Mittwoch, 9. Oktober 2019
Es regnete den ganzen Tag, und die Waisen freuten sich über jede Menge Gelegenheiten, sich in der feuchten und matschigen Erde herumzuwälzen. Ziwa und Zongoloni alberten in der Nähe von Shukuru herum, die sich gerade am Boden herumrollte. Sie zog sich lieber zurück und gab auch acht, Ngasha und Faraja nicht zu nahe zu kommen, die gerade miteinander rangelten. Sie ging lieber zu den Keepern, die sich mit Murera, Mwashoti und Lima Lima unter den großen Bäumen untergestellt hatten.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 03.10.2019
Donnerstag, 3. Oktober 2019
Es ist schwierig vorherzusagen, wann die Waisen in der Auswilderungsstation in Umani Springs wohl ihre Rückkehr in die Wildnis vollendet haben werden. Seit einiger Zeit werden vor allem Ziwa und die älteren Jungs immer unabhängiger. Heute machten sich Faraja und Zongoloni auf und nahmen Ngasha, Jasiri, Ziwa und Lima Lima mit zu ihren wilden Freunden. Auch am Nachmittag wollten sie sich noch nicht wieder von ihnen verabschieden! Lima Lima kam dann als erste gegen Mitternacht zurück zur Auswilderungsstation, und Zongoloni tauchte etwas später auch auf. Die Keeper ließen die beiden herein, und sie legten sich bald schlafen. Die vier Jungs verbrachten die Nacht allerdings draußen in den Chyulu-Bergen und stießen erst am nächsten Tag zur Mittagsfütterung wieder zur Waisenherde.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 29.09.2019
Sonntag, 29. September 2019
Am Abend blieben Ziwa und Faraja wieder draußen bei ihren wilden Freunden. Spät in der Nacht kamen sie dann zur Auswilderungsstation zurück und wurden von den Keepern der Nachtschicht herein gelassen. Milch gab es allerdings keine mehr, doch das schien sie auch nicht weiter zu kümmern – sie geduldeten sich bis zum Morgen.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 28.09.2019
Samstag, 28. September 2019
Am frühen Morgen kam eine wilde Herde zur Auswilderungsstation und war neugierig auf die Waisen. Zongoloni und Quanza reckten die Hälse, um sie von drin zu sehen, und Ziwa und Faraja wurden sehr ungeduldig und stießen gegen die Gehegewände, weil sie ihre wilden Freunde begrüßen wollten. Die Keeper waren noch dabei, die Milch für die morgendliche Fütterung zuzubereiten, aber Ziwa wollte nicht auf seine Flasche warten. Er stieß so heftig gegen die Holzpfosten seines Geheges, dass die Keeper ihm das Tor öffneten und er eilig hinaus rannte. Es gab ausgiebige Begrüßungsszenen – fast als ob sich alle schon lange kennen würden! Dann ging die ganze Gesellschaft hinaus in den Wald, während der Rest der Waisen an den Stallungen zurückblieb und sich erst einmal der Milch widmete.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 26.09.2019
Donnerstag, 26. September 2019
Als Ziwa am Morgen herauskam, jagte er laut trompetend den Pavianen hinterher. Er nutzte die Gelegenheit, um sich gleich aus dem Staub zu machen; er wusste, dass die Keeper ihn zurückrufen würden, aber er wollte heute wieder einmal auf eigene Faust losziehen. Die anderen versuchten, ihn zu finden, aber vergeblich. Bei der Mittagsfütterung kamen aber dann alle Waisen wieder zusammen. Sie spielten schön im Schlammbad und matschten sich ordentlich ein, wobei Shukuru sich wie üblich ein Plätzchen für sich suchte. Als sie sah, wie die Jungs aus dem Wasserloch herauskamen, ging sie hinein und badete noch einmal ausführlich, ohne von den anderen gestört zu werden.

