Die Waisen im Februar

Monatsbericht für die Nursery-Gruppe: Februar 2015

 

Erstmals seit Langem gab es in diesem Februar keine Neuzugänge. Dafür haben sich unsere Januar-Ankömmlinge Siangiki, Hamsini und Boromoko inzwischen gut eingelebt. Hamsini ist winzig klein und bisher noch nicht in unserem Waisen-Programm aufgenommen. Dafür ist eine Prognose für sein Durchkommen noch zu ungewiss. Einerseits leidet er an einer Wirbelsäulenverletzung, die ihn immer noch stark beeinträchtigt und schmerzt; und andererseits hat er diesen Monat zu allem Übel noch mit Zahnen angefangen. Wie wir wissen, kann dies für kleine Elefantenbabys ohne Mutter(-milch) lebensbedrohlich werden. Er ist unglaublich stark und tapfer und trotz all der Unwegbarkeiten in seinem kurzen Leben eine Kämpfernatur – er hat noch nicht eine Mahlzeit ausgelassen! Dennoch ist er extrem dünn und sein Leben stand diesen Monat mehrfach auf der Kippe. Seine Zähne sind aber schließlich durchgebrochen und seine Wirbelsäulenverletzung scheint fast verheilt. Seine liebsten Freunde sind Ndotto und Lasayen, die mit ihm zusammen die Baby-Gruppe bilden.

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Ithumba März 2015

Sonntag, 1. März 2015
Die halbunabhängige Gruppe von Suguta meldete sich heute Morgen an den Stallungen. Kalama und Melia gingen mit erhobenen Rüsseln bis zum Zaun und kommunizierten mit den Waisen, während diese noch in den Nachtgehegen waren. Sobald die Gehegetore geöffnet wurden, gingen Kalama, Suguta, Melia und Tumaren hinein, um etwas von den Resten des Grünfutters, der allseits beliebten Grewia-Rinde, oder des Luzernenheus der Waisen zu erschnorren. Kalama kam mit einem Zweig in ihrem Mund aus dem Gehege – sie hatte wohl etwas gefunden, das nach ihrem Geschmack war. Sie versuchte dann, Orwa den Weg aus dem Gehege zu versperren und die Keeper mussten eingreifen, denn Orwa wollte hinaus und den Tag beginnen. Auf dem Weg hinaus traf Kalama auf Sities. Sities versuchte, sie zum Spielen herauszufordern, doch Kalama war nicht interessiert und schubste Sities aus dem Weg. Erneut mussten die Keeper sie ermahnen; sie war offensichtlich schlecht gelaunt. Der halb-unabhängige Chemi Chemi forderte Orwa zu einem aufregenden Kampf heraus, doch Orwa musste sich bald ergeben.
Kanjoro kollerte, als er zur Ostseite der Stallungen aufbrach und die Waisen folgten ihm. Nur Orwa und Bongo entschieden, noch etwas bei den Ex-Waisen zu bleiben, ehe die Keeper sie riefen. Kibo folgte den zwei Jungs und schloss sich den Waisen an.
Draußen im Busch nahm sich der kleine Vuria den viel größeren Kibo vor, ganz klar kein ausgeglichener Kampf: Vuria schlich sich bald davon und tat so, als hätte er besseres zu tun. Die kleinen Bullen lieben es, mit älteren Jungs zu spielen, und solche Kräftmessen sind ein wichtiger Teil ihres täglichen Lebens – gleich nach dem Fressen, das ihre allerliebste Beschäftigung ist.
Zur Schlammbadzeit nahmen alle außer Orwa an den Wälzübungen teil. Danach gingen sie zum roten Staubbad und später kratzten sich Shukuru, Teleki, Kanjoro, Bomani, Garzi, Turkwel und Narok noch an den nahegelegenen Bäumen. Laragai und Vuria hatten ein kurzes Kräftemessen, das bald endete, als Vuria aufgab.
Am Nachmittag war es sehr heiß, und Elefanten wie auch Keeper waren sehr erschöpft. Turkwel, Bongo und Sities standen vernünftigerweise unter einem Baum und warteten darauf, dass es sich abkühlen würde. Shukuru fraß weiter, wedelte aber ununterbrochen mit den Ohren, um ihren Körper zu kühlen.
Am Abend führte Shukuru die Waisen in gleichmäßigem Tempo zu den Stallungen zurück. Die Schatten wurden länger, die Sonne verschwand langsam hinter dem Horizont und die kühleren Temperaturen waren den Waisen sehr willkommen. Sie tranken ihre Milch und genossen dabei jeden Tropfen. Dann fraßen sie das Grewia, das die Keeper für sie vorbereitet hatten. Auch die Tränken in den Gehegen waren gut besucht. Die Waisen soffen das Wasser nicht nur, sondern spritzten es sich auch auf den Rücken. Als sie alle genug hatten, legten sie sich hin und ruhten ihre Köpfe auf der frisch umgegrabenen Erde in den Gehegen aus. Sie schliefen schließlich sehr entspannt in einer Reihe, in der Gewissheit, in Sicherheit zu sein.

