Annabelle, eine Elefantenwaise in Simbabwe, braucht Ihre Hilfe!

Annabelle ist eine von fünf Elefantenwaisen, die in der Zimbabwe Elephant Nursery (ZEN) ein neues Zuhause gefunden haben. ZEN ist Teil von Wild Is Life, einer von Roxy Danckwerts gegründeten und bereits seit 18 Jahren etablierten Auffangstation für verwaiste, verlassene und verletzte Wildtiere in Harare. Mit der Rettung des Elefantenbabys Moyo im Februar 2014 wurde ZEN gegründet. Moyo wurde von ihrer Herde verlassen, da sie wahrscheinlich nicht mithalten konnte. Da Moyo bei ihrer Rettung nur 56 kg wog, wird vermutet, dass sie eine Frühgeburt war. Aber sie hat ein Kämpferherz und überlebte und mit ihr wurde die Zimbabwe Elephant Nursery gegründet, die einzige anerkannte und legale Elefantenaufzuchtstation für Elefantenwaisen in Zimbabwe.

 

Annabelle war Teil einer Gruppe von drei Elefanten (Annabelle, Matabele und Kukurukura), die im Juli 2015 von der Zimbabwe Parks and Wildlife Management Authority (ZimParks) zur Rehabilitation und späteren Wiederauswilderung an ZEN übergeben wurde. Diese drei Elefanten hatten sehr traumatische Erfahrungen gemacht, bevor sie in die ZEN kamen. Alle hatten vor ihrer Ankunft im Elefantenwaisenhaus schwere Verletzungen erlitten. Annabelle, die bei ihrer Ankunft ca. 3 Jahre alt war, fehlt ein großer Teil ihres Rüssels, was ihr das Fressen und die Futtersuche erschwert. Außerdem fehlt ihr Schwanz. Man vermutet, dass diese Verletzungen durch einen Löwen verursacht wurden, als sie noch ein Elefantenbaby war. Trotz traumatischer Erfahrungen und posttraumatischer Belastungsstörungen hat sie sich sehr gut erholt und ist ein sehr fröhliches Elefantenmädchen. Sie ist sehr intelligent und neugierig und ihr Spitzname ist „Vermittlerin“, denn als ältestes Mädchen in der Herde hat sie die Rolle der Mini-Matriarchin übernommen. Sie passt auf ihre kleine Herde auf. Und obwohl sie selbst noch ein Kind ist, sorgt sie dafür, dass sich Sizi und Moyo nicht zu weit entfernen, dass Matabele und Kura sich nicht gegenseitig wehtun und dass die Keeper immer in der Nähe sind, um sie alle zu beschützen.

Annabelle
Annabelle

Annabelle’s erste Operation:-  „Annabelle, eine Elefantenwaise in Simbabwe, braucht Ihre Hilfe!“ weiterlesen

Die Waisen im Juni

Monatsbericht für die Nursery-Gruppe: Juni 2016

Die Rolle der „schlimmen Jungs“ hatten bis letzten Monat Olsekki und Enkikwe inne. Seit die Beiden aber in unsere Auswilderungsstation nach Ithumba umgezogen sind, haben Sokotei, Boromoko, Tusuja und Sirimon diese „Lücke“ gefüllt, und das mit voller Inbrunst. Den ganzen Monat über haben sie sich um leckere Knollengewächse gerangelt, während Kauro und Dupotto jetzt schon früh morgens mit Scheinangriffen und Büscheklopfen beginnen. Nur die Freundschaft von Boromoko und Kauro scheint langsam zu schwinden, denn Boromoko wird zunehmend dickköpfig.

 

Straußennachwuchs Pea wollte sich den Waisenelefanten beim Grasen und Spielen anschließen, aber wurde von den älteren Kühen davon abgehalten. Besonders am 17. Juni war Leitkuh Oltaiyoni unerbittlich darum bemüht, sie vom Schlammbad fernzuhalten, und selbst ausgefeilte Tricks wie das Vortäuschen von Fressen brachten Pea nicht weiter. Letzten Endes bekam Pea ihren Willen, als die Keeper Oltaiyoni zur Räson riefen. „Die Waisen im Juni“ weiterlesen

