Voi November 2016

Dienstag, 1. November 2016
Am Morgen war es bewölkt und es regnete ein wenig, als sich die Waisen zur Milchfütterung versammelten, bevor sie zu ihren geliebten Luzernenheupellets, Ergänzungsfutter und Kopra gingen. Kurz darauf kamen Lesanju, Taveta, Tassia, Dabassa, Sinya und Kivuko an und leisteten ihnen beim Fressen Gesellschaft. Lempaute, Mzima und Layoni fehlten in der Gruppe. Nachdem sie gefressen hatten, stellte sich Mudanda dicht neben ihre ehemalige Adoptivmama Lesanju. Lesanju ist ein sanftmütiger und freundlicher Elefant, und so graste Mudanda heute noch ein wenig mit ihr zusammen. Als sie in den Weidegründen waren, führte allerdings Kenia ihre Herde von den Ex-Waisen weg, die weiter in den Park hinein gingen, um zu grasen. Die beiden Herden trafen sich dann heute nicht noch einmal.

Lentili genießt das Schlammbad

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Ithumba November 2016

Dienstag, 1. November 2016
Es war ein ruhiger Morgen. Die Waisen kamen aus ihren Gehegen, nachdem sie ihre Milch getrunken hatten und trafen auf Sugutas Ex-Waisen-Gruppe, der sie sich beim Luzernenheu anschlossen. Suguta und Narok schienen sich zu unterhalten, und wir fragten uns, ob Suguta vielleicht Narok überzeugen wollte, sich ihnen beim Leben in der Wildnis anzuschließen. Zurura kam dazu und fraß auch mit, bevor die Ex-Waisen wieder in den Busch aufbrachen. Später führte Boromoko, einer unserer jüngeren Schützlinge, die Waisen zum Grasen. Narok und Shukuru warfen Erdhäufchen in die Luft, von denen manche auf ihren Köpfen landeten. Beim Grasen kletterte Bomani auf Sirimon, und auch Orwa und Sokotei spielten miteinander. Kithaka kratzte sich an einem Felsen, während Shukuru sich auf dem Boden herumrollte.
Später schloss sich ihnen ein wilder Bulle an, bevor sie zum Schlammbad aufbrachen; Sokotei gab den Weg vor. Dort angekommen, zeigte Olsekki, wie schlau er ist, als er ohne Hilfe seine Milchflasche aufhob und austrank. Es war sehr heiß, und alle Waisen spielten im Schlamm, sogar Kithaka und Orwa, die sonst das Bad nicht besonders mögen. Sie kamen im Gänsemarsch wieder heraus und begaben sich zum Staubbad, um in der Erde zu spielen. Schließlich brachen sie wieder zu den Weidegründen auf. Es blieb heiß, und alle versuchten, so viel zu fressen wie sie konnten. Sokotei brachte die Waisen am Abend nach Hause zurück. An den Stallungen kamen Wendis Gruppe und ein paar wilde Bullen vorbei, die Wasser soffen und danach wieder aufbrachen.

Narok und Mutara tratschen an den Stallungen

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Nairobi Nursery November 2016

Dienstag, 1. November 2016
Die Waisen machten es sich am Morgen im Wald gemütlich, und Ngilai, Ndotto, Sana Sana, Lasayen, Murit und Godoma waren alle in Spiellaune, rannten herum und jagten den Warzenschweinbabys hinterher. Die winzigen Warzenschweine machten es ihnen aber nicht leicht und verschwanden immer wieder im Gebüsch, sodass Ngilai und seine kleinen Kollegen protestierend trompeteten, weil sie ihnen nicht folgen konnten. Plötzlich kamen die Warzenschweinbabys, verwirrt von dem vielen Tröten und Stampfen, aus dem Dickicht gerannt und flitzten zwischen Ndottos Beinen hindurch, wobei sie lustige Grunzgeräusche von sich gaben. Das erschreckte Ndotto ordentlich, und er flüchtete sich zu Oltaiyoni und dem Rest der Herde. Sein Geschrei schreckte auch die restlichen Waisen der Gruppe auf, und sie rannten ihm hinterher. Als sie bei der Herde ankamen, standen sie alle zusammen und stellten die Ohren auf; sogar die Kleinen, Jotto, Ambo, Tamiyoi, Esampu und Malkia machten große Ohren, verkrochen sich aber ganz in der Mitte der Gruppe, zwischen Roi, Mbegu, Oltaiyoni, Kamok, Kauro und Maramoja. Oltaiyoni marschierte los, um herauszufinden, was die ganze Aufregung sollte, war aber froh als sie sah, dass es nur die Warzenschweine waren. Sie trompetete ihnen laut zu und trat mit Staub nach ihnen, um sie zu verscheuchen, und ging dann zu ihrer Waisenherde zurück.

Ngilai hat am Morgen seinen Spaß

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Die Rettung des von einem Auto angefahrenen Elefants ‚Ajali‘ in Tsavo

Die Elefantenkuh, die wir Ajali genannt haben, wurde das erste Mal am 2. November beobachtet, nachdem sie auf der Schnellstraße nach Mombasa von einem Auto angefahren worden war. Vermutlich ist das in der Nacht passiert, als ihre Herde die Straße überquerte, um zur anderen Seite des Parks zu gelangen. Das Unglück geschah in der Nähe der Tsavo-Brücke, wo es einen Durchgang für Elefanten in der neuen Bahnstrecke gibt. Bei dieser Überquerung, die wohl sehr dramatisch ablief, muss sie angefahren worden sein und dabei leider ihre Herde verloren haben.

Ajali bei der ersten SichtungAjalis Verletzungen

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Ex-Waise Emily wird wegen einer Pfeilwunde behandelt

Zwischen den Nationalparks Tsavo East und Tsavo West liegt ein Schutzgebiet auf dem Gelände einiger benachbarter Farmen, dessen Wasserloch täglich von wilden Herden bestehend aus über 200 Elefanten besucht wird, die kommen und gehen. Eine bestimmte Herde verließ das Wasserloch aber nie, wie am späten Nachmittag des 12. Oktober festgestellt wurde. Die Manager des Schutzgebietes bemerkten, dass eine der Kühe immer wieder dicht an den Zaun herankam und irgendwie traurig aussah, gerade so als ob sie um Hilfe bitten würde. Sie spürten, dass etwas nicht stimmte und schauten sie sich etwas genauer an. Dabei entdeckten sie ein Objekt, das aus ihrer Seite ragte. Sofort wurde das vom DSWT finanzierte mobile Tierarzt-Team gerufen, doch da es schon fast dunkel war, wurde beschlossen, am nächsten Tag zu handeln.

Das Anti-Wilderei-Team des Schutzgebietes war früh am Morgen auf den Beinen, um den Spuren der Herde zu folgen. Sie gingen ihnen durch den Busch hinterher bis zurück zum Wasserloch, wohin die Kuh inzwischen mit ihrer Herde zurückgekehrt war. Sie wollten wegen der großen Hitze dort saufen, und nun stand sie erneut nachdenklich am Zaun herum. Als das Tierarzt-Team vor Ort war, stellten sie mit Erstaunen fest, dass es sich bei der Kuh um Ex-Waise Emily und bei der Herde um die Ex-Waisen handelte!

Emily am SchlammbadEmily mit ihrer Herde
Die Pfeilwunde, von Schlamm bedecktDas Tierarzt-Team untersucht Emily
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