Freitag, 15. März 2019
Zongoloni rannte am Morgen direkt zu der Stelle, an der die Waisen immer die Luzernenheupellets bekommen, aber die Keeper hatten noch keine dorthin gebracht. Also futterte sie ein paar Reste vom Vortag, die noch dort lagen, bis ein Keeper mit der Schubkarre voller frischer Pellets kam. In letzter Zeit sind viele wilde Elefanten aus den umliegenden Dörfern zurück in die Chyulu-Berge getrieben worden, sodass es gerade sehr viele Elefanten im Wald gibt. Die Waisen trafen heute sechs riesige Bullen; sie sind unberechenbar, sodass die Keeper genug Abstand hielten. Ziwa ging zu einem von ihnen, der seinen Rüssel auf Ziwas Rücken ablegte. Er wollte dann mit dem Bullen spielen, aber dieser drehte sich um und schubste ihn, sodass Ziwa lieber wieder zurück zu den Waisen rannte und sich von Murera trösten ließ.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 11.03.2019
Montag, 11. März 2019
Die wilden Bullen, die die Waisen besuchen, gewöhnen sich immer mehr an sie. Lima Lima ist immer die erste, die sie begrüßt, und manchmal gefällt es ihnen so gut bei den Waisen, dass sie gar nicht so schnell wieder gehen wollen. Heute wurde Ngasha wohl etwas eifersüchtig auf einen von ihnen und ging zu ihm, um ihn zu schubsen. Er hatte allerdings nicht daran gedacht, dass er viel größer und stäker als er war, und wurde prompt zurück in den Wald gescheucht. Ziwa hörte ihn um Hilfe schreien, und zusammen mit Faraja rannte er zu ihm. Als sie ihn unter einem Baum, unter dem er sich versteckte, gefunden hatten, beruhigten sie ihn wieder, aber wussten auch nicht so recht, was sie tun sollten.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 09.03.2019
Samstag, 9. März 2019
In letzter Zeit kommen immer häufiger wilde Elefanten zu Besuch. Letzte Nacht hörte Mwashoti sie am Wasserloch saufen und trompetete laut los, um es die anderen Waisen wissen zu lassen. Ziwa antwortete, indem er noch lauter trompetete, und die Keeper wachten auf und kamen aus ihrem Zelt um nachzusehen. Sie sahen, wie die wilden Elefanten wieder im Wald verschwanden, nachdem sie die Tränke geleert hatten; auch ein paar winzige Babys waren dabei! Am Morgen gingen die Waisen dann unter dem Kommando von Lima Lima und Quanza den Pfad entlang, den ihre wilden Freunde immer benutzen. Sie trafen aber niemanden, obwohl jede Menge Dung zu finden war.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 04.03.2019
Montag, 4. März 2019
Am Wasserloch landeten heute die Kraniche mit ihrem Nachwuchs, um dort nach Grashüpfern zu suchen. Quanza und Ngasha wollten sie nicht in der Nähe haben und versuchten, sie zu verscheuchen. Jedesmal, wenn sie ihnen nahe genug kamen, flogen die Vögel kurz auf, sodass die Elefanten ins Leere liefen. Ngasha und Faraja schafften es irgendwie, den Vögeln zu folgen, aber Ziwa und Sonje trompeteten nur herum, ohne dass sie viel ausrichten konnten. Es wurde ein heißer Tag, und vor allem den Albinos machte die Hitze zu schaffen, sodass sie nach Möglichkeiten zum abkühlen suchten. Jasiri und seine Freunde machten sich an der Wasserleitung zu schaffen, aber die Keeper brachten sie wieder davon ab und gingen mit ihnen zum Wasserloch. Dort genossen sie schließlich ein Schlammbad, bevor sie sich einstaubten und danach wieder zu den Stallungen zurück gingen.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 27.02.2019
Mittwoch, 27. Februar 2019
Heute lieferte ein Wassertransporter frisches Wasser für die Wasserlöcher, die etwas ausgetrocknet waren, nachdem wilde Elefanten und Büffel das gesamte Wasser gesoffen hatten. Als Lima Lima das Fahrzeug sah, rannte sie ihm entgegen, und nachdem ihr klar wurde, dass es frisches Wasser brachte, fing sie an, direkt aus dem Ausfluss zu saufen! Ziwa sah sie und schloss sich ihr an, und bald war der Transporter von lauter Rüsseln umgeben, die sich nach dem leckeren Nass streckten!