Ithumba Juni 2016

Mittwoch, 1. Juni 2016
Die Ex-Waisen waren früh am Morgen an den Stallungen. Als sich die Tore für die Waisen geöffnet hatten, ging Lenana hinein, um sie zu begrüßen. Sie traf auf Narok, und sie umschlangen zur Begrüßung ihre Rüssel. Olsekki, Siangiki und Enkikwe gingen zur Tränke hinunter, wo drei wilde Bullen Wasser soffen. Die drei Neulinge hoben ihre Rüssel, um die wilden Bullen zu erschnuppern, drehten sich dann aber um und gingen wieder davon. Orwa forderte Makena zu einem Kräftemessen heraus, während Lualeni sich hinlegte und Wiva erlaubte, auf ihr herumzuklettern. Wiva war sehr verspielt, und nachdem sie mit Lualeni gespielt hatte, ging sie zu den Waisen, die mit dem Luzernenheu beschäftigt waren. Ab und zu tat sie so, als würde sie mit aufgestellten Ohren den Waisen drohen. So spielte sie mit Olsekki, Laragai und Bomani. Danach schaute sie bei einer Rangelei zwischen Lenana und Narok zu. Wiva versuchte, ihren Rüssel nach oben zu strecken, um mit Lenana zu kommunizieren, doch sie konnte Lenanas Mund nicht erreichen. Also gab sie auf und folgte Enkikwe zur Tränke.
In den Weidegründen kniete sich Enkikwe hin, um einen Busch mit dem Mund zu entwurzeln, was er zuvor mit dem Rüssel nicht geschafft hatte. Die Waisen hatten einen ruhigen Vormittag und konnten sich ganz aufs Grasen konzentrieren. Zur Schlammbadzeit gesellten sich 20 wilde Bullen und die Ex-Waisen zu ihnen. Teleki forderte Makena zu einem Kräftemessen heraus. Vuria wollte sich einmischen, doch Makena schob ihn weg, sodass Teleki mit ihr spielen konnte. Bomani versuchte, Kithaka zu einer Rangelei zu überreden, indem er seinen Rüssel festhielt, doch Kithaka ließ sich nicht darauf ein, sondern riss sich von Bomani los und ging davon. Bomani ging dann zu Chaimu und begann, mit ihm zu rangeln. Er ergab sich aber sehr schnell, nachdem er heftig von Chaimu geschubst wurde. Kurz vor dem Aufbruch lernte Teleki noch ein paar Kampftechniken, indem er Kenze herausforderte. Laragai hing hinterher, weil sie noch mit Wiva spielte, als die anderen schon wieder in den Busch aufbrachen. Die Keeper mussten sie rufen, damit sie nicht mit den Ex-Waisen verschwinden würde. Laragai folgte dem Ruf der Keeper und schloss sich wieder ihren Freunden an. Am Nachmittag graste Olsekki mit Vuria, und am Abend unterbrachen Orwa, Narok und Teleki das Grasen und nahmen ein Staubbad.

Makena spielt mit Teleki

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Die Behandlung einer Pfeilwunde von Ex-Waise Makireti

Am 6. Juli 2016 waren unsere Keeper in Ithumba schockiert, als Ex-Waise Makireti mit einem vergifteten Pfeil, der ihr in der Seite steckte, zu den Stallungen zurückkehrte. Widerhaken an dem Pfeil verhinderten, dass er leicht entfernt werden konnte, und so kontaktierten die Keeper den DSWT/KWS-Tierarzt in Tsavo, Dr. Poghon. Da Makireti nur einen kleinen Stoßzahn hat und der zweite nie herausgekommen ist, verwunderte uns umso mehr, dass sie Opfer eines solchen Angriffs geworden war. Wir behielten Makireti über Nacht in einem Gehege, und am nächsten Morgen flog Neville Sheldrick, einer der Busch-Piloten des DSWT, zum MWCT-Forschungszentrum, wo sich Dr. Poghon gerade aufhielt, um einem Problemlöwen ein Tracking-Halsband anzulegen. Dr. Poghon wurde um 7:50 Uhr abgeholt und nach Ithumba geflogen, und Benjamin holte ihn vom Flugfeld ab und brachte ihn zu den Stallungen, wo Makireti auf ihre Behandlung wartete.

