Waisenblogs-Beitrag Nursery, 16.07.2018

Montag, 16. Juli 2018
Malkia ist immer ganz wild auf eine zusätzliche Flasche Milch, und das scheint mit jedem Tag schlimmer zu werden. Das kleine Mädchen mit den gefalteten Ohren versuchte es bei der 9-Uhr-Fütterung, aber niemand gab ihr eine Extra-Flasche. Bei der Mittagsfütterung schleckte sie dann die leeren Flaschen ab und schlürfte die Milchtropfen aus der Schubkarre auf. Als Tagwa gefüttert wurde, scharwenzelte Malkia um sie herum und versuchte, die heruntertropfende Milch zu erwischen. Damit hatte sie aber wohl nicht genug, also fing sie an, Sana Sana das Leben schwer zu machen. Diese verteidigte ihren Anteil aber verbissen, drehte sich mit der Flasche weg und hielt sie weit oben, wo Malkia nicht herankam. Sie versuchte sogar, nach ihr auszutreten, bis schließlich ein Keeper kam und Malkia mitnahm. Sie stampfte protestierend davon, weil ihr niemand mehr Milch geben wollte, und schüttelte mit aufgestellten Ohren den Kopf.

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 15.07.2018

Sonntag, 15. Juli 2018
Shukuru und Mwashoti hielten sich heute am Rüssel – sie scheinen gute Freunde geworden zu sein. Sonje freute sich darüber und kam dazu, um den Rüssel auf Shukurus Schulter zu legen. Alamaya wurde neidisch auf Mwashoti, und er drängelte sich dazwischen, um auch die Gesellschaft von Shukuru und Sonje genießen zu können. Lima Lima gab dann den Weg zu den Umani-Hügeln vor, wo es leckeres Grün zu fressen gab. In den Chyulu-Bergen stießen dann Murera und Sonje auf ein paar wilde Elefanten und unterhielten sich eine ganze Weile mit ihnen, bevor es zurück zum Wasserloch ging. Dort hatten die Babys viel Spaß beim Baden, da es ein heißer Tag war. Shukuru hielt sich etwas zurück, weil es ihr im voll besetzten Wasserloch ein wenig zu eng war.

Waisenblogs-Beitrag Voi, 15.07.2018

Sonntag, 15. Juli 2018
Die Waisen stellten sich am Morgen schön in einer Reihe bei der Milchfütterung an und gingen danach Luzernenheupellets und Kopra fressen. Ndii, die schon ziemlich groß ist, kam an einen sehr üppigen Zweig von einem Baum nahe der Tränke heran, und Embu, Mashariki, Mudanda und Araba versuchten, ihn ihr abzunehmen. Ndii hielt ihn aber gut fest und verkrümelte sich damit an ein ruhiges Plätzchen, wo sie ihn in Ruhe genießen konnte. Am Nachmittag setzte sich ein wilder Elefant von etwa zehn Jahren von seiner Herde ab und schloss sich den Waisen am Baobab-Wasserloch an. Er schaffte es, die Keeper von den Waisen weg zu scheuchen, aber Mbegus kleine Gruppe folgte lieber ihrer menschlichen Familie. Rorogoi, Arruba, Mashariki und Embu begannen eine kleine Rangelei mit ihrem wilden Artgenossen. Kenia und ihre Freunde hatten es nicht leicht bei der Mittagsfütterung, da der wilde Elefant ihnen immer wieder hinterher lief. Nach der Fütterung rannte er dann wieder zu seiner Herde, die inzwischen auch zum Wasserloch gekommen war. Die Waisen plauderten noch etwa 20 Minuten mit ihren wilden Freunden, bevor diese sich wieder auf den Weg machten.