Waisenblogs-Beitrag Nursery, 09.11.2018

Freitag, 9. November 2018
Manche Menschenkinder können es nicht leiden, wenn sie baden gehen sollen, und so ähnlich ist es mit einigen Elefantenwaisen auch! Wenn sie ihre Milchflaschen leergetrunken haben, rennen manche von ihnen direkt in den Matsch – Ambo und Sattao sind allerdings zwei Jungs, die sich alle Mühe geben, das Schlammloch zu meiden! Als die erste Gruppe heute bei der Milchfütterung war, konnte man sie alle im Schlamm baden sehen – außer Sattao. Sogar Dololo, von dem man erwarten würde, dass er – nach seiner Rettung aus einem sumpfigen Wasserloch – auf Wasserlöcher nicht gut zu sprechen ist, tummelte sich im Matsch. Maisha bekam mit, dass Sattao nicht ins Wasser gehen wollte und rannte daraufhin vom Matschloch zu ihm hin und schuffelte sich an ihm. Offenbar wollte sie ihn so zum Schlammbad animieren! Sattao tat aber sein bestes, ihr aus dem Weg zu gehen. Als Maisha merkte, dass sie keinen Erfolg hatte, rannte sie stattdessen zum Absperrband und verteilte den Matsch unter den Besuchern, so wie es sonst Malima tut.

Waisenblogs-Beitrag Nursery, 03.11.2018

Samstag, 3. November 2018
Bei der öffentlichen Besuchsstunde war das Wetter nicht besonders einladend, und die Waisen scheuten sich, ins kalte Wasser zu steigen. Musiara und Kiasa allerdings wollten den Temperaturen trotzen und gingen ins Schlammloch. Während sie sich herumwälzten standen Sattao, Maktao und Emoli am Rand, schauten zu und konnten sich nicht so recht entschließen, auch hinein zu gehen. Maktao hielt einmal seinen Fuß hinein, aber als er merkte, wie kalt es war, machte er gleich wieder einen Rückzieher.

Die Waisen im November

Monatsbericht für die Nursery-Gruppe: November 2018

 

Unser letzter Neuzugang diesen Monat ist zwar winzig, hat aber trotzdem schon das Zepter in der Hand! Klein Maarifa ist ein Breitmaulnashornbaby aus dem Nashornschutzgebiet im Meru Nationalpark, wo der David Sheldrick Wildlife Trust im letzten Jahr auch die Arbeit aufgenommen hat. Die örtlichen Wildhüter hatten das Kalb aus dem Schlamm geborgen und danach zwei Tage lang versucht, es zu seiner Mutter zurückzuführen – leider ohne Erfolg. Maarifa hat sich sehr schnell in der Nairobi Nursery eingelebt. Breitmaulnashörner sind sehr friedfertige und freundliche Tiere, und so hatte sie schnell das Herz aller Keeper und Elefanten erobert. Seit sie bei uns ist, füllen sich die Seiten im Monatsbericht mit kleinen Geschichten zu ihren Streichen. Es passiert zum Beispiel häufiger, daß sie im Schweinsgalopp in den Busch davon rennt, und die Keeper dürfen sie keine Sekunde aus den Augen lassen! Am Ende eines jeden Gallops, läßt sie sich zu Boden plumpsen und muss erst einmal ein Nickerchen halten. Maarifa wird wie alle Nashornwaisen vor ihr getrennt von den Elefanten aufgezogen werden, aber sie werden sich sicher dann und wann im Wald begegnen. Im Moment wohnt sie im Nachbarstall von Maktao, und die beiden sind sich offenbar sehr sympathisch.

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Waisenblogs-Beitrag Nursery, 30.10.2018

Dienstag, 30. Oktober 2018
Am Morgen begann es zu nieseln, und im Laufe des Vormittags verstärkte sich der Regen immer mehr. Viele der Waisen genossen das Wasser, aber manche von ihnen verkrochen sich lieber unter den Bäumen. Dololo, Mukkoka und Merru sind noch nicht kräftig genug, um dem Wetter zu trotzen, und so wurden sie in ihre Ställe zurück gebracht und konnten da frisches Grünfutter fressen. Giraffe Kiko ging ebenfalls von allein zurück und stellte sich in seinem Stall unter. Nashorn Maxwell war dagegen begeistert – er rollte sich in der feuchten Erde herum und rannte matschbedeckt auf und ab! Kiasa war sehr ruhig und verkroch sich zwischen Ndiwa und Malkia. Sattao genoss mit seinem Kumpel Musiara die Wärme, die Mini-Leitkuh Tagwa ausstrahlte, und gemeinsam stellten sie sich unter einem Baum unter. Die besten Freunde Ambo und Jotto ließen sich von dem Schmuddelwetter jedenfalls nicht beeindrucken; sie trotzten dem Regen und rangelten fleißig miteinander. Ambo war wie üblich der wildere der beiden, während Jotto freundlich wie immer blieb – bei den Keepern hat er auch schon den Spitznamen „sanftmütiger Junge“ bekommen.