Waisenblogs-Beitrag Voi, 09.02.2019

Samstag, 9. Februar 2019
Als die Waisen am Morgen an der Nordseite des Mazinga-Bergs ankaman, trafen sie auf Mbirikani, die am Vorabend an den Stallungen gewesen war. Sie sagte ihnen Hallo, aber Kenia schien es nicht besonders zu gefallen, dass sie sich ihrer Herde anschloss. Mbegu, Godoma und Ndotto berüsselten Mbirikani ausführlich und wollten sie kennenlernen, denn sie waren noch nicht in Voi gewesen, als sie vor einem Jahr in die Wildnis zurückkehrte. Mbirikani blieb den ganzen Vormittag bei den Waisen und folgte ihnen zum Baobab-Wasserloch.

Waisenblogs-Beitrag Voi, 08.02.2019

Freitag, 8. Februar 2019
Die Waisen spielten am Morgen nicht weiter an den Stallungen, sondern folgten gleich Naipoki und Lentili zur Südseite des Mazinga-Bergs, sich von dort in Richtung Norden voran zu grasen. Kihari blieb versehentlich zurück und musste einen kurzen Sprint einlegen, um den Anschluss nicht zu verpassen. Da es bewölkt und kühl war, besuchten die Waisen das Wasserloch heute gar nicht und verpassten auch die wilde Herde, die am Nachmittag dort Wasser soff. Am Abend wurde es aber aufregend: kurz vor 19 Uhr tauchte Mbirikani, die vor über einem Jahr zusammen mit Ajali ausgewildert war, an den Stallungen auf! Sie löschte an der Tränke ihren Durst und begrüßte die Waisen in ihren Gehegen kollernd. Sie blieb schließlich die ganze Nacht da und futterte zusammen mit ihren alten Freunden.

Waisenblogs-Beitrag Voi, 07.02.2019

Donnerstag, 7. Februar 2019
Ndii hat sich sehr gut mit Mbegus kleiner Gruppe angefreundet und rangelte am Morgen mit Ndotto. Ishaq-B würde auch gern Leitkuh der kleinen Waisen werden und schaute den beiden eine Weile zu, bevor sie sich einmischte, um selbst mit Ndotto zu spielen. Dieser kletterte auf einen Felsen, um es besser mit seiner neuen Gegnerin aufnehmen zu können.

Waisenblogs-Beitrag Voi, 02.02.2019

Samstag, 2. Februar 2019
Am Baobab-Wasserloch leistete heute eine wilde Kuh mit einem kleinen Kalb den Waisen Gesellschaft. Diese versuchten, an das Kalb heranzukommen und mit ihm zu spielen, aber es wollte nicht so recht klappen. Sie versuchten sogar, Tahri als Köder zu benutzen, um das Kalb anzulocken, aber kaum hatten die beiden wilden Elefanten ihren Durst gelöscht, gingen sie davon. Den Waisen blieb nur, mit dem Rest der Herde zu spielen. Ein junger Elefant wollte Rorogoi herausfordern, aber sie schreckte zurück. Panda dagegen genoss einen längeren Ringkampf mit einem der jüngeren Bullen. Als die Herde schließlich wieder aufbrach, machten sich auch die Waisen wieder auf. Arruba war als vorletzte zurück geblieben und bellte laut auf, als sie merkte, dass Ndoria hinter ihr war – vermutlich dachte sie, sie wollte ihr in den Schwanz beißen!

Die Waisen im März

Monatsbericht für die Nursery-Gruppe: März 2019

 

Diesen Monat ereilte uns ein weiterer Schicksalsschlag: Unser kleiner Sonnenschein, Breitmaulnashornbaby Maarifa, ist gestorben. Seither ist die Stimmung verständlicherweise düster, auch dann noch, als ein weiterer kleiner Elefant aus der Masai Mara zu uns kam, dessen Mutter dem Konflikt zwischen Wildtier und Mensch zum Opfer fiel. Das kleine Kälbchen wurde mit Aufmerksamkeit überschüttet, weil sich alle mit etwas Schönem ablenken wollten. Daher ging die Eingewöhnung für den kleinen Bullen ungwöhnlich schnell und er wird bald ins Waisenprogramm aufgenommen werden. Seit Dame Daphne die Formel für die Ersatzmilch zur Aufzucht von Waisenelefanten entwickelt hat, konnten wir 244 Elefanten auswildern. Aber trotz all dieser Erfahrungen und Erfolge, trifft uns der Tod eines unserer Schützlinge jedes mal hart. „Die Waisen im März“ weiterlesen