Montag, 2. März 2020
Alamaya dachte heute, er wäre schon groß und könnte auf eigene Faust losziehen. Er überlegte es sich allerdings schnell anders, als er lautes Bellen von wilden Elefanten im Wald hörte. Er rannte zurück zu Quanza, die aber nicht besonders besorgt zu sein schien und weiter ihre Zweige futterte. Mwashoti hatte das Geschrei auch gehört und stellte die Ohren auf; er konnte aber nicht so recht ausmachen, aus welcher Richtung es kam, und so zog er sich lieber zu Murera zurück. Quanza hob kurz den Rüssel, um zu schnuppern, aber graste gleich weiter, nachdem sie festgestellt hatte, dass es nur ihre wilden Freunde und ein paar lärmende Paviane waren.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 01.03.2020
Sonntag, 1. März 2020
In den letzten Monaten konnte sich Jasiri nicht so recht entscheiden, ob er sich den Ausreißern anschließen oder lieber bei der Waisenherde bleiben sollte. Inzwischen ist er nun häufiger mit Zongoloni, Faraja, Ziwa und Ngasha unterwegs. Heute zog er mit ihnen los und graste mit ihnen im Wald. Gegen Abend kam er aber doch wieder zurück zur Herde.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 29.02.2020
Samstag, 29. Februar 2020
Als die Waisen heute Morgen in den Wald aufbrachen, folgte Quanza ihren unabhängigeren Freunden Zongoloni, Ngasha, Faraja und Ziwa, die in Richtung der Chyulu-Berge gingen. Die nun schon halb ausgewilderten vier verbringen ihre Nächte inzwischen meist draußen im Wald und kennen die Gegend schon sehr gut, sodass sie keine Probleme haben, sich im dichten Gebüsch zurecht zu finden. Quanza ist das dagegen noch nicht so gewohnt, und sie hatte anscheinend einige Schwierigkeiten, den Anschluss nicht zu verpassen. Irgendwann hatte sie sie offenbar verloren und kam schließlich zur Waisenherde zurück, die in den Umani-Hügeln graste.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 28.02.2020
Freitag, 28. Februar 2020
Lima Lima übernahm heute das Kommando über die Waisenherde und gab sich viel Mühe, eine gute Leitkuh zu sein! Als die Keeper Faraja riefen, der ein Stück zurück geblieben war, kam sie sofort angerannt, um nach dem rechten zu sehen. Nachdem sie sich vergewissert hatte, dass alles in Ordnung war, lief sie wieder nach vorn, an die Spitze der Herde. Als es zur Mittagsfütterung ging, konnte Quanza es kaum erwarten und überholte Lima Lima beim Rennen zu den Milchflaschen. Nachdem alle ihre Flaschen geleert hatten, ging Jasiri geradewegs zum Schlammloch, um sich abzukühlen und sich ordentlich mit Matsch zu bedecken. Das ist besonders wichtig für ihn, damit seine helle Haut gut vor der Sonne geschützt ist.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 27.02.2020
Donnerstag, 27. Februar 2020
Am Morgen hatte Alamaya einen großen grünen Busch gefunden, von dem er so schnell es ging zu futtern begann, bevor die anderen ihn auch entdecken würden. Murera war in seiner Nähe und wollte gerade dazu kommen, als ein lautes Kollern und Trompeten zu hören war. Murera schaute sich um und stellte fest, dass es Mwashoti gewesen war. Sie eilte schnell zu ihm, stellte aber fest, dass es keinerlei Probleme gab – er hatte wohl einfach nur so ein wenig Lärm gemacht. Sie blieb den Rest des Tages bei ihm und begleitete ihn auch zur Milchfütterung am Mittag.

