Mittwoch, 23. Oktober 2019
Kiasa und Musiara haben sich so langsam an ihre neuen Gehege gewöhnt. Nachdem sie sich lange dagegen gesträubt hatten, haben sie sich nun wohl damit abgefunden und finden sie sogar so nett, dass sie manchmal abends noch ein wenig dort herumalbern, bevor sie hineingehen. Kiasa versuchte heute, Sattao davon abzuhalten, in sein Gehege zu gehen; vermutlich wollte sie sicherstellen, dass sie als erste ihre Milch bekam! Die Keeper halfen schließlich Sattao und manövrierten Kiasa in ihr Gehege hinein.
Waisenblogs-Beitrag Nursery, 21.10.2019
Montag, 21. Oktober 2019
Morgens gibt es manchmal längere Diskussionen, ob die Waisen Tagwa oder Tamiyoi hinaus in den Busch folgen. Heute wollte Tamiyoi in eine ganz andere Richtung gehen als Tagwa. Diese ließ sich aber nicht beirren, lief einfach weiter und kollerte den anderen zu. Kiombo, Mukkoka, Dololo, Maktao, Luggard, Nabulu und Musiara schlossen sich schließlich Tamiyoi an, und Tagwa nahm Larro, Kiasa, Enkesha, Maisha, Sattao und Ziwadi mit. Möglicherweise formen sich jeweils kleine Gruppen um Tagwa und Tamiyoi, denn die beiden zeigen alle Qualitäten einer Leitkuh. Aber auch wenn sie sich manchmal nicht einig sind, wohin es gehen soll, zollt Tamiyoi doch immer der älteren Tagwa ihren Respekt.
Waisenblogs-Beitrag Nursery, 17.10.2019
Donnerstag, 17. Oktober 2019
Leitkuh zu sein ist nicht einfach, denn als Matriarchin muss die Elefantenkuh sich um vieles in der Herde und um das Wohlergehen ihrer Mitglieder kümmern! Seit Tagwa zur Waisenherde in Nairobi zurückgekehrt ist, hat sie mehr oder weniger automatisch die Rolle der Leitkuh wieder übernommen und die jüngeren Waisen wie Sattao und Larro hören brav auf sie. Tamiyoi ist allerdings auch eine wichtige Persönlichkeit der Herde und scheint etwas liebevoller zu den kleinen Babys zu sein. Larro zum Beispiel genießt es, wenn sie von den älteren Mädchen Zweige von den Bäumen zugesteckt bekommt, wenn sie mit ihnen zusammen unterwegs ist. Tamiyoi ist dabei immer sehr freigiebig und versorgt die kleine Larro mit Zweigen, wenn diese den Rüssel ausstreckt. Tagwa dagegen verteilt weniger Geschenke: beim Grasen stand Larro heute neben Tagwa und griff mit dem Rüssel nach einem Zweig. Das schien Tagwa gar nicht zu gefallen, und sie schob das kleine Mädchen zur Seite und ließ sie schließlich sogar stehen. Die anderen sprangen ein, und auch die Keeper sorgten dafür, dass Larro noch ein paar Zweige abbekam.
Waisenblogs-Beitrag Nursery, 13.10.2019
Sonntag, 13. Oktober 2019
Luggard etabliert sich jetzt als der älteste Bulle der Waisenherde. Als die Waisen sich am Morgen im Wald breit machten, fingen die meisten gleich an zu grasen. Kiombo, Dololo, Maktao und Sattao allerdings vergnügten sich erst einmal Rangeleien und tummelten sich auf dem feuchten Boden. Das erregte Luggards Aufmerksamkeit, aber er schaffte es nicht, sich unter die anderen zu mischen, was ihn ärgerte. Er zeigte seine langen Stoßzähne vor, damit die anderen aus dem Weg gingen, und piekste sogar Sattao, als dieser nicht Platz machen wollte. So hatte er bald das Kommando über die Spiele übernommen. Kiombo, der kleinste der anderen Jungs, bekam es mit der Angst zu tun, als Luggard seine Stoßzähne auf ihn richtete, und er bellte laut auf. Nur Luggards bester Freund Musiara durfte mit ihm spielen, und die beiden nahmen ein ausführliches Schlammbad.
Waisenblogs-Beitrag Nursery, 12.10.2019
Samstag, 12. Oktober 2019
In der Nacht hatte es heftig geregnet, aber die Waisen waren am Morgen trotzdem in Spiellaune. Auf dem Weg hinaus in den Wald tollten sie herum und rollten sich im feuchten Gras herum. Fast alle der älteren Mädchen, Tagwa, Tamiyoi, Maisha, Enkesha, Nabulu und Kiasa machten mit. Tagwa versuchte wieder, auf den anderen herumzuklettern, und sie hatte sich wieder Tamiyoi und Maisha ausgesucht. Schließlich kamen auch Sattao, Dololo, Musiara und Maktao dazu und wollten mitspielen. Tagwa beobachtete sie eine Weile, und als sie begannen, sich auf dem Boden herumzuwälzen, setzte sie sich auf sie und kletterte auf ihren Rücken! Die Jungs ließen sich aber davon nicht aus der Ruhe bringen; sie standen einfach auf und suchten sich ein ruhigeres Plätzchen zum Spielen.

