Ein kleiner Sohn für Ex-Waise Icholta oder Incas Geburt

Icholta wurde 1999 im Marsabit-Nationalpark als neugeborenes Kalb gerettet, als sie in einem austrocknenden Wasserloch feststeckte. Sie wuchs mit ihren Freunden Lolokwe, Edie und Laikipia im Waisenhaus in Nairobi auf, und die drei sind bis heute an ihrer Seite geblieben und leben jetzt alle zusammen ein wildes Leben in Freiheit. Die Freunde wurden im Jahr 2000 alle zusammen in die Auswilderungsstation in Voi gebracht und wurden im Laufe der Jahre wieder zu wilden Elefanten, zusammen mit ihrer fähigen Leitkuh Emily. Emilys Herde verschwindet gerne für längere Zeit, ohne an den Stallungen vorbeizukommen, doch sie sind bisher immer wiedergekommen, um den Keepern, ihrer menschlichen Familie, ihren Nachwuchs zu präsentieren. Und auch diesmal bei Icholta war es nicht anders.

Icholta als neugeborenes KalbIcholta und ihre Freunde als Waisen in Voi im Jahr 2006

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Umani Springs Dezember 2015

Dienstag, 1. Dezember 2015
Ngasha kam zusammen mit Lima Lima aus den Stallungen, und sie begannen, mit ihren Rüsseln Gras zu pflücken, die Erde davon abzuschütteln und es in ihre Münder zu stecken. Sie hatten es eilig, das leckere frische Gras zu fressen, das es dank des Regens im Wald jetzt im Überfluss gibt.
Die anderen Waisen gingen zu Murera, die in aller Ruhe graste. Sie schien an den anderen gerade nicht interessiert zu sein und ließ sich auch von den sehr ruppigen Babys wie Jasiri und Zongoloni nicht stören. Murera erschrak aber, als sie hörte, wie die Keeper laut ihren Namen riefen. Sie stellte sofort ihre großen Ohren auf und versuchte herauszufinden, wo die Stimmen herkamen. Sie war etwas genervt, weil sie gerade einen sehr leckeren Zweig gefunden hatte, doch sie willigte ein und folgte den Keepern.
Am späten Abend war die Zeit für den Heimweg gekommen. Als die Babys fast die Stallungen erreicht hatten, war es schwierig, sie in zwei Gruppen zu teilen, sodass Murera, Sonje und Ziwa nach den anderen ankommen würden. Ziwa und Sonje wollten nicht zurückbleiben, ebensowenig wie Lima Lima, die auch nicht einverstanden war, in der letzten Gruppe zu sein. Sie fürchtete wohl, dass Quanza ihr die Milchflaschen wegschnappen würde. Quanza ist aber ein liebes Mädchen und weiß, wieviel Milch ihr zusteht. Nach ihren zwei Flaschen geht sie zur Tränke oder zum Grünfutter und beschäftigt sich, bis Lima Lima ankommt, die mit ihr im Gehege wohnt. Lima Lima versuchte hartnäckig, ganz vorne zu bleiben, und schließlich gelang es ihr auch; sie fand eine Abkürzung und rannte davon, ehe die Keeper sie daran hindern konnte. So stürmte sie vor allen anderen Waisen in die Stallungen.

Ngasha frisst im Wald

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Kurz vor dem Aussterben? Elfenbein-Handel kostet 35.000 Elefantenleben pro Jahr

In den letzten Jahren nahm die illegale Elefanten- und Nashorn-Jagd in Afrika neue Dimensionen an.
Für ihr Elfenbein und ihr Horn wurden weit über 150.000 Elefanten und tausende Nashörner getötet.
Geht das Abschlachten in diesem Maße weiter, werden Elefanten und Nashörner in 15 Jahren ausgestorben sein.
Denn Elfenbein und Horn ist mittlerweile wertvoller als Kokain und Diamanten.
Doch es gibt auch erste kleine Hoffnungsschimmer im Kampf gegen die Wilderei.

 

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https://zebralogs.wordpress.com/2016/01/11/kurz-vor-dem-aussterben-elfenbein-handel-kostet-35-000-elefantenleben-pro-jahr/

Junger Elefantenbulle von einem LKW auf der Nairobi-Mombasa Schnellstraße getötet

Am 19. Januar wurde in den frühen Morgenstunden wieder ein junger Elefantenbulle von einem LKW auf der Nairobi-Mombasa Schnellstraße getötet, direkt hinter Mtito Andei Richtung Voi.

 

Mit dieser Straße, die durch LKWs und Fahrzeugverkehr befahrener ist als je zuvor, und der zusätzlichen Erschwernis der fast fertiggestellten Hochgeschwindigkeitsbahnlinie, die auf einem an die Schnellstraße angrenzenden erhöhten Damm errichtet wurde, wird für die Elefanten das Überqueren von Tsavo Ost nach Tsavo West zu einer nervenaufreibenden Sache; es ist geradezu unmöglich. Es gibt zwar Unterführungen, die beim Bau der Eisenbahnlinie berücksichtigt wurden, allerdings ist es ein Spießrutenlauf, die Straße zu überqueren.

 

Es muss überlegt werden, wie man diese Situation mit den Elefanten künftig angehen will, da dies ansonsten ein Anblick sein wird, den man viel zu oft zu sehen bekommen wird. Es kann außerdem zu einem verstärkten Mensch-Tier-Konflikt in den Community Gebieten kommen, denn die Elefanten können nicht mehr ihren Weg zurück von den Farm-Gebieten nach Tsavo Ost finden, da dieser Weg durch die kürzlich neu geschaffene Infrastruktur und die immer verkehrsreichere Nairobi-Mombasa Schnellstraße blockiert ist.

 

Originalartikel erschienen beim David Sheldrick Wildlife Trust, übersetzt aus dem Englischen.