Sechs Elefanten wurden niedergeschossen – wofür?

Am Freitag, den 25. April, erhielt der DSWT früh morgens einen Anruf von einem Beamten des Kenya Wildlife Service (KWS). Am Abend zuvor wurden Schüsse im privaten Farmgebiet südlich vom Tsavo Ost Nationalpark gemeldet und der KWS wurde um Berichterstattung aus der Luft gebeten, um diesen Verdacht zu bestätigen.

 

Die Cessna 185 des DSWT hob sofort Richtung Süden ab. Das Flugzeug machte einen kurzen Zwischenstopp auf einer holprigen Busch-Landepiste auf dem Farmland, um einen KWS-Beamten abzuholen, bevor es zu dem Gebiet weiterging, wo die Schüsse gehört worden waren. Am Boden durchkämmten bereits KWS Ranger das Gebiet.

 

Als das Flugzeug eintraf, berichteten die Ranger, dass sie gerade zwei frische Kadaver gefunden hatten, das wurde auch aus der Luft bestätigt. Dabei handelte es sich um eine erwachsene Elefantenkuh, der man in den Kopf geschossen hatte und die Stoßzähne heraus gehackt hatte. In der Nähe lag ihr Elefantenkalb, angeschossen, aber noch am Leben. Aus der Luft war zu erkennen, dass das Kalb stundenlang gekämpft haben muss. Im Sand zeichnete sich ein großer Kreis von seinem Körper ab, der entstand, als das Kalb kämpfte, aufzustehen. Seine Stoßzähne waren nur ca. 4 Inches lang (4 Inches entsprechen 10,16 cm) und für die Wilderer lohnte es sich nicht, ihre Zeit darauf zu verschwenden, diese zu entfernen. Die KWS Ranger erlösten das Elefantenkalb von seinem Leiden.

 

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Junge Elefanten wurden getötet

 

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STUDIE: DER FLUCH DES WEISSEN GOLDES

BORN FREE USA DECKT DEN BLUTIGEN ELEFENBEINHANDEL AUF

 

Es ist ein Vierteljahrhundert her, seit die Parteien der Washingtoner Artenschutzkonferenz (CITES) alle Elefanten auf Appendix I gesetzt hatten und damit den gewerblichen Handel mit Elefantenelfenbein eliminiet haben. Dieses einheitliche globale Verbot (Untersagung) der Vermarktung von Elfenbein reduzierte die Elefantenwilderei nachweisbar, half Elefantenpopulationen, sich zu stabilisieren, trocknete einige Elfenbeinmärkte aus, und machte vor allem den Erwerb von Elefanten-Elfenbein tabu.

 

Jedes Elfenbein von Elefanten ist blutiges Elfenbein.

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Die Behandlung und der tragische Verlust eines Elefanten

Am frühen Samstagmorgen, den 19. April, wurde Angela Sheldrick von Benjamin kontaktiert, dem Chef-Pfleger in Ithumba. Er hatte einen verletzten Elefanten gesehen, als er auf dem Weg war, eine Besorgung zu machen. Der Elefant schien in einem kritischen Zustand zu sein, sein Rücken war gekrümmt und ein Vorderbein war stark geschwollen. Es wurde auch eine Nachricht an das Anti-Wilderei-Team vom DSWT in Ithumba geschickt, das sich sofort zu der Stelle des verwundeten Elefanten aufmachte, um seinen Zustand zu überwachen und um dabei zu helfen, die tierärztliche Behandlung zu koordinieren.- –  „Die Behandlung und der tragische Verlust eines Elefanten“ weiterlesen

Die Waisen im März

Original Keeper-Berichte übersetzt aus dem Englischen.

 

Monatsbericht für die Nursery-Gruppe: März 2014

 

In der Nairobi-Nursery war der März gezeichnet durch Tragödien. Es begann am 12. März mit der Ankunft der erst 14 Tage alten Lekupeh, einem Elefantenbaby, das im Meibai-Schutzgebiet in der Nähe von Wamba in Laikipia gefunden wurde. Das Blutbild des Babys zeigte einen hohen Anstieg weißer Blutzellen (Anzeichen für eine entzündliche oder infektiöse Erkrankung) und hatte stark eiternde Fußsohlen. Es war offenbar weit gelaufen, bevor es in ein durch Erosion entstandenes Erdloch gefallen war, wo man es schließlich gefunden hatte. Trotz größter Anstrengungen konnten wir weder die Blutvergiftung noch den Schmerz unter Kontrolle bekommen, und die kleine Kuh starb am 23. März. Am selben Tag verloren wir auch den kleinen Olodare, der mit einer komplizierten Nabelhernie zu kämpfen hatte. Über Nacht hatte er zudem noch eine Schwellung an einem seiner Hinterbeine entwickelt, von der wir annehmen, das sie von einem Schlangenbiß herrührt. Die Autopsie ergab – völlig unerwartet – einen angeborenen Herzfehler, der ihm früher oder später wohl ohnehin das Leben gekostet hätte. Er war immer etwas zerbrechlich, gab uns aber viel Grund zur Hoffnung, nachdem er die Zahnung so gut überstanden hatte und wieder zu spielen begann. Wir waren furchtbar traurig, zwei unserer Babys an nur einem Tag zu beerdigen zu müssen.

 

taveta

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