Makireti hat eine PfeilwundeDer Pfeil hat Widerhaken
Inzwischen hatten sich Makiretis Freunde an den Stallungen versammelt, um sie zu besuchen. Ihnen war klar, dass sie ein Problem hatte, und sie machten sich Sorgen um sie. Da war Olares Herde, bestehend aus Olare, Melia, Kibo, Tumaren, Kandecha, Kalama, Chemi Chemi, Murka, Kitirua und Naisula. Makiretis eigene Gruppe, die teilweise zu Olares Herde gehört, nämlich Kilabasi und Kasigau, waren auch dabei. Auch Chaimu, Kilaguni und Mutaras Gruppe mit Mutara, Suguta, Kanjoro, Turkwel, Kainuk und Sities waren da.

Als Dr. Poghon ankam, waren einige der Waisen schon wieder weg, sodass nur noch Kilabasi und Kibo die Patientin babysitteten. Dr. Poghon ging sofort ans Werk und betäubte Makireti im Gehege. Kurz darauf schlief sie im Stehen ein, sodass das Team sie nur noch vorsichtig antoßen musste, um sie auf die Seite zu legen, und die Behandlung konnte beginnen. Kibo stand während der ganzen Zeit neben ihr, berührte sie mit seinem Rüssel und stieß sie vorsichtig mit dem Fuß an, um sie zu wecken. Dabei störte er aber das behandelnde Team nicht, denn er wusste, dass sie ihr helfen würden. Es war nicht leicht, den Pfeil zu entfernen, denn er hatte eine Rippe getroffen und sich dabei verbogen. Das war allerdings auch Glück, denn die Verletzung wäre weitaus schlimmer gewesen, wäre der Pfeil in den Brustkorb eindrungen.

Dr. Poghon betäubt und behandelt MakiretiKibo versucht vorsichtig, Makireti zu wecken
Die Wunde schien sehr frisch zu sein und hatte sich noch nicht entzündet. Da erst kürzlich getrocknetes Blut aus der Wunde entfernt wurde, sah es so aus, als wäre Makireti tatsächlich erst am Tag zuvor verletzt worden. Warum auf sie geschossen wurde, ist uns nicht klar, denn sie hat nur einen sehr kurzen Stoßzahn. Unsere Anti-Wilderei-Teams waren vor diesem Vorfall schon sehr aktiv gewesen, und nun haben wir ein weiteres Team dazugeholt, um die nördliche Gegend Tsavos noch gründlicher zu durchkämmen. So sollte den Wilderern eine Falle gestellt werden, damit sie verhaftet werden können. Als Makireti schließlich wieder aufwachte, blieb sie mit ihren Freunden Kibo und Kilabasi in der Nähe der Stallungen. Gegen Mittag fühlte sie sich aber schon wieder fit und blieb bei den Ex-Waisen, statt mit den abhängigen Waisen zu den Stallungen zurückzukehren. Die Wunde heilt gut, dank der rechtzeitigen Behandlung, und sie wird wieder völlig gesund werden.

Kibo bleibt an ihrer SeiteDer Pfeil hat eine Rippe getroffen und konnte daher glücklicherweise nicht in den Brustkorb eindringen
(übersetzt aus dem englischen Original)

Bericht von Kevin Higgins, Vorsitzender MAPP (Matusadona Anti Poaching Project)

Im Park gab es einen urplötzlichen Anstieg der Wilderei und wir wissen, dass mindestens zwei sambische Banden und eine simbabwische Bande im Park operieren. Diese Informationen bekamen wir durch Informanten und durch Kamerafallen, die im gesamten Park aufgestellt wurden (siehe Foto, offensichtlich haben diese Männer noch nie vorher eine Kamerafalle gesehen). Diese Kamerafallen sind Teil eines Raubtier-Erhebungsprojektes und sie sind an viel genutzten Pfaden positioniert.

 

Wir setzten vorletzten Sonntag (10. Juli) ein Rufsignal-Team in der Sanyati Schlucht ein und Montagmorgen hatten die Ranger Kontakt. Es gab auf keiner Seite Todesopfer, aber es wurden Munition (siehe Foto) und Fleisch beschlagnahmt. Am vergangenen Sonntag (17. Juli) wurde ein Schuss in der Talsohle gemeldet. Phiri wurde eingesetzt und am Montag hatten die Ranger Kontakt mit einer simbabwischen Bande. Auch hier gab es auf keiner Seite Todesopfer, aber es wurden Elfenbein und verschiedene andere Dinge beschlagnahmt.

 

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