Balguda und Ziwa ziehen nach Umani Springs im Kibwezi Wald um

Früh morgens am 15. April traten Ziwa und Balguda die Reise zu ihrem neuen Zuhause im Kibwezi-Wald an, Teil des Ökosystems rund um den Chyulu-Hills-Nationalpark. Es war überraschend, wie bereitwillig Ziwa in den Umzugs-LKW ging. Es war das zweite Mal für ihn, denn er hatte vor einem Jahr schon einmal die Reise angetreten, als er zusammen mit Garzi und Vuria zur Ithumba-Auswilderungsstation im nördlichen Tsavo-East gefahren war.

 


„Balguda und Ziwa ziehen nach Umani Springs im Kibwezi Wald um“ weiterlesen

Umani Springs März 2015

Sonntag, 1. März 2015
Der März 2015 begann mit einem schönen Tag. Die wilden Herden mit ihren Babys kamen zu den Stallungen und sahen nach den Waisen, bevor diese den Tag begannen. Wie sein Name schon sagt, war Jasiri sehr mutig und ging zu den wilden Elefanten hin — schließlich ist er schon ein großer Junge. Er hatte keine Angst vor den wilden Elefanten, die sich im Gebüsch versteckten. Diese wollte offenbar unbedingt näher kommen, hatten aber Angst vor den Keepern.
Als es Zeit für die Mittagsfütterung war und die Flaschen bereits verteilt waren, kam Zongoloni angerannt, ging in ihre übliche Ecke, in der ihre zwei Flaschen standen und hob sie alleine auf. Was die Keeper aber nicht wussten: Auch Jasiri hatte schon von Zongoloni gelernt, wie man seine Flasche allein aufhebt und so ganz ohne die Hilfe der Keeper trinken kann. Als er ankam, wollte er nicht, dass ihm ein Keeper hilft. Er kollerte, schüttelte den Kopf und Sekret strömte aus seinen Schläfendrüsen, was anzeigte, dass er gar nicht zufrieden war. Wir machten ihm Platz und sahen zu, wie Jasiri seine Flasche genauso professionell aufhob, wie Zongoloni das tut. Es ist erstaunlich, wie Zongoloni das den Anderen beibringt und nun haben wir nicht nur Elefanten, die ihre Flaschen alleine halten können, sondern sogar solche, die sie völlig ohne Hilfe vom Boden aufheben können.
Danach gingen alle Babys direkt zum Schlammloch und wälzten sich darin. Lima Lima planschte im Wasser herum, um den Schlamm gut durchzumischen. Das scheuchte das dort wohnende Babykrokodil auf; es rannte davon und flitzte dabei über Quanzas Rücken, die gerade im Wasser lag. Als Quanza spürte, dass etwas über ihren Rücken lief, endete das Schlammbad vorzeitig, denn die Waisen flüchteten in alle Richtungen. Die Keeper mussten lange nach ihnen rufen, bis sie sich alle beruhigt hatten.

Jasiri hält seine Flasche ganz allein, wie Zongoloni

„Umani Springs März 2015“ weiterlesen

Voi März 2015

Sonntag, 1. März 2015
Es war ein wunderschöner Morgen und die Waisen vertrieben ihn sich mit ein paar Spielen, bevor sie zum Grasen gingen.
Draußen im Park folgten Bada und Ndoria Wasessa, und Lempaute passte gut auf Mudanda auf. Tassia und Mzima trennten sich später vom Rest der Waisen und erkundeten die weit abgelegene nördliche Seite des Mazinga-Bergs. Am Nachmittag schlossen sie sich am Wasserloch den Waisen wieder an. Als sie dort ankommen, fanden sie die Anderen bereits freudig badend vor und viel fröhliches Trompeten war zu hören. Kenia und Ndii hatten eine besonders viel Spaß, als sie große Erdklumpen in die Höhe warfen und die ganze Gegend mit roter Farbe bemalten. Dabassa und Mbirikani nutzten die Gelegenheit, um einen Schlammbad-Wettbewerb zu veranstalten. Erst danach schlossen sie sich der Gruppe beim abschließenden Grasen um den Pool herum an.

