Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 01.08.2018

Mittwoch, 1. August 2018
Viele wilde Elefanten mit kleinen Kälbern besuchten am Morgen das Wasserloch an den Stallungen. Es wurde getrötet und in den Büschen raschelte es unentwegt. Lima Lima, die immer die aufmerksamste von allen ist, hatte sie zuerst bemerkt. Die wilde Herde wusste nicht so recht, was sie von den Keepern halten sollte, aber nachdem sie überzeugt waren, dass von ihnen keine Gefahr ausging, ließen sie den Waisen ihren Platz, bevor sie selbst zum Saufen kamen. Die kleinen Kälber durften zuerst ans Wasser, denn sie sahen sehr durstig aus. Als Ziwa und Faraja ihre wilden Artgenossen witterten, streckten sie ihre Rüssel nach ihnen aus, um sie besser wahrnehmen zu können. Als die Elefanten ihren Durst gelöscht hatten, machten sie sich wieder auf den Weg, mit den kleinen Babys unter den Bäuchen ihrer Mütter.

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 28.07.2018

Samstag, 28. Juli 2018
In der Nacht wurde ausführlich trompetet, und als am Morgen die Tore geöffnet wurden, kam Sonje gleich herausgerannt. Auf dem Weg zu den Quellen schloss sich Osama, der wilde Bulle, wieder den Waisen an. Shukuru und Lima Lima gaben sich alle Mühe, ihn auf Distanz zu halten, als er versuchte, an die älteren Waisen heranzukommen. Die Herde musste ständig auf der Hut sein, und auch die Keeper mussten ab und zu vor ihm davonrennen und konnten die Babys gar nicht so richtig im Auge behalten. Shukuru und Murera kamen kaum zum fressen, und so beschlossen die Keeper schließlich, die Waisen zurück zu den Stallungen zu bringen, damit sie in Sicherheit vor dem zudringlichen Bullen waren. Dort konnten sie dann in Ruhe Luzernenheupellets und geschnittenes Grün futtern. Murera als Leitkuh war nicht gerade begeistert, den Tag auf dem Gelände der Stallungen zu verbringen, und auch Ziwa stieß missmutig gegen die Gehegewände; Ngasha beruhigte ihn aber dann.

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 24.07.2018

Dienstag, 24. Juli 2018
Shukuru war die erste, die herauskam, als die Tore am Morgen geöffnet wurden. Ziwa hielt am Haupttor an und wollte den anderen hinter ihm den Weg versperren. Dann verlegte er sich darauf, jeden mit den Stoßzähnen in den Hintern zu pieksen! Als allerdings Sonje mit Alamaya angelaufen kam, machte er sich davon – er wusste genau, dass Sonje ihm nicht erlauben würde, den kleineren Bullen zu ärgern! Nach der Mittagsmilch badeten die Waisen, aber nur ein paar von ihnen gingen ganz hinein; die meisten planschten nur ein wenig mit den Füßen im Wasser, weil es ihnen zu kalt war. Ziwa wollte sich zwischen die wälzenden Babys quetschen, hatte es aber nicht leicht, an Murera vorbei zu kommen, die gut auf Mwashoti aufpasste.