Waisenblogs-Beitrag Nursery, 07.01.2020

Dienstag, 7. Januar 2020
Musiara hat, jetzt da er mit den älteren Waisen zur Mittagsfütterung geht, seine alte Freundschaft mit Sattao wieder aufleben lassen. Draußen im Wald tollten die beiden heute bei einem Ringkampf herum. Sie waren so vertieft und ausgiebig mit ihrer Rangelei beschäftigt, dass Tagwa sich nach einer Weile Sorgen zu machen schien dass sie den kleinen Babys zu nahe kommen würden. Sie rannte zu ihnen hinüber und trennte die raufenden Jungs. Als die zwei sie kommen sahen, ahnten sie schon, dass ihr Spiel damit beendet sein würde, und so gingen sie brav wieder grasen.

Waisenblogs-Beitrag Nursery, 05.01.2020

Sonntag, 5. Januar 2020
Mukkoka zog letzten Abend in den Stall neben Naleku um, damit das neue Mädchen etwas Gesellschaft hatte. Das schien allerdings Dololo gar nicht zu gefallen, und er lief die ganze Nacht in seinem Stall auf und ab und wunderte sich, dass sein Freund Mukkoka nicht mehr da war. Daraufhin machte sich wiederum Roho Sorgen, weil sein Nachbar Dololo so unruhig war! Die beiden kollerten und trompeteten die ganze Nacht und fanden keinen so richtigen Schlaf. Naleku dagegen freute sich und hielt sich die ganze Nacht an der Wand zwischen ihrem und Mukkokas Stall auf; so konnte sich sich gut entspannen. Am Morgen hatte Mukkoka dann eine treue Freundin, denn Naleku folgte ihm draußen im Wald, wohin er auch ging. Maisha und Tagwa gesellten sich auch dazu, und alle gaben sich die beste Mühe, dass es Neuling Naleku gut ging.

Waisenblogs-Beitrag Nursery, 02.01.2020

Donnerstag, 2. Januar 2020
Als Ziwadi am Morgen aus ihrem Stall kam, schienen die anderen sehr erfreut zu sein, sie zu sehen; sie waren am Abend zuvor alle schon in ihren Gehegen gewesen, als die Keeper sie zurückgebracht hatten. Nabulu, die sonst eigentlich wenig mit Ziwadi zu tun hat, kam herbei gerannt und begrüßte sie. Auch Maisha, Tagwa, Kiasa, Musiara und Tamiyoi tätschelten sie und kollerten freudig, als sie in den Wald gingen. Ziwadi blieb heute den ganzen Tag bei der Herde und fühlte sich offenbar so wohl bei ihren Freunden, dass sie gar nicht davon ging wie sie es sonst häufig tut.

Waisenblogs-Beitrag Nursery, 01.01.2020

Mittwoch, 1. Januar 2020
Enkesha grast häufig abseits der anderen, und auch heute war sie wieder auf eigene Faust unterwegs. Dabei merkte sie gar nicht, wie die Keeper und der Rest der Herde zu einer anderen Stelle weitergingen. Als sie schließlich feststellte, dass gar niemand mehr da war, fing sie an, hektisch nach den anderen zu suchen, und man konnte sie aus der Ferne tröten und kollern hören. Musiara versuchte zu kollern, um sie zu rufen, aber es war nicht laut genug. Erst als Tagwa und Tamiyoi bemerkten, dass Enkesha fehlte, kollerten sie so laut, dass Enkesha es hören konnte und wusste, wohin sie kommen musste. Sie kam erleichtert herbei gerannt und wurde überschwenglich von Maisha und Sattao begrüßt, die sich freuten, sie wiederzusehen.

Tagwa und Tamiyoi ziehen nach Voi um

(übersetzt aus dem englischen Original; alle Bilder © Sheldrick Wildlife Trust)

Mitte 2019 zog Nachwuchs-Leitkuh Tagwa aus dem Waisenhaus in Nairobi in die Auswilderungsstation in Voi um. Sie verbrachte allerdings nicht viel Zeit dort, denn schon kurz nach ihrer Ankunft zeigte sich, dass einer ihrer Stoßzähne schief wuchs, was zu einer Infektion und großen Schmerzen führte. Dadurch verlor die arme Tagwa von Tag zu Tag an Gewicht, und so wurde sie zurück nach Nairobi gebracht, wo sie besser medizinisch behandelt werden und sich erholen konnte. Acht Monate später ist sie nun wieder ganz die alte und bereit für einen neuen Anlauf für ihren Weg zurück in die Wildnis! Am 11. März – fast vier Jahre nach ihrer Rettung als kleines Waisenkalb – trat sie erneut die Reise nach Voi an.
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