Die Rettung von Ndiwa

Am 21. März 2017 wurde ein weibliches Elefantenkalb im Alter von etwa 16 Monaten von einem der Piloten des DSWT gesichtet. Er war gerade auf einer Routine-Patrouille im südlichen Teil des Tsavo East Nationalparks unterwegs und sah das Kalb im Irima-Gebiet.

 

 

Nachdem der Pilot, Neville Sheldrick, einige Male um sie herum geflogen war und die Gegend vergeblich nach Elefantenherden abgesucht hatte, setzte er seine Patrouille fort – jedoch nicht ohne das Anti-Wilderei-Team des DSWT in Burra zu benachrichtigen, das zusammen mit Wildhütern des KWS und einigen Keepern aus Voi in die Gegend fuhr und das Elefantenmädchen weiter beobachtete. Auch sie durchforsteten die Umgebung nach Anzeichen ihrer Herde, aber der ausgemergelte Zustand des Kalbs sowie die Tatsache, dass weit und breit keine Elefanten in Sicht waren, ließ nur den Schluss zu, dass dringend etwas getan werden musste. Nachdem sie überzeugt waren, dass sie definitiv verwaist war, starteten sie zusammen mit dem KWS eine Rettungsaktion. Es war nicht leicht, das Kalb einzufangen, denn das kleine Mädchen war sehr verängstigt und lief erst einmal zwei Kilometer in die falsche Richtung, bevor die Helfer es einholen und unter Kontrolle bringen konnten. Sie schien äußerst durstig zu sein und war sehr ausgetrocknet – offensichtlich war sie schon ziemlich lange ohne ihre Mama unterwegs gewesen. Dementsprechend bekam sie vom Rettungsteam auch als allererstes ausreichend Rehydrierungsflüssigkeit.
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SIMBABWES WILDER NORDEN

Nach 20.000 Kilometern endlich im Paradies

 

Erleben Sie ein Afrika-Abenteuer der besonderen Art. Zu Fuß unterwegs in der Wildnis, ohne Ranger, ohne Guide und ohne Gewehr, ganz alleine – Auge in Auge mit Löwen und Elefanten, Flusspferden, Hyänen und Büffeln. Benno Werner kennt den Busch und seine Gefahren seit vielen Jahren. Für ihn sind hautnahe Begegnungen mit wilden Tieren an der Tagesordnung. „SIMBABWES WILDER NORDEN“ weiterlesen

MAPP sagt Danke

MAPP

Das „Matusadona Anti-Poaching Project“, das im Norden Simbabwes, im Matusadona National Park, am Südufer des Karibasees aktiv ist, hat seinen Jahresbericht für 2016 veröffentlicht. Wie schon in den vorhergehenden Jahren, war es auch in diesem Jahr, allen Schwierigkeiten zum Trotz, wieder sehr erfolgreich. Insgesamt konnten 174 Wilderer verhaftet werden. 159 von Ihnen wurden bereits dem Haftrichter vorgeführt und verurteilt, Es konnten 5 Tonnen Fisch, 400 kg Bushmeat und 37 kg Elfenbein sichergestellt werden.

MAPP ist ein privates Projekt, das auf Spendengelder angewiesen ist. Die Aufwendungen für die Mitarbeiter und die Fahrzeuge beliefen sich 2016 auf etwas mehr als 80.000 US$. Etwa 25% davon stammt von REAeV. Kevin Higgins, der Leiter von MAPP, bedankte sich für die Spenden aus Deutschland und betonte, wie wichtig diese Gelder seien. Ohne sie wäre ein nachhaltiger Schutz der Elefanten kaum möglich. Ja, es wäre nicht einmal möglich, die Wilderer zu verurteilen, da die Zeugen, ohne die tatkräftige Unterstützung von MAPP, nicht in der Lage wären, vor Gericht zu erscheinen. Ohne Zeugen müssten die Verbrechen wieder auf freien Fuß entlassen werden – so, wie das bis vor wenigen Jahren, ohne die Unterstützung durch REAeV. noch sehr häufig der Fall war.

 

Unterstützen Sie MAPP mit einer Spende:

Spendenkonto:
Hypo Vereinsbank
IBAN: DE30200300000621918283
BIC: HYVEDEMM300

Verwendungszweck: MAPP

Die Waisen im Juni

Monatsbericht für die Nursery-Gruppe: Juni 2017

 

Das Großereignis diesen Monat war der Abschied von Ukame, Wanjala und Galla, die Anfang Juni in unsere Auswilderungsstation nach Ithumba im Nationalpark Tsavo-Ost umgezogen sind. Es hat ein bißchen gedauert, aber irgendwann hat sich Ukame auf den Lkw-Anhänger getraut und konnte umziehen. Am Tag zuvor waren alle drei Waisen nervös und mißtrauisch und mußten auf den Anhänger gelockt werden. Zum Schluß waren sie aber pünktlich um 3.30 Uhr morgens auf dem Weg. Am nächsten Tag waren Mbegu, Maramoja, Pare, Lasayen, Rapa, Ndiwa und Mundusi einen traurigen Eindruck, waren ganz geknickt und schienen ihre älteren Freunde zu vermissen. An diesem Tag fraßen sie alle ganz in der Nähe ihrer Keeper und niemand wollte sich weit von der Gruppe entfernen. Später im Juni hatten sich Maramoja, Ndiwa, Mundusi und Mteto zusammengefunden und wurden wieder zusammen beim Grasen gesehen, jetzt unter Anführung von Maramoja und Ndiwa. „Die Waisen im Juni“ weiterlesen