonders für diesen neuen und sehr großen Waisenelefanten. Mit ihren 8 Jahren sieht Shukuru riesig aus, im Vergleich zu den Babys im Waisenhaus. Tamiyoi berührte sie mit ihrem kleinen Rüssel, und Luggard kam auch heran, um an dem Neuankömmling zu schnuppern. Mbegu, Sana Sana und Malkia hielten Abstand, als ob sie ein wenig eingeschüchtert waren von dem großen Mädchen. Sie scheuten zurück, obwohl Shukuru ihnen Hallo sagen wollte. Kiasas Reaktion sorgte für allgemeine Heiterkeit: sie lief Shukuru hinterher, ging aber immer schnell aus dem Weg, wenn diese sich umdrehte und sie begrüßen wollte!

Waisenblogs-Beitrag Nursery, 15.12.2017

Freitag, 15. Dezember 2017
Kiko naschte heute gerade etwas entfernt von der Waisenherde von einigen Akazien, als vier wilde Giraffen auftauchten. Er schaute sie regungslos an, und eine der Giraffen, die etwas jünger aussah als Kiko, näherte sich, um an ihm zu schnüffeln. Nach ein paar Minuten wurde es Kiko zu unheimlich, und er rannte zu den Elefantenwaisen zurück. Die wilden Besucher schienen etwas ratlos und wurden dann auf die kleinen Elefanten aufmerksam. Ein paar der Mädchen, wie Malima, wollten sie verscheuchen, und dann kamen auch Malkia, Mteto, Kuishi und Godoma dazu. Murit, Ambo, Jotto, Sana Sana und Ndiwa unterstützten sie noch, und so machten die Giraffen wieder kehrt und verschwanden im Park.

Waisenblogs-Beitrag Nursery, 13.12.2017

Mittwoch, 13. Dezember 2017
Esampu zeigte heute bei der öffentlichen Besuchsstunde wieder ihre freche Seite. Sie hatte sich in den Kopf gesetzt, eine zusätzliche Flasche Milch zu ergattern und ließ nichts unversucht. Sie kniete sich sogar neben der Schubkarre hin, um ein paar Tropfen aufzuschlürfen. Dann trat sie nach Mundusi aus, der gerade seine zweite Flasche trank, was diesen allerdings sehr ärgerte. Mit ihm ist nicht zu spaßen, und so schubste er Esampu schnell zu Boden und behielt sie im Schwitzkasten, obwohl sie um Hilfe schrie. Schließlich kam Mbegu dazu und rettete sie. Verärgert schubste Esampu dann Mteto ins Schlammloch, als sie an ihm vorbeiging, bevor die Keeper sie beruhigten. Ngilai kam komplett eingeschlammt aus dem Matsch und rannte am Absperrband entlang, wobei er die Besucher vollspritzte. Sana Sana blieb bis zum letzten Moment im Schlammloch und schlich sich dann, unbemerkt von den Keepern, auf einem anderen Weg durch die Zuschauer hindurch. Dabei gab sie sich alle Mühe, jeden mit Matsch zu versorgen, der sie berührte!