Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 03.10.2019

Donnerstag, 3. Oktober 2019
Es ist schwierig vorherzusagen, wann die Waisen in der Auswilderungsstation in Umani Springs wohl ihre Rückkehr in die Wildnis vollendet haben werden. Seit einiger Zeit werden vor allem Ziwa und die älteren Jungs immer unabhängiger. Heute machten sich Faraja und Zongoloni auf und nahmen Ngasha, Jasiri, Ziwa und Lima Lima mit zu ihren wilden Freunden. Auch am Nachmittag wollten sie sich noch nicht wieder von ihnen verabschieden! Lima Lima kam dann als erste gegen Mitternacht zurück zur Auswilderungsstation, und Zongoloni tauchte etwas später auch auf. Die Keeper ließen die beiden herein, und sie legten sich bald schlafen. Die vier Jungs verbrachten die Nacht allerdings draußen in den Chyulu-Bergen und stießen erst am nächsten Tag zur Mittagsfütterung wieder zur Waisenherde.

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 30.09.2019

Montag, 30. September 2019
Jasiri und Faraja belebten heute ihre alte Rivalität wieder. Faraja hatte ein paar leckere Zweige gefunden, und er ging damit zu Jasiri hinüber. Der versuchte erst, sie ihm wegzunehmen, und dann drehte er sich um und griff nach Farajas Schwanz, wie er es früher immer getan hatte. Faraja ist allerdings nicht mehr der kleine Junge, der er einmal war, und wehrte sich, um nicht in den Schwanz gebissen zu werden. Die beiden rangelten eine gefühlte Ewigkeit miteinander, und Faraja hielt sich tapfer gegen Jasiri. Irgendwann hatte er ihn sogar zu Boden gerungen, als Jasiri im Matsch ausgerutscht war. Diese Gelegenheit ließ sich Faraja nicht entgehen, und er kletterte auf Jasiri herum, sodass dieser nicht mehr aufstehen konnte. Lima Lima und Zongoloni mussten dazukommen und die beiden Streithähne trennen.

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 28.09.2019

Samstag, 28. September 2019
Am frühen Morgen kam eine wilde Herde zur Auswilderungsstation und war neugierig auf die Waisen. Zongoloni und Quanza reckten die Hälse, um sie von drin zu sehen, und Ziwa und Faraja wurden sehr ungeduldig und stießen gegen die Gehegewände, weil sie ihre wilden Freunde begrüßen wollten. Die Keeper waren noch dabei, die Milch für die morgendliche Fütterung zuzubereiten, aber Ziwa wollte nicht auf seine Flasche warten. Er stieß so heftig gegen die Holzpfosten seines Geheges, dass die Keeper ihm das Tor öffneten und er eilig hinaus rannte. Es gab ausgiebige Begrüßungsszenen – fast als ob sich alle schon lange kennen würden! Dann ging die ganze Gesellschaft hinaus in den Wald, während der Rest der Waisen an den Stallungen zurückblieb und sich erst einmal der Milch widmete.

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 19.09.2019

Donnerstag, 19. September 2019
Am Morgen standen die Buschböcke und Paviane in den Startlöchern und warteten darauf, Reste der Luzernenheupellets abzubekommen. Als die Waisen gerade aufbrechen wollten, versuchten ein übereifriger Pavian und ein Buschbock sich ein paar Pellets zu schnappen. Lima Lima tat sich schnell mit Alamaya und Zongoloni zusammen, um sie zu verscheuchen. Auch Murera und Sonje machten schließlich mit, und zusammen mit Lima Lima trompeteten sie laut und wirbelten Staub auf. Sie jagten den Pavianen hinterher, die wieder die Bäume hinauf flüchteten – ihnen blieb nichts anderes übrig als zu warten, bis die Keeper mit ihren Schützlingen weg waren.

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 17.09.2019

Dienstag, 17. September 2019
Heute waren die Waisen ganz wild auf ihre Milch. Mwashoti und Zongoloni hatten im Nu ihre Flaschen ausgetrunken und pirschten sich an die noch vollen Flaschen heran. Mwashoti war gierig wie sonst nur Lima Lima und hatte es auf die Flaschen abgesehen, die für Sonje und Murera bestimmt waren. Schließlich erwischte er Sonjes Flasche und hatte ein paar Schlucke getrunken, bevor ein Keeper sie ihm wieder abnehmen konnte. Sie musste mit etwas Wasser aufgefüllt werden, damit sie wieder voll war; das schmeckte Sonje gar nicht, und sie trank sie nicht einmal ganz aus. Sie kümmerte sich nicht weiter um ihre verwässerte Milch, sondern ging lieber zum Schlammbad, um sich mit den anderen im Matsch zu wälzen.