Ithumba Dezember 2016

Donnerstag, 1. Dezember 2016
Am Morgen war es nass, nachdem es in der Nacht einen heftigen Regenschauer gegeben hatte. Wie immer fraßen die Waisen kurz Luzernenheu, bevor Laragai das Zeichen zum Aufbruch zu den Weidegründen gab. Sokotei graste zusammen mit Bongo, und Bomani mit Laragai. Der Rest des Vormittags verlief ruhig, und die Waisen konnten ungestört futtern.
Zur Schlammbadzeit schlossen sich ihnen Yattas und Mulikas Gruppen an. Lualeni versuchte, eine Milchflasche zu stehlen, wurde aber von den Keepern daran gehindert. Yatta streckte ihren Rüssel aus und begrüßte Garzi, Bomani, Boromoko und Orwa. Nachdem sie ihre Milch getrunken hatten, gingen Narok und Laragai die kleine Gawa babysitten, aber sie gaben auf, als Meibai und Yetu dazukamen und versuchten, sie wegzuschieben. Nach einer halben Stunde machten sich die Ex-Waisen wieder auf den Weg. Am Nachmittag ging die Waisenherde zum Grasen zum Kanziku-Gebiet, und ab und zu wälzten sie sich im Schlamm kleiner Wasserlöcher.

Sokotei frisst zusammen mit Bongo

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Nairobi Nursery Dezember 2016

Donnerstag, 1. Dezember 2016
Es ist bekannt, dass ein satt gefressener Löwe kein Interesse an anderen Tieren seines üblichen Speiseplans hat, auch wenn sie ihm sehr nahe kommen. Heute Nachmittag grasten die Waisenelefanten gerade, als sie ein Warzenschweinjunges schreien hörten. Es kam den Elefanten entgegen gerannt, und ein Löwe war hinter ihm her! Die Raubkatze schien sich aber keine allzu große Mühe zu geben, sondern wollte das Ferkel offenbar nur ärgern und so tun, als ob er es jagen wollte. Die Warzenschweinmutter rannte hinterher und versuchte, ihr Kleines zu retten. Das Drama kam zu einem abrupten Ende, als die mutige Kamok, die Löwen nicht leiden kann, aus dem Gebüsch hervor kam und den Löwen verscheuchte. Er rannte weg und verschwand im Dickicht, und das kleine Warzenschwein konnte wieder zu seiner Mutter.
Heute war es bereits am frühen Morgen sehr heiß und bei der privaten Besuchsstunde um 15 Uhr trank Malima schnell ihre Milch aus und nahm Ambo, Jotto und Mbegu mit ins Schlammloch. Kurz darauf schloss sich ihnen auch Godoma an, und sie und Mbegu tauchten vom Kopf bis zur Schwanzspitze im Matsch unter. Mbegu erlaubte den Kleinen, auf ihrem Rücken herumzuklettern und in den Schlamm zu rutschen. Schließlich verließen sie alle das Schlammloch und gingen sich bei einem Staubbad abtrocknen. Daraufhin beschlossen Ndotto und Lasayen, hinein zu gehen und spielten selber – sie spielten Fußball und machten Kopfstand im Matsch! Am Ende gaben sie das Fußballspielen auf und gingen zu Ndottos Lieblingsspiel über – Rangeln und Klettern.

Die süße Malima gibt den Weg vor

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Die Rettung von Luggard

Dieses kleine Kalb hatte einen sehr traumatischen Start ins Leben, als es gerade erst ein paar Monate alt war. Es hatte mit zwei Schusswunden zu kämpfen, eine an seinem linken Fuß, und die andere hatte sein rechtes Bein direkt oberhalb des Kniegelenks zerschmettert. Der kleine Bulle wurde das erste Mal am 31. März 2016 von einem DSWT-Piloten gesehen, der gerade auf einem Patrouillenflug zur Bekämpfung der Wilderei über dem Tsavo East Nationalpark unterwegs war.

 


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Die Rettung von Malima

Am 30. Oktober um 6:30 Uhr erhielt Trevor Jennings vom DSWT einen Anruf von einem Wildhüter des Tsavo East Nationalparks. Dieser berichtete von einem Babyelefanten, der vor der Aruba-Lodge zusammengebrochen war. Sofort fuhr ein Team an die Stelle und fand das junge Kuhkalb auf einem Hügel aus Erde, die aus einem Wasserloch ausgehoben worden war, auf der Seite liegend vor. Sie sah sehr hilflos aus, reagierte gar nicht und schien dem Tode nah zu sein. Wegen der extremen Dürre bietet die Landschaft kaum noch Futter in der Nähe von Wasser, sodass Elefantenherden schmerzvolle und herzzerreißende Entscheidungen treffen müssen: Ihnen bleibt nichts anderes übrig, als ihre geliebten Familienmitglieder, die nicht mehr mit dem Rest der Herde mithalten können, zurückzulassen, damit die Herde noch weit genug wandern kann, um genug Futter zu finden. Dieses Kalb war so ein Fall – zu schwach um weiterzugehen.

 

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Die Rettung von Malkia

In den weiten Ebenen Tsavos war viele Jahre lang eine majestätische alte Elefantendame zu Hause, die man immer gut an ihren beeindruckenden Stoßzähnen erkennen konnte. In diesem Jahr allerdings, in dem nach spärlichem Regen im April und Mai die Trockenzeit besonders lang und hart ausfiel, forderten die schwierigen Bedingungen ihren Tribut auch von dieser alternden Elefantenkuh. Sie wurde gefunden, nachdem sie zusammengebrochen war, mit einem jungen Kalb an ihrer Seite.

 

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