Donnerstag, 17. August 2017
Es war bewölkt, und an solchen kühlen Tagen wird immer weniger gespielt als sonst. Vor allem Murera und Mwashoti müssen sich erst aufwärmen, aber wenn sie eine Weile umhergelaufen sind, haben sie keine Probleme mehr. Heute versuchten sie, mit Sonje mitzuhalten, die es ziemlich eilig hatte, zu den Chyulu-Bergen zu kommen. Einige Kraniche flogen über die Köpfe der Waisen hinweg, und Alamaya konnte ihr Flügelschlagen hören, aber sah sie nicht. Er suchte nach der Ursache des Lärms, aber wurde nicht schlau daraus, und auch Lima Lima und Zongoloni war nicht wohl zumute, sodass sie sich mit dem Rest der Waisen in die Büsche flüchteten. Die Keeper wussten aber, dass die Kraniche nur ihre Nester beschützen wollten, damit die Eier darin nicht von den Elefanten zerstampft werden würden.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 16.08.2017
Mittwoch, 16. August 2017
In der Nacht lärmten wieder wilde Elefanten an der Tränke an den Stallungen. Sie hatten ein Baby dabei, das offenbar von einem der Bullen geschubst wurde und daher laut nach seiner Mutter schrie. Als die Keeper das Geschrei hörten, kamen sie aus ihren Zelten, weil sie dachten, Mwashoti oder Alamaya schrien um Hilfe; aber als sie sahen, dass es nur das wilde Baby war, das auf die Tränke klettern wollte, um an das Wasser heranzukommen, waren sie erleichtert. Am Morgen machten sich Zongoloni und ihre Freunde auf zu den Quellen, bevor sie zu den Kenze-Hügeln gingen, wo sie leckere Zweige zum fressen finden würden. Ziwa entwickelt sich seit einiger Zeit zum Lausejunge und rennt immer wieder davon. Die Keeper konnten ihn heute nur mit Mureras und Sonjes Hilfe dazu bringen, bei den anderen zu bleiben.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 15.08.2017
Dienstag, 15. August 2017
Ein riesiger wilder Bulle besuchte heute die Waisen beim Mittagsschlammbad. Er sah sehr durstig aus und war wohl von weit her gekommen, um zu Saufen. Er verhielt sich recht ruhig, und Faraja wollte mit ihm spielen, aber er war einfach zu groß! Ngasha stellte sich neben die beiden, und die Babys sahen winzig aus im Vergleich zu ihm. Sonje, Murera und Jasiri hielten Abstand – sie sahen und witterten ihn nur von weitem und wollten ihm nicht zu nahe kommen. Niemand traute sich ins Schlammloch, da sie alle Angst hatten, im Wasser von seinen riesigen Stoßzähnen umgestoßen zu werden!
Waisenblogs-Bilder Kibwezi, 13.08.2017
Sonntag, 13. August 2017
Alamaya und Sonje sind bereit zum Aufbruch
Die Waisen brechen vom Wasserloch auf
Die Waisen nach einer langen Wanderung an einem Wasserloch
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 11.08.2017
Freitag, 11. August 2017
Einige der Waisen tobten am Morgen trompetend im Gebüsch herum. Auch Sonje war dabei, bis Alamaya hinfiel; er stand aber gleich wieder auf und rannte schnell davon, da Zongoloni ihn von hinten schieben wollte. Die Keeper versuchten, die Babys im Zaum zu halten, damit sie nicht zu weit davonliefen, aber nur Mwashoti hörte auf sie und kam zurück zu Murera, die sich dem Gerenne nicht angeschlossen hatte. Anschließend wurde in den Chyulu-Bergen gegrast, wo den Waisen einige Impalas über den Weg liefen. Das erschreckte ein paar von ihnen – vor allem Quanza und Mwashoti lassen sich sehr schnell von irgendetwas einschüchtern, das ihnen in die Quere kommt.

