Newsletter aus Kenia / die Eli-Waisen im Juli

Nairobi Nursery:

Am 14. Juli bekamen wir in der Nairobi Nursery Zuwachs von der Mpala Ranch im Laikipia District in Nord-Kenia. Einige Tage zuvor war offenbar eine Herde von Norden her auf die Ranch gekommen, viele der Tiere von Schusswunden durchlöchert, und ein Bulle war so schwer am Kopf verletzt, dass er wie betrunken umher taumelte. Seit auf der CITES Konferenz im Jahre 2002 die Entscheidung zur Lockerung des internationalen Handelsverbots für Elfenbein gefallen war, hat es einen eindeutigen Aufschwung in der Wilderei gegeben, besonders in Nord-Kenia, und unser neuester Nursery-Zögling, der kleine, etwa 9 Monate alte „Napasha“, ist offensichtlich eines der Opfer. Nach seiner Ankunft wurde er von Wendi und Tomboi argwöhnisch beäugt, denn er ist genauso groß wie sie, wenn nicht noch etwas größer. Aber die winzige Sunyei, die der verspielteste kleine Eli von allen ist, raste sofort auf ihn zu und schloss Freundschaft mit ihm. Und Olmalo, der Sunyei vergöttert, schloss sich gleich an. Schon bald entschied auch Tomboi, dass es eine gute Sache sein musste, noch einen Jungen in der Herde zu haben, auch wenn er etwas größer war. Und sobald Wendi gemerkt hatte, dass er für ihre Position als Mini-Matriarchin der Nursery-Gruppe keine Gefahr war, begrüßte auch sie ihn freundlich in der Herde. Selengai, die ein sehr unabhängiger kleiner Elefant ist, der macht, was er will, und nur an der Milchflasche interessiert ist, tat so, als würde sie den Neuankömmling gar nicht sehen, und dachte nur an die nächste Fütterung! Sie ist sehr gewachsen und strotzt vor Gesundheit, ein pausbäckiger Wonneproppen.

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Newsletter aus Kenia / die Eli-Waisen im Juni

Nairobi Nursery

Freitag, der 18. Juni,  war ein großer Tag in unserer Nairobi Nursery, denn an diesem Tag sollten Seraa, Mpala und Morani die Nursery verlassen und die lange Reise zurück in die Welt der Elefanten im Tsavo East National Park antreten. Die 19 Monate alte Seraa ist jetzt rund und gesund. Mpala war bei seiner Ankunft aus Laikipia offenbar doch etwas älter als wir dachten, denn er trägt schon stolz seine winzigen Stoßzähne zur Schau, die ihn als Zweijährigen ausweisen, und Morani, der im vergangenen April im Alter von 18 Monaten traumatisiert und mit eitrigen Schusswunden hier eintraf, hat sich zu einem überaus freundlichen kleinen Elefanten gemausert, seine Wunden sind inzwischen verheilt. Da er von den dreien der jüngste ist, wird er in der Tsavo-Gruppe das kleinste Baby sein und somit die privilegierte Position einnehmen, die bisher Solango hatte.

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Newsletter aus Kenia / die Eli-Waisen im Oktober

Nairobi Nursery:

Vor ein paar Wochen hat die Regenzeit begonnen. Für einige unserer Kleinsten war es der erste Regen, den sie jemals erlebt haben, und sie konnten nicht so recht etwas damit anfangen. Aber dann verursachten doch die Pfützen und der Schlamm eine riesige Aufregung. Die Babys rannten umher, jagten mit quietschendem Trompeten einige Warzenschweine, die vor ihnen wegrannten – ganz so, als wollten sie ihnen einen Gefallen tun…

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Newsletter aus Kenia / die Eli-Waisen im September

Nairobi Nursery:

Freitags ist ein besonders hektischer Tag: Dann werden die Babys mit Kokosnuss-Öl eingerieben. Manche mögen das gar nicht – besonders Burra. Wenn er das-Öl riecht, dann rennt er weg, und wenn man ihn ruft, läuft er nur noch weiter weg. Thoma, Seraa und Solango haben normalerweise kein Problem damit, aber manchmal sträuben auch sie sich, so dass die Keeper sie austricksen müssen: Sie bekommen einen Eimer mit Wasser zum Spielen – dann schaffen es die Keeper.

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