Sonntag, 8. März 2020
Die Waisen grasten am Vormittag geruhsam vor sich hin, als Sonje hörte, wie Alamaya kollerte und nach ihr zu rufen schien. Sie rannte zu ihm, und Alamaya stellte die Ohren auf, als ob ihn etwas erschreckt hatte. Sonje tätschelte ihn mit dem Rüssel, um ihn zu beruhigen, und auch Shukuru schien sich zu fragen, wovor er sich erschreckt haben könnte. Sonjes Gegenwart schien auf jeden Fall zu helfen. Auch Murera hatte die ganze Unruhe mitbekommen, und als sie zu den beiden gehen wollte, traf sie auf Jasiri und Faraja, die am Waldrand standen und warteten, dass es zum Staubbad gehen würde. Der Rest der Herde folgte Lima Lima in Richtung der Chyulu-Berge, wo am Nachmittag weiter gegrast wurde.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 07.03.2020
Samstag, 7. März 2020
Während die anderen sich im Wasserloch abkühlten, fand Shukuru ein Plätzchen mit jeder Menge verschiedenen Grünpflanzen. Sie konnte sich gar nicht entscheiden, was sie zuerst fressen sollte! Murera ging mit den Waisen zu den großen Bäumen, wo sie sich etwas im Schatten unterstellten, bis es etwas kühler geworden war und sie wieder weiter grasen konnten.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 07.03.2020
Samstag, 7. März 2020
Ngasha tauchte bei der Mittagsfütterung auf und schien eine Milchflasche zu erwarten, denn er sperrte den Mund weit auf! Zu seiner Enttäuschung hatten die Keeper ihn aber nicht eingeplant, und so ging er leer aus. Die Keeper freuten sich aber natürlich trotzdem, ihn wiederzusehen!
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 06.03.2020
Freitag, 6. März 2020
Am Morgen kamen Faraja und Zongoloni aus dem Gebüsch, nachdem sie die Nacht im Wald verbracht hatten, und schlossen sich den Waisen an. Lima Lima schaute einem Affen mit einem kleinen Baby zu, bevor sie Ngasha folgte. Er brachte die Waisen zu einer Stelle, an der die Wasser-Pipeline beschädigt war und sie von dem frischen Wasser, das heraus lief, saufen konnten. Zongoloni fühlte sich danach wohl frisch gestärkt und machte sich daran, einen Baum in der Nähe umzustoßen. Er war aber eine Nummer zu groß für sie, und schließlich gab sie auf.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 04.03.2020
Mittwoch, 4. März 2020
Die beiden Albino-Jungs Jasiri und Faraja verwickelten sich heute in ein Kräftemessen, und Jasiri tat sein bestes, um Faraja zu besiegen. Faraja hat allerdings einiges gelernt, seit er mehr draußen in der Wildnis unterwegs ist, und am Ende behielt er die Oberhand. Lima Lima ging irgendwann dazwischen, um die beiden Raufbolde dazu zu bewegen, mit zu den Umani-Hügeln zu kommen und dort zu grasen, statt noch weiter zu rangeln. Die anderen drei halbunabhängigen Waisen ließen sich heute nicht blicken; vermutlich sind sie tiefer in den Wald hinein gegangen, und es war ihnen zu weit bis zur Auswilderungsstation.