Bada genießt Kopra

„Voi März 2015“ weiterlesen

Ithumba März 2015

Sonntag, 1. März 2015
Die halbunabhängige Gruppe von Suguta meldete sich heute Morgen an den Stallungen. Kalama und Melia gingen mit erhobenen Rüsseln bis zum Zaun und kommunizierten mit den Waisen, während diese noch in den Nachtgehegen waren. Sobald die Gehegetore geöffnet wurden, gingen Kalama, Suguta, Melia und Tumaren hinein, um etwas von den Resten des Grünfutters, der allseits beliebten Grewia-Rinde, oder des Luzernenheus der Waisen zu erschnorren. Kalama kam mit einem Zweig in ihrem Mund aus dem Gehege – sie hatte wohl etwas gefunden, das nach ihrem Geschmack war. Sie versuchte dann, Orwa den Weg aus dem Gehege zu versperren und die Keeper mussten eingreifen, denn Orwa wollte hinaus und den Tag beginnen. Auf dem Weg hinaus traf Kalama auf Sities. Sities versuchte, sie zum Spielen herauszufordern, doch Kalama war nicht interessiert und schubste Sities aus dem Weg. Erneut mussten die Keeper sie ermahnen; sie war offensichtlich schlecht gelaunt. Der halb-unabhängige Chemi Chemi forderte Orwa zu einem aufregenden Kampf heraus, doch Orwa musste sich bald ergeben.
Kanjoro kollerte, als er zur Ostseite der Stallungen aufbrach und die Waisen folgten ihm. Nur Orwa und Bongo entschieden, noch etwas bei den Ex-Waisen zu bleiben, ehe die Keeper sie riefen. Kibo folgte den zwei Jungs und schloss sich den Waisen an.
Draußen im Busch nahm sich der kleine Vuria den viel größeren Kibo vor, ganz klar kein ausgeglichener Kampf: Vuria schlich sich bald davon und tat so, als hätte er besseres zu tun. Die kleinen Bullen lieben es, mit älteren Jungs zu spielen, und solche Kräftmessen sind ein wichtiger Teil ihres täglichen Lebens – gleich nach dem Fressen, das ihre allerliebste Beschäftigung ist.
Zur Schlammbadzeit nahmen alle außer Orwa an den Wälzübungen teil. Danach gingen sie zum roten Staubbad und später kratzten sich Shukuru, Teleki, Kanjoro, Bomani, Garzi, Turkwel und Narok noch an den nahegelegenen Bäumen. Laragai und Vuria hatten ein kurzes Kräftemessen, das bald endete, als Vuria aufgab.
Am Nachmittag war es sehr heiß, und Elefanten wie auch Keeper waren sehr erschöpft. Turkwel, Bongo und Sities standen vernünftigerweise unter einem Baum und warteten darauf, dass es sich abkühlen würde. Shukuru fraß weiter, wedelte aber ununterbrochen mit den Ohren, um ihren Körper zu kühlen.
Am Abend führte Shukuru die Waisen in gleichmäßigem Tempo zu den Stallungen zurück. Die Schatten wurden länger, die Sonne verschwand langsam hinter dem Horizont und die kühleren Temperaturen waren den Waisen sehr willkommen. Sie tranken ihre Milch und genossen dabei jeden Tropfen. Dann fraßen sie das Grewia, das die Keeper für sie vorbereitet hatten. Auch die Tränken in den Gehegen waren gut besucht. Die Waisen soffen das Wasser nicht nur, sondern spritzten es sich auch auf den Rücken. Als sie alle genug hatten, legten sie sich hin und ruhten ihre Köpfe auf der frisch umgegrabenen Erde in den Gehegen aus. Sie schliefen schließlich sehr entspannt in einer Reihe, in der Gewissheit, in Sicherheit zu sein.

Kalama – mit einem Zweig im Mund – und Orwa

„Ithumba März 2015“ weiterlesen

Nairobi Nursery März 2015

Sonntag, 1. März 2015
Die Keeper müssen genau aufpassen, damit Lentili und Embu die arme Siangiki nicht ärgern. Das ist seltsam, denn Embu ist so nett zu Dupotto und Enkikwe, doch Siangiki bekommt nur ihre unfreundliche Seite zu sehen. Wir sind natürlich da, um sicherzugehen, dass die Waisen mit solchem Verhalten nicht durchkommen. Kurz vor der öffentlichen Besuchsstunde spielte Siangiki mit Kamok, während sie darauf warteten, zum Schlammbad zu gehen. Dann schubsten Embu und Lentili sie weg und sie rannte ins Dickicht. Es dauerte lange, bis die Keeper sie überzeugen konnten, sich den anderen Waisen am Schlammloch anzuschließen.

Siangiki flieht ins Gebüsch

„Nairobi Nursery März 2015“ weiterlesen