Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 31.05.2019

Freitag, 31. Mai 2019
Jasiri und Quanza führten die anderen zu den Hügeln, aber bald begann es, große Tropfen zu regnen. Mwashoti ging zu einem Keeper, um den Kopf unter seinen Schirm zu stecken, wie er es häufig tut. Er ist allerdings inzwischen ordentlich gewachsen und passt nicht mehr so einfach mit einem Keeper zusammen unter den Regenschirm!

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 31.05.2019

Freitag, 31. Mai 2019
Am Morgen gab es Verspätung beim Aufbruch in den Wald, weil etliche wilde Herden vor dem Tor zur Auswilderungsstation herumlungerten. Den Keepern waren es ein bisschen zu viele Elefanten da draußen, und so wollten sie noch warten, bevor sie das Tor für die Waisen öffneten. Ziwa und Faraja kollerten und beschwerten sich, weil sie hinaus und ihre wilden Freunde kennenlernen wollten, aber als die Keeper schließlich einwilligten und ihnen aufmachten, bereute es Faraja bald: Die wilden Elefanten waren nicht gerade freundlich zu ihm und er wurde herumgeschubst, sodass er bald zur Waisenherde zurück kam, dorthin, wo die Keeper zusammen mit Murera und Sonje warteten.

Waisenblogs-Beitrag Voi, 31.05.2019

Freitag, 31. Mai 2019
Die milchabhängigen Waisen stellten sich am Morgen in einer ordentlichen Reihe zur Fütterung an. Ndotto und Ngilai schlürften noch alles, was sie an verschütteter Milch finden konnten, auf, bevor sie zum Ergänzungsfutter übergingen. Arruba ließ heute den großen Kratzfelsen links liegen und schuffelte sich stattdessen an der Mauer. Gegrast wurde dann in den Ebenen nördlich des Mazinga-Bergs, und weil es ein kühler Tag war, gingen sie gar nicht erst zum Schlammbad. Suswa graste auf eigene Faust unter einem Baum. Ishaq-B versuchte, mit den Stoßzähnen etwas Erde aufzulockern, was nicht einfach ist, weil ihre Stoßzähne unter ihrem Rüssel nach innen gewachsen sind! Ndoria zeigt in letzter Zeit Anzeichen, sich unabhängiger machen zu wollen und blieb zurück, als die Herde am Abend zu den sicheren Stallungen zurückkehrte. Die Keeper riefen sie aber, bis sie mitkam, denn sie machten sich Sorgen, dass sie mit dem großen Löwenrudel aneinander geraten könnte, das erst vor zwei Tagen wieder gesichtet worden war und sich noch immer in der Gegend aufhielt.

Waisenblogs-Beitrag Ithumba, 31.05.2019

Freitag, 31. Mai 2019
Kilaguni war der einzige Ex-Waise, der am Morgen auf die Waisen wartete, und nachdem er einen kurzen Ringkampf mit Barsilinga absolviert hatte, verabschiedete er sich wieder. Esampu schien sehr aufgeregt zu sein – sie wühlte mit dem Rüssel im Boden herum und machte Kopfstand, und nachdem sie einen Vogel erspäht hatte, jagte sie ihm entgegen und rannte gleich weiter hinaus in den Busch. Ihre Freunde mussten sich beeilen, hinterher zu kommen und fragten sich, was wohl in sie gefahren war. Die Waisen entfernten sich nicht weit von den Stallungen, denn die Neulinge aus Nairobi würden bald ankommen! Gegen 10:45 Uhr war es soweit, und der LKW mit Mapia, Malima und Kuishi fuhr an der Auswilderungsstation vor. Die drei wurden zuerst von Malkia, Sana Sana und Ndiwa begrüßt, die sie noch aus dem Waisenhaus kennen, und die anderen kamen nach und nach dazu. Mapia versuchte gleich, Sana Sana herauszufordern, aber diese ließ sich das nicht gefallen und schubste ihn weg. Rapa versuchte, ihn zu ärgern, wurde aber von den Keepern davon abgehalten. Sana Sana und Malkia grasten dann ausführlich zusammen mit den Neuankömmlingen. Am Nachmittag entspannten sich Mapia, Kuishi und Malima unter einem Baum, und Kuishi und Mapia vertrieben sich die Zeit mit einer kleinen Rangelei. Namalok hatte eine ausführliche Unterhaltung mit Dupotto – die letzte Gelegenheit dafür für die nächste Zeit, denn Dupotto stieg kurz vor Mitternacht in den Umzugs-LKW ein und wurde zurück nach Nairobi gebracht. Dort soll sie besser medizinisch überwacht und, falls nötig, behandelt werden. Sie hat etwas an Gewicht verloren, und obwohl sie ansonsten einen gesunden Eindruck macht und auch ordentlich frisst und spielt, ist es besser, wenn sie in Nairobi ist, falls sich ihr Zustand doch verschlechtern sollte.

Waisenblogs-Beitrag Nursery, 31.05.2019

Freitag, 31. Mai 2019
Früh am Morgen war einiges los im Waisenhaus, denn um 2:30 begannen die Vorbereitungen für den Umzug von Malima, Kuishi und Mapia nach Ithumba. Diese drei werden nun den nächsten Schritt hin zu ihrer Auswilderung gehen. Alle Waisen bekamen aber etwas von all der Aktivität mit; Maktao und Kiasa waren die ersten, die bemerkten, dass die Keeper mitten in der Nacht auf Achse waren, und sie kollerten und bellten herum und scheuchten damit auch die anderen auf. Kiasa wollte sich gar nicht wieder beruhigen und rannte in ihrem Gehege herum. Gegen 3 Uhr war alles bereit, und die drei Umzügler wurden aus ihren Gehegen zum Transporter geführt, wo ihre Milch auf sie wartete, genao wie im Umzugstraining. Es lief alles nach Plan, und Malima, die am Anfang noch kritisch gewesen war, wann immer es ums Einsteigen ging, war schon vor den anderen beiden in ihrem Abteil und schien auch nichts weiter dagegen zu haben, dass das Tor hinter ihr geschlossen wurde. Um 3:20 Uhr ging es dann los und Malima, Kuishi und Mapia verließen das Waisenhaus, um ihr neues Leben in Ithumba zu beginnen. Als die anderen dann am Morgen herauskamen versammelten sie sich draußen im Wald und schienen sich alle zusammen zu beratschlagen. Tagwa und Sagala nahmen Larro in ihre Mitte. Die ganze Herde war bedächtig unterwegs, und sie grasten den ganzen Tag ruhig in kleinen Gruppen.