Kalama – mit einem Zweig im Mund – und Orwa

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Nairobi Nursery März 2015

Sonntag, 1. März 2015
Die Keeper müssen genau aufpassen, damit Lentili und Embu die arme Siangiki nicht ärgern. Das ist seltsam, denn Embu ist so nett zu Dupotto und Enkikwe, doch Siangiki bekommt nur ihre unfreundliche Seite zu sehen. Wir sind natürlich da, um sicherzugehen, dass die Waisen mit solchem Verhalten nicht durchkommen. Kurz vor der öffentlichen Besuchsstunde spielte Siangiki mit Kamok, während sie darauf warteten, zum Schlammbad zu gehen. Dann schubsten Embu und Lentili sie weg und sie rannte ins Dickicht. Es dauerte lange, bis die Keeper sie überzeugen konnten, sich den anderen Waisen am Schlammloch anzuschließen.

Siangiki flieht ins Gebüsch

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Ashakas plötzlicher Tod

Ashaka kam als winziges Kalb ins Waisenhaus, nachdem sie vom KWS gefunden worden war. Sie steckte in der Nähe von Manyani im Tsavo-Nationalpark im Wasser fest und war von ihrer Herde zurückgelassen worden. Sie wuchs zusammen mit Kamok im Waisenhaus auf – beides winzige Kälber, ungefähr im gleichen Alter, die die ganze Zeit benachbarte Ställe hatten. Kamok ist inzwischen zu einem kräftigen und robusten Kalb geworden, doch um Ashaka mussten wir uns im Laufe der Monate immer mehr Sorgen machen, weil sie einfach nicht wuchs. Sie war immer sehr mäkelig bei allem, was sie zu sich nahm und wenn wir Nahrungsergänzungsstoffe hinzugaben, wollte sie ihre Milch nicht trinken. Es war ein täglicher Kampf mit Ashaka. Nichtsdestoweniger deutete nichts auf die plötzlichen gesundheitlichen Probleme hin, die sie in den letzten Wochen entwickelte. Alles begann Anfang April mit ausgiebigem und häufigem Durchfall. Trotz ständiger Tests sind wir nicht dahinter gekommen, was das Problem war.

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Neuer REAeV Vorstand gewählt

 

Am 28. März 2015 fand unsere jährliche Mitgliederversammlung statt, wo auch die turnusmäßige Neuwahl (alle 2 Jahre) des Vorstands auf der Tagesordnung stand. Die bisherigen Vorstandsmitglieder Thomas Töpfer, Daniela Köstner und Nicole Sartoris wurden wiedergewählt, Britta Petermann wurde von Birgit Hampl abgelöst.

 

(Hier– finden Sie weitere Infos zu den Vorstandsmitgliedern)

 

Des weiteren konnten wir mit Christian Felix ein neues, wertvolles ordentliches Mitglied gewinnen und freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit mit vielen Ideen, um uns weiterhin erfolgreich gegen die Wilderei und für den Schutz der Grauen Riesen einsetzen zu können.

 

Der neue Vorstand dankt allen Mitgliedern und Paten für die Treue und das Engagement, auch im Namen unserer Partner in Afrika und natürlich auch allen Waisen-Elefanten!