Freitag, 1. Februar 2019
Dupotto war am Morgen nicht nach Luzernenheu zumute, und sie ging ein Stück weg, um von den Büschen zu fressen. Bald wurde ihr aber langweilig, und sie rief nach ihren Freunden; es hörten aber nur Sana Sana und Malkia, die zu ihr hinüber gingen. Die anderen kamen erst später hinterher, wurden aber von einem Haufen lärmender Paviane aufgehalten. Sie rannten erschrocken in Richtung Süden, sodass die Keeper alle Hände voll zu tun hatten, sie wieder zu beruhigen. Kithaka, Roi, Wanjala und Karisa hatten sogar noch ihre Häufchen Luzernenheu dabei, die sie mitgenommen hatten, und fraßen sie erst einmal in Ruhe, bevor es ans Grasen ging.
Die Rettung von Nabulu

Neues von den Ex-Waisen in Voi
Die Auswilderungsstation des Sheldrick Wildlife Trust in Voi wurde seinerzeit noch von David Sheldrick persönlich errichtet, dem Gründer des Tsavo Nationalpark. Mit seiner Frau Daphne zog er dort in den Fünfziger Jahren des 20. Jahrunderts die ersten verwaisten Elefanten auf, und dazu noch Spitzmaulnashörner, Büffel, Zebras, Warzenschweine, Mangusten, Strauße, Impalas, Kudus und jede Menge anderer Wildtiere in Not. Die Station liegt malerisch an den Hängen des Mazinga-Bergs, oberhalb des Park-Hauptquartiers, und man hat von dort einen herrlichen Ausblick über den südlichen Teil des Nationalparks und die Stadt Voi – damals noch ein kleines Dorf mit nur einer Straße, ein paar Händlern und einer kleinen Bahnstation.


Die Rettung von Larro
Am 2. Januar 2019 wurde der Sheldrick Wildlife Trust (SWT) in Nairobi um Hilfe bei der Rettung eines verwaisten Baby-Elefanten gebeten, das ganz allein in der Ripoi-Gegend in der Maasai Mara gesichtet worden war. Das kleine Kalb befand sich in der Nähe einer Siedlung, und die Bewohner hatten die Angelegenheit dem Kenya Wildlife Service (KWS) gemeldet. Dessen Ranger hatten sich zum Ort des Geschehens begeben, sich davon überzeugt, dass es sich tatsächlich um ein verwaistes Baby handelte, und daraufhin den SWT kontaktiert. Das Alter des kleinen Elefantenmädchens wurde auf unter 1 Jahr geschätzt, sodass es mit Sicherheit noch milchabhängig war. Die lokalen Bewohner hatten sie schon zwei Tage lang beobachtet, aber keine anderen Elefantenherden in der Nähe gesehen. Die Mitarbeiter in Nairobi bereiteten alles für die Rettung vor: Decken, Seil, Matratze und den Erste-Hilfe-Koffer mit der unverzichtbaren Rehydrierungsflüssigkeit, die ganz wichtig ist für solch ein kleines Kalb, das schon mehrere Tage ohne Muttermilch hatte auskommen müssen. Zwei Keeper machten sich damit auf den Weg zum Wilson-Flughafen, wo ein gechartertes Flugzeug bereits auf sie wartete. Kurz vor 15 Uhr starteten sie und kamen am Siana-Flugfeld in der Maasai Mara gegen 15:45 Uhr an.
Waisenblogs-Bilder Kibwezi, 31.01.2019
Donnerstag, 31. Januar 2019
Sonje rangelt mit Ngasha
Spielkind Alamaya versteckt sich im Gebüsch
Die Waisen wälzen sich zur Abkühlung im Schlamm

