Newsletter aus Kenia / die Eli-Waisen im Mai

Monatsbericht für die Nursery-Gruppe

Der Tod vieler Elefanten, bedingt durch die gegenwärtig extreme Trockenheit und die rapide ansteigende Wilderei im ganzen Land ist ein sehr alarmierender Trend und schlichtweg ein Fakt, der von den zuständigen Behörden sehr ernst genommen werden sollte. In diesem Monat wurden mindestens drei tote junge Elefanten in der Region Milgis gefunden, die Rettung eines anderen Waisen am 3. Mai musste abgebrochen werden, weil das Baby starb, noch bevor das Flugzeug landen konnte. Etwas vorher nie Dagewesenes passierte am 12. Mai nun gleich ein weiteres Mal – ein Elefantenkälbchen starb, noch ehe es gerettet werden konnte. Zum Glück gelang die Rettung von drei weiteren Babys, so dass die Zahl der Schützlinge in der Nairobi-Nursery auf rekordverdächtige 18 anstieg.

Mawenzi playing

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Natumi und Lolokwe mit Pfeilen beschossen!!!

Natumi kam am 12. Mai 2009 mit einigen (aber nicht allen) Mitgliedern ihrer Gruppe an die Stallungen, und die Keeper stellten mit Erschrecken fest, dass in ihrem Körper und dem von Lolokwe (ein junger Bulle von nunmehr 10 Jahren) ein Pfeil steckte. Unser Tierarzt verpasste ihnen eine Beruhigungsspritze und entfernte die Pfeilspitzen, die Gott sei Dank nicht mit Akokanthera-Gift eingerieben waren. Die Wunden waren zum Glück nur oberflächlich und verheilen sehr gut. Wildern mit Giftpfeilen ist in den letzten Jahren zur größten Gefahr für die Tsavo-Elefanten geworden, und es gibt inzwischen in ganz Kenia Grund zur Sorge, denn chinesische Zwischenhändler zahlen den einheimischen Wilderern auf dem Schwarzmarkt immer höhere Preise für Elfenbein. Die chinesischen Gastarbeiter sind jetzt im gesamten Land verbreitet und arbeiten am Bau des Straßennetzes. Bereits mehrere chinesische Staatsbürger wurden am Jomo Kenyatta Airport festgenommen beim Versuch, gewildertes Elfenbein aus dem Land zu schmuggeln.

Lolokwe being treated by Dr. David Ndeereh

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Olkeju´s Rettung

Olkeju kam bereits vor etwa einem Monat bei uns an. Seine schlechte Verfassung gab uns allerdings nur wenig Hoffnung, dass er durchkommen würde. Jetzt, drei Wochen später, sind wir daher umso glücklicher, zu berichten, dass es ihm viel besser geht. Hier erfahren Sie die tragische Geschichte des kleinen Kälbchens.

He is prepared for the flight

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Edie´s Baby Ella

Es gibt aufregende Neuigkeiten! Die 10-jährige Waise Edie hat ein kleines Elefantenmädchen zur Welt gebracht! Als der Chef-Keeper in Voi, Joseph Sauni, sie und die anderen ehemaligen Voi-Waisen am Monatsende aufspürte, war das Baby bereits geschätzte 3 Wochen alt. Mit 10 Jahren ist Edie eine sehr junge Mutter, so wie die meisten Elefanten, die den Schutz der großen, alten Tanten in der Elefantenfamilie durch Elfenbeinwilderer verloren haben. Elefantenwaise Malaika, die bei der Geburt ihres ersten Babies verstarb, war damals auch erst 10 Jahre alt – umso mehr freuen wir uns und sind sehr erleichtert, dass Edie offenbar alles gut überstanden hat, obwohl sie selbst noch ein Kind ist. (Das Alter eines Elefanten und damit sein Entwicklungsstand entsprechen fast eins zu eins denen eines Menschen.) Edies Nachwuchs haben wir „Ella“ genannt, und genau wie Emilys Baby „Eve“ hat auch sie eine Schar aufgeregter und fürsorglicher Kindermädchen um sich herum. Hauptverantwortlich scheint vor allem der kleine Elefant Mweya aus Uganda zu sein.

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