Mittwoch, 5. Dezember 2018
Die Abwesenheit von Sana Sana, Ndiwa und Malkia ist spürbar im Waisenhaus. Die Waisen gehen nicht mehr so weit in den Wald hinein wie zuvor, sondern bleiben eher in der Nähe der Keeper, denn Tagwa und Kuishi sind nicht so für weitere Spaziergänge zu haben. Jotto und Mapia, die vorher ein wenig im Schatten von Malkia, Sana Sana und Ndiwa standen, scheinen etwas aufzublühen und vertragen sich gut mit Tagwa und Kuishi. Draußen im Wald spielte heute Jotto mit Tagwa und Mapia mit Kuishi. Offenbar gefällt es ihnen, nicht mehr von den älteren Mädchen gesagt zu bekommen, was sie zu tun haben! Auch Tagwa sieht sehr zufrieden aus und kümmert sich sehr gut um die ganze Herde. Als ihre älteren Artgenossen noch da waren, haben sie ihr häufig nicht so viel Freiraum gelassen, und sie zog sich dann immer zurück. Sie ist ein sehr friedliebendes Mädchen, das keine Rangeleien mag; wenn sie jemand ärgert, geht sie normalerweise einfach davon, anstatt einen Streit vom Zaun zu brechen.
Waisenblogs-Bilder Nursery, 04.12.2018
Dienstag, 4. Dezember 2018
Sagala nach der Abreise von Sana Sana
Kuishi im Wald
Tagwa geht auf dem Weg zum Schlammbad voraus
Waisenblogs-Beitrag Nursery, 04.12.2018
Dienstag, 4. Dezember 2018
Früh am Morgen war es Zeit für Sana Sana, Ndiwa und Malkia, die Reise nach Tsavo anzutreten. In den frühen Morgenstunden verabschiedetens sich die Keeper in Nairobi von ihnen, und Sana Sana und Malkia stiegen als erste in den Umzugs-LKW ein. Das ging recht reibungslos, aber Ndiwa wollte nicht so recht mitmachen! Als das Tor hinter ihr geschlossen werden sollte, machte sie noch einmal einen Schritt rückwärts und drückte es mit dem Hintern wieder auf. Ein zweiter Versuch war dann aber erfolgreich, und so waren bald alle drei unterwegs in ihre neue Heimat. Dort sollen sie in Zukunft auswildern, um wieder so zu leben, wie es sich für sie gehört – in der freien Wildnis. Die Waisen, die in Nairobi geblieben waren, blieben den ganzen Tag über zusammen, und Tagwa passte gut auf sie auf. Sagala, die sehr gut mit Sana Sana und Ndiwa befreundet und häufig mit ihnen unterwegs gewesen war, vermisste offenbar ihre Freunde. Sie verbrachte den ganzen Tag nahe bei Tagwa und Kuishi.
Waisenblogs-Beitrag Nursery, 27.11.2018
Dienstag, 27. November 2018
Manchmal kommt Kiasas alte Ungezogenheit wieder durch, vor allem, wenn es darum geht, soviel Milch wie möglich zu ergattern! Nachdem sie heute bei der 9-Uhr-Fütterung ihre eigenen knapp 2 Liter leergetrunken hatte, eilte sie hinüber zu Dololo, der gerade in aller Ruhe seine Portion trank. Sie tat erst so, als wollte sie nur unschuldig vorbei gehen, aber im letzten Moment schlug sie einen Haken und verpasste Dololo einen heftigen Schubser! Der arme Dololo ist noch etwas schwächlich und verlor die Balance, aber ihr Überraschungsangriff erwischte auch den Keeper auf dem falschen Fuß, sodass ihm die Flasche aus der Hand rutschte und einiges verschüttet wurde. Er hatte sich aber schnell wieder gefangen, während Dololo sich noch aufrappelte, und scheuchte Kiasa davon, um sich in Ruhe um Dololo kümmern zu können. Damit hatte Kiasa aber noch nicht genug, und sie versuchte es sogar noch bei Tagwa! Diese kennt sie aber schon gut und ist außerdem auch groß genug, die Flasche so hoch halten zu können, dass Kiasa nicht herankommt. Schließlich gab Kiasa auf und machte sich ins Gebüsch davon, wo sie auf den grasenden Maktao traf. Aus lauter Frust ging sie zu ihm und biss ihn in den Schwanz, was einen neuerlichen Streit zwischen diesen beiden Babys nach sich zog!
Waisenblogs-Beitrag Nursery, 26.11.2018
Montag, 26. November 2018
Das Wetter ist gerade sehr wechselhaft in Nairobi und es regnet viel. Heute Morgen war es sehr kühl und der Himmel war bewölkt, sodass die ganz Kleinen Mukkoka und Dololo ihre Decken tragen mussten, damit sie warm blieben. Die anderen jüngeren Waisen wie Kiasa, Maktao und Musiara suchten Schutz bei den älteren. Maktao blieb die ganze Zeit dicht bei Tagwa, Musiara hielt sich an Sana Sana, und Kiasa, obwohl sie die frechste von allen ist, fand Unterschlupf bei Malkia. Ndiwa, die eigentlich auch alt genug ist, Mini-Leitkuh zu sein, ist ein sehr unabhängiger Elefant und grast häufig abseits der anderen. Bei strömendem Regen stellen sich die Waisen unter den Bäumen mit den größten Blättern unter. Nur Jotto und Mapia trotzten heute dem Wetter und grasten weiter, als wäre nichts geschehen. Ab und zu stocherten sie mit ihren Stoßzähnen in der lockeren Erde herum.

