Emoli, Sagala und Tagwa ziehen nach Voi um

Am 4. Juni 2019 – passenderweise an Daphne Sheldricks Geburtstag – wurden die nächsten drei Waisen aus dem Waisenhaus des Sheldrick Wildlife Trust in Nairobi in die altehrwürdige Auswilderungsstation in Voi, im Tsavo East Nationalpark gebracht.

In Voi begann seinerzeit die Geschichte des Sheldrick Wildlife Trust, wo Daphne mit ihrem Mann David und ihrer Tochter Angela 25 Jahre lang lebte. Und für zwei der verwaisten Elefantenkinder, Emoli und Sagala, war es auch eine Reise zurück in ihre Heimat, denn sie wurden 2017 dort als abgemagerte Dürreopfer vor dem sicheren Tod gerettet. Jetzt sind sie wieder gesund und munter, und sie sind inzwischen alt genug, um den nächsten Schritt in ihrem Leben zu gehen. Sie werden noch viele Jahre in der Auswilderungsstation leben, bevor sie soweit sind, wieder ihr eigenes, unabhängiges Leben in der Wildnis zu führen. Das dritte Waisenkind, das mit ihnen umzog, ist Tagwa, die Mini-Leitkuh der Waisenherde in Nairobi. Zum Glück gibt es dort inzwischen auch ambitionierte Mädchen wie Tamiyoi und Enkesha, die als nächste die Rolle als kleine Matriarchinnen übernehmen werden, sodass für die Herde gesorgt ist.
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Die kleinen Bullen Ambo und Jotto auf dem Weg zur Auswilderung

Im Juni war beim Sheldrick Wildlife Trust (SWT) einiges los: es gab gleich drei Umzüge von Elefantenwaisen zu den Auswilderungsstationen, bei denen insgesamt acht Bewohner des Waisenhauses nach Tsavo gebracht wurden. Dort werden sie jetzt auf wilde Elefantenherden treffen und von diesen alles lernen, was man über das Dasein als Elefant wissen muss, um einmal selbst wieder in der Wildnis leben zu können.

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Die Rettung von Kiombo

Am 17. März 2019 bekam Robert Carr-Hartley vom Sheldrick Wildlife Trust (SWT) einen Anruf von Samuel Tunai, dem Gouverneur des Bezirks Narok. Dieser Bezirk im Westen Kenias enthält unter anderem das Schutzgebiet Maasai Mara. Von dort war dem Gouverneur von einem verwaisten Elefanten berichtet worden, und ein Team von Wildhütern wurde ausgeschickt, um das Kalb zu beobachten und zu beschützen, sollte es nötig werden.

Drei Tage zuvor war in der Nähe der Kadaver einer Elefantenkuh gefunden worden, die Milch gegeben hatte, und die Vermutung lag nahe, dass das verwaiste Kalb ihr Baby gewesen war. Andere Elefanten hielten sich in der Gegend auf, aber keine der Gruppen schien das Baby aufnehmen zu wollen. Es war in einem Alter, in dem es auf jeden Fall noch Milch und Schutz vor Raubtieren brauchte und ansonsten nicht überlebt hätte. Noch am Tag der Rettung traf es auf eine kleine Gruppe, bestehend aus einer Kuh mit ihren drei Kälbern, von denen eines sich sehr für das kleine Baby interessierte. Die Begegnung war zwar sehr freundschaftlich, aber kurz, und die kleine Herde zog weiter, während das Baby allein zurück blieb; es machte noch nicht einmal Anstalten mitzugehen.

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Malima, Kuishi und Mapia ziehen nach Ithumba um

Am Freitag, den 31. Mai 2019 war der Tag gekommen, an dem Malima, Mapia und Kuishi dorthin zurückkehrten, wo sie einmal geboren worden waren: sie zogen nach Ithumba in Tsavo um!

Jetzt, wo die mildere Jahreszeit gekommen ist und es nach einigem Regen wieder grüner geworden ist, ist eine günstige Zeit, um wieder einmal Waisen aus Nairobi in die Auswilderungsstationen nach Tsavo zu bringen. Den Anfang sollten die etwas älteren Elefanten machen – und als allererstes die etwas frecheren: Malima, Kuishi und Mapia! Um die Umzugskandidaten rechtzeitig an das Prozedere zu gewöhnen und den Umzugstag nicht allzu stressig werden zu lassen, wurden sie wie immer zuvor an den LKW gewöhnt. Der Umzug selbst begann mit dem Einsteigen um 3 Uhr morgens, bei sanftem Licht aus den Lampen in den Bäumen. Diesmal beschlossen die Keeper, gleich alle drei auf einmal einsteigen zu lassen, denn Kuishi schien am Vortag schon Verdacht zu schöpfen und spürte, dass etwas besonderes passieren würde. Das klappte hervorragend: die drei Rabauken gingen alle zusammen in die Abteile im LKW und waren sicher verstaut, ohne dass ihnen irgendetwas anders vorgekommen wäre als im Training. Zum Glück sind die drei so in ihre Milchflaschen vernarrt, dass sie sich gar keine Gedanken machten, dass etwas seltsames passieren könnte. So war nach zehn Minuten schon alles bereit, und die Fahrt konnte rechtzeitig vor der üblichen Hauptverkehrszeit in Nairobi losgehen.

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Dololo geht es immer besser

Dololo ist ein kleiner Elefant, der schrecklich abgemagert im Waisenhaus ankam. Damals hatte sein Verdauungssystem mit massenhaft Parasiten zu kämpfen, und seine Augen waren infiziert, sodass ein harter Kampf um sein Leben begann. Jetzt aber, neun Monate später, hat er sich zu einem fröhlichen, gesunden und stattlichen kleinen Bullen entwickelt.

Mit seiner Gesundheit ging es in diesen Monaten auf und ab, und es gab Zeiten, da mussten die Keeper und Helfer beim Sheldrick Wildlife Trust (SWT) das schlimmste befürchten. Am Abend des 8. September 2018 war Dololo in ein Wasserloch auf dem Gebiet einer der Ranches am Rand des Tsavo East Nationalparks gefallen. Vermutlich war er aber schon vorher verwaist, denn er war schon abgemagert und schwach gewesen, sodass er nicht mehr die Kraft hatte, sich auf den Beinen zu halten und sich aus dem klebrigen und rutschigen Matsch zu befreien. Als er entdeckt worden war, lag sein Gesicht und der größte Teil seines Körpers unter Wasser, und er musste den Rüssel wie einen Schnorchel hoch halten, um überhaupt atmen zu können. Er hatte offenbar schon über zwölf Stunden so im Wasser gelegen, als er gerettet wurde.

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