Waisenblogs-Beitrag Nursery, 19.01.2018

Freitag, 19. Januar 2018
Bei der Milchfütterung um 15 Uhr war Esampu wieder ganz sie selbst und machte sich auf die Jagd nach Extra-Milch. Sie ging zu Ndotto und versuchte, etwas von seiner Portion abzubekommen, während er trank. Ndotto schlug einige Haken, damit die freche Esampu nicht an seine Flasche herankam, denn er wollte sie natürlich komplett austrinken. Auch anderswo trug sich ein Kampf um die Milch zu: Mundusi schubste die nichtsahnende Mteto bei dem Versuch, etwas von ihr abzubekommen, Kiasa und Luggard schlürften Milchreste aus leeren Flaschen und Sana Sana verhalf sich zu der verschütteten Milch in der Schubkarre. Lasayen machte sich mit einer Gummi-Spitze davon, die er von einer der Flaschen abmontiert hatte, und nuckelte daran weiter. Es herrschte großes Chaos, und die Keeper hatten alle Hände voll zu tun!

Waisenblogs-Beitrag Nursery, 17.01.2018

Mittwoch, 17. Januar 2018
Sattao kam heute nicht mit der ersten Gruppe zur Besuchsstunde. Er war am Morgen mit Mbegu, Lasayen, Ndotto, Mundusi, Ndiwa und Mteto tiefer in den Wald hinein gegangen. Ndotto und Lasayen werden langsam unabhängiger – sie grasen häufig abseits der anderen und gehen weit in den Wald hinein. Als dann die zweite Gruppe zur Milchfütterung kam, versuchte Esampu wie üblich eine Extra-Flasche Milch zu ergattern. Es klappte aber nicht, und so wollte sie ihren Ärger an Sattao auslassen. Sie schubste ihn heftig zu Boden, sodass Mbegu und die Keeper ihm zu Hilfe eilen mussten. Mini-Leitkuh Mbegu bestrafte das freche Mädchen streng, sodass Esampu selbst hinfiel und aufschrie. Als sie sich wieder aufgerappelt hatte, flüchtete sie sich weit weg von Mbegu. Spielkind Ngilai kam matschbedeckt aus dem Wasserloch und ging am Absperrband entlang, sodass die Besucher die Wahl hatten: sie konnten ihn tätscheln oder lieber zurückweichen, weil er so matschig war!

Waisenblogs-Beitrag Nursery, 14.01.2018

Sonntag, 14. Januar 2018
Über die Jahre gab es immer wieder Waisen, die besonders frech waren, wie seinerzeit Wendi, Kithaka oder Kamok; sie sind einfach so, und nicht aus einem bestimmten Grund oder nur gegenüber jemand besonderes, sondern überhaupt. Im Moment lebt die freche Esampu im Waisenhaus in Nairobi. Heute, als die Waisen am Nachmittag nach Hause kamen, sah es so aus, als ob sie Ambo Platz machen würde. Tatsächlich ließ sie ihn aber nur überholen, um ihn dann von hinten zu schubsen! Er stolperte zur Seite, und die besuchenden Pateneltern mussten aus dem Weg gehen, damit er nicht in sie hinein fiel. Damit aber nicht genug: Esampu ging in ihr Gehege und trank ihre Milch, und nachdem das Tor geschlossen worden war, steckte sie den Rüssel zwischen den Pfosten hindurch, um an Sana Sanas Milch heranzukommen, die nebenan noch im Eimer lag. Sie verschüttete einiges davon, während die Keeper noch damit beschäftigt waren, die anderen zu füttern und sie nicht davon abhalten konnte. Danach stahl sie etwas von dem Grün auf Sana Sanas Seite, und es entbrannte ein kleiner Kampf zwischen den beiden Mädchen um die frischen Zweige.

Die Waisen im Januar

Monatsbericht für die Nursery-Gruppe: Januar 2018

 

Die Geschlechterverhältnisse in der Nursery sind dieser Tage fast ausgeglichen: 13 junge Bullen und 17 junge Elefantenkühe. Viele der kleinen Kühe sind mittlerweile über zwei Jahre alt und die Kleinsten haben gleich mehrere liebevolle Ersatzmütter. Mbegu, Godoma, Tagwa und Malima sind besonders fürsorglich, und beim kleinsten Pieps stehen sie an der Seite ihrer Schützlinge. „Die Waisen im Januar“ weiterlesen