Mittwoch, 5. Juni 2019
Sattaos Charakter scheint sich etwas zu wandeln – er wird zunehmend selbstbewusster. Normalerweise bleibt er immer in der Nähe von Tagwa und seinem guten Freund Musiara, aber nach der Fütterung um 9 Uhr begann er heute Ambo zum Ringkampf herauszufordern! Die beiden spielten eine Weile, bis Ambo zum Umzugstraining ging. Bei der 11-Uhr-Fütterung rangelte dann Sattao mit etlichen anderen. Er begann mit Maktao, ging dann zu Enkesha und Kiasa, bevor er schließlich noch mit Musiara spielte. Er kam vor lauter Ringkämpfen nicht einmal dazu, ins Schlammbad zu gehen, bevor es wieder Zeit war, zurück in den Busch zu gehen.
Waisenblogs-Beitrag Voi, 04.06.2019
Dienstag, 4. Juni 2019
Waisen und Keeper warteten heute gespannt auf die Neuankömmlinge aus Nairobi. Nach der morgendlichen Fütterung hingen sie eine ganze Weile an der Auswilderungsstation herum, bevor sie schließlich in der Nähe anfingen zu grasen. Kurz vor der Ankunft von Tagwa, Sagala und Emoli brachten die Keeper die milchabhängigen Waisen zur Milchfütterung zurück zu den Stallungen. Nachdem der Umzugs-LKW angekommen war und Emoli, Tagwa und Sagala ausgestiegen waren, bekamen sie erst einmal etwas Milch, bevor Mbegus Gruppe zu ihnen stieß und sie begrüßte. Ndotto versuchte gleich, etwas von Emolis Milch zu stehlen, und dieser rannte davon, weil er nicht wusste, was all diese Elefanten von ihm wollten! Mbegu hielt sich etwas zurück, damit die anderen die Neulinge kennenlernen konnten. Als sie angefangen hatten, sich über die Luzernenheupellets her zu machen, näherte sich Kenia mit ihren Kollegen. Ngilai versuchte, Tagwa auf den Rücken zu klettern, wurde aber von den Keepern abgehalten. Arruba und Embu waren ziemlich aufgeregt und sprangen erst einmal ins Wasserloch. Am Nachmittag besuchte die ganze Herde das Baobab-Wasserloch, und einige von ihnen nahmen ein Schlammbad. Eine wilde Herde kam dazu, hielt aber Abstand, als sie die Keeper sah; diese hielten sich daraufhin zurück, damit die wilden Elefanten zum Saufen kommen konnten. Emoli, Tagwa und Sagala hielten sich dicht bei den Keepern. Es war bewölkt, und so mussten sich die drei Neulinge nicht gleich mit dem heißen Wetter, das typisch ist für Tsavo, anfreunden. Dies ist einer der Gründe, warum die Umzüge normalerweise nach der Regenzeit stattfinden.
Waisenblogs-Beitrag Nursery, 04.06.2019
Dienstag, 4. Juni 2019
Heute war der große Tag für Tagwa, Emoli und Sagala gekommen, an dem sie nach Voi umziehen sollten. Die Keeper waren schon um 2:30 Uhr auf den Beinen, um ihre Milchflaschen und den Transporter vorzubereiten. Gegen 3 Uhr stiegen die drei dann ein, was ohne große Probleme vonstatten ging. Die Keeper hatten sich Sorgen gemacht, weil Emoli am Tag zuvor nicht hatte einsteigen wollen, aber am Morgen machte er keinerlei Schwierigkeiten. Um 3:15 Uhr konnte die Fahrt nach Voi dann losgehen. Anders als bei Malima, Kuishi und Mapia waren die anderen Waisen sehr laut! Sie trompeteten und kollerten, während Tagwa, Emoli und Sagala einstiegen, und Mukkoka, Larro, Kiasa und Maktao lärmten am meisten von allen. Sie beruhigten sich erst wieder, als der LKW abgefahren war und sie etwas Milch bekommen hatten. Am Tag draußen im Feld schienen sie dann ihre Freunde zu vermissen; sie rannten immer wieder zurück zu ihren Keepern und blieben in ihrer Nähe. Enkesha, Tamiyoi und Maisha müssen jetzt die Rolle der Mini-Leitkühe übernehmen.
Waisenblogs-Beitrag Nursery, 02.06.2019
Sonntag, 2. Juni 2019
Für fünf weitere Waisen hat jetzt das Umzugstraining begonnen: Jotto, Ambo, Tagwa, Sagala und Emoli. Sie waren größtenteils recht entspannt dabei, nur Tagwa und Jotto wollten nicht so recht. Jotto traute sich nicht einmal in die Nähe des Transporters! Jedesmal, wenn er an Nabulus Gehege vorbeikam, schien er den Braten zu riechen und machte wieder kehrt, um in den Wald zurück zu rennen.
Waisenblogs-Beitrag Nursery, 31.05.2019
Freitag, 31. Mai 2019
Früh am Morgen war einiges los im Waisenhaus, denn um 2:30 begannen die Vorbereitungen für den Umzug von Malima, Kuishi und Mapia nach Ithumba. Diese drei werden nun den nächsten Schritt hin zu ihrer Auswilderung gehen. Alle Waisen bekamen aber etwas von all der Aktivität mit; Maktao und Kiasa waren die ersten, die bemerkten, dass die Keeper mitten in der Nacht auf Achse waren, und sie kollerten und bellten herum und scheuchten damit auch die anderen auf. Kiasa wollte sich gar nicht wieder beruhigen und rannte in ihrem Gehege herum. Gegen 3 Uhr war alles bereit, und die drei Umzügler wurden aus ihren Gehegen zum Transporter geführt, wo ihre Milch auf sie wartete, genao wie im Umzugstraining. Es lief alles nach Plan, und Malima, die am Anfang noch kritisch gewesen war, wann immer es ums Einsteigen ging, war schon vor den anderen beiden in ihrem Abteil und schien auch nichts weiter dagegen zu haben, dass das Tor hinter ihr geschlossen wurde. Um 3:20 Uhr ging es dann los und Malima, Kuishi und Mapia verließen das Waisenhaus, um ihr neues Leben in Ithumba zu beginnen. Als die anderen dann am Morgen herauskamen versammelten sie sich draußen im Wald und schienen sich alle zusammen zu beratschlagen. Tagwa und Sagala nahmen Larro in ihre Mitte. Die ganze Herde war bedächtig unterwegs, und sie grasten den ganzen Tag ruhig in kleinen Gruppen.

