Donnerstag, 14. Januar 2021
Während die Waisen am Morgen herauskamen und sich gegenseitig mit Umrüsselungen und kleinen Ringkämpfen begrüßten, ging Maisha zum Gehege von Nashorn Maxwell, der an seinem Tor stand. Sie tätschelte ihn mit dem Rüssel auf dem Rücken, was er offenbar sehr mochte, denn er drückte sich weiter an sein Tor. Dann stieß Maisha plötzlich an das metallene Tor, worüber er gar nicht erfreut war! Er begann seinerseits, an die hölzernen Pfähle seiner Gehegewand zu stoßen, was wiederum Maisha zu ärgern schien – sie ging auf die Knie und stieß von der anderen Seite. In solchen Fällen verteidigen Nashörner normalerweise ihr Revier, und auch der blinde Maxwell machte da keine Ausnahme – er stampfte mit den Hinterbeinen auf und versprühte etwas Urin in alle Richtungen! Maisha konnte nicht rechtzeitig in Deckung gehen, und bekam ein wenig davon ab, was sie schließlich veranlasste, verärgert wegzurennen. Maxwell war zufrieden und widmete sich seinen Luzernenheupellets.
Waisenblogs-Beitrag Voi, 13.01.2021
Mittwoch, 13. Januar 2021
Draußen im Busch grasten Lasayen und Murit geruhsam zusammen. Diese beiden Jungs sind nicht so auf Rangeleien aus wie ihre Altersgenossen Ndotto und Ngilai, die eigentlich immer miteinander spielen. Im Waisenhaus in Nairobi waren Ndotto und Lasayen enge Freunde, aber inzwischen hat sich Lasayen zu einem stillen jungen Bullen entwickelt, der eigentlich nie an irgendwelchen Ringkämpfen interessiert ist. Daher grast auch Mbegu gern mit ihm zusammen.
Waisenblogs-Beitrag Ithumba, 13.01.2021
Mittwoch, 13. Januar 2021
Auf dem Weg zum Mittagsschlammbad schlossen sich Orwa und Bomani den Waisen an. Die beiden alten Freunde scheinen wieder zueinander gefunden zu haben und sind wieder zusammen unterwegs. Am Schlammloch machte sich Orwa gemeinsam mit Kamok ans Staubbaden, während Pare einen Ringkampf mit Jotto startete. Auch Musiara und Sattao begannen ein Kräftemessen, aber Maramoja, die Musiaras hauptamtliches Kindermädchen zu sein scheint, trennte die beiden wieder, da sie offenbar befürchtete, dass Sattao zu ruppig mit ihrem kleinen Musiara umspringen würde. Als es am Nachmittag noch einmal warm wurde, gönnten sich Orwa, Sana Sana, Enkikwe und Bomani ein kleines Bad in einem Schlammloch am Wegesrand.
Waisenblogs-Beitrag Ithumba, 13.01.2021
Mittwoch, 13. Januar 2021
Es war ein ruhiger Tag, und die Waisen gingen direkt hinaus zum Grasen, nachdem sie aus den Gehegen gekommen waren. Ukame besuchte am Vormittag wieder einmal ihre Freunde, und zusammen mit Kuishi kratzte sie sich ausgiebig an den Felsen, an denen sie vorbei kamen. Die anderen grasten alle fleißig.
Waisenblogs-Beitrag Nursery, 13.01.2021
Mittwoch, 13. Januar 2021
Kiasa hat sich wieder etwas neues ausgedacht: Wenn sie abends zurück in ihrem Gehege ist und ihre Milch getrunken hat, flitzt sie an dem Keeper, der die Flasche weg bringt, vorbei und stellt sich neben das Tor ihrer Nachbarin Nabulu. Dann kollert sie ihr zu und plaudert mit ihr, statt wieder in ihr Gehege zurück zu gehen. Anfangs versuchten die Keeper, sie davon zu überzeugen, wieder zurück zu gehen, damit sie das Tor schließen konnten; nach einer Weile haben sie aber gemerkt, dass sie einfach nur so zu tun brauchen, als wenn sie sich gar nicht darum kümmern – Kiasa folgt ihnen dann schon von selbst und geht brav wieder mit zu ihrem Nachtlager. Dieses kleine Spielchen am Abend scheint ihr viel Spaß zu bereiten, und sie probiert es jetzt häufig aus